Rundum zufrieden mit dem Rosenfest

Beim 49. Rosenfest in Bad Nauheim-Steinfurth kamen 22.000 Gäste allein zum sonntäglichen Korso. Erstmals gab es kein Feuerwerk – stattdessen sorgte ein DJ bis 23.30 Uhr für Party im Zelt.

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Rundum zufrieden mit dem Rosenfest

Stand: 13.07.2026, 18:33 Uhr

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Steinfurther Rosenfest Impressionen aus dem RosensaalEin Himmel voller Rosen

Die Blütenpracht im Rosensaal ist ein Beispiel für die bunte, künstlerische Klasse, die das Steinfurther Rosenfest zu bieten hat. © Nici Merz

35.000 Besucherinnen und Besucher insgesamt, 22.000 allein beim sonntäglichen Korso, positives Feedback von vielen Gästen, ein erfolgreiches Konzept mit stimmigen Neuerungen: „Ich habe schon lange nicht mehr ein so geiles Rosenfest erlebt“, bringt es Markus Philippi auf den Punkt.

Bad Nauheim-Steinfurth – Nach drei rosigen Tagen ist das 49. Steinfurther Rosenfest Geschichte – allerdings eine Geschichte, die in den Steinfurther Annalen als Erfolg verbucht werden wird. „Es hat irgendwie alles geklappt, die Leute waren sehr zufrieden, die Wagen phantastisch geschmückt, da ist kein Wagen abgefallen bei der Punktevergabe, und das ist auch gut so, denn die Vereine geben alle das gleiche Herzblut für die Gestaltung“, listet Markus Philippi, Vorsitzender des Steinfurther Vereinsrings und stellvertretender Vorsitzender im Rosenfestausschuss, die aus seiner Sicht wichtigsten Faktoren auf.

Ein Rosenfest ohne Zelt kann man sich schon vorstellen für die nächsten Jahre.

Einer der letzten offiziellen Punkte am Sonntagabend war die Prämiierung der sieben Prunkwagen. Den ersten Preis durfte die „Dorfliebe Steinfurth“ mit nach Hause nehmen, die in der Summe auf 124 Punkte kam. Es folgten dicht dahinter die Freunde Steinfurth (120 Punkte), die Feuerwehr (119), der Radfahrverein (114), der SV Steinfurth (108), der Turnverein (102) und der Kleintierzuchtverein (99).

Als gelungen vermerkt Philippi den weiteren Ablauf des Sonntagsabends. Um das Feuerwerk zu sehen, seien die Besucher in früheren Jahren aus dem Zelt ins Freie gelaufen, womit die gute Stimmung im Zelt abrupt beendet gewesen sei. „An diesem Sonntag hatten wir kein Feuerwerk, keiner ist weggerannt, und wir hatten einen ortsansässigen DJ, der nach der Prämierung das Publikum abgeholt und mitgenommen hat, da war Party bis 23.30 Uhr“, ist Philippi noch ganz erfüllt von der guten Atmosphäre.

„Alles sehr, sehr gut, ich hatte nur positive Reaktionen, auch die Bands auf der Bühne kamen super an“, stößt Ortsvorsteher Torsten Jung ins gleiche Horn. Er war während des Korsos als einer der beiden Moderatoren aktiv und hatte sich auch sonst nicht viele der offiziellen Punkte entgehen lassen. Ebenso wie Philippi lobt er die Atmosphäre auf dem Festplatz; der Verzicht auf ein Zelt habe sich in keiner Weise negativ bemerkbar gemacht. „Ein Rosenfest ohne Zelt kann man sich schon vorstellen für die nächsten Jahre“, findet er.

Einig mit Philippi ist Jung auch bezüglich des Rosenmarktes. Das Rosenband von 2024 habe wegen der dreitägigen Sperrung der Ortsdurchfahrt für viel Unmut bei den Anwohnern gesorgt. In diesem Jahr sei zumindest die Zufahrt aus Richtung Wisselsheim offen geblieben. „Das hat einigen Leuten den Alltag schon sehr erleichtert“, sagt Philippi. Die komprimierte Anordnung der Marktstände kam aus Sicht der beiden insgesamt gut an. Kritik, es sei alles zu nah beieinander gewesen und die Weiterführung der Besucher zu Rosenkirche und Rosenmuseum habe gefehlt, kontert Philippi mit der Bemerkung, vor zwei Jahren sei die große Entfernung zwischen den einzelnen Marktständen kritisch bewertet worden.

Und auch ohne „Weiterleitung“ hatte die Rosenkirche über mangelnden Besuch nicht zu klagen. „Ich muss sagen, es war ein voller Erfolg! Wir hatten so einen tollen Zuspruch, die Kirche war nicht einmal leer“, zieht Gabriele Rückert, Präsidentin des Service-Clubs Inner Wheel Bad Nauheim-Friedberg, ebenfalls ein begeistertes Fazit. Großes Lob habe es für die Installation gegeben, zu der Werner Ruf vom gleichnamigen Rosenbetrieb Idee und Konzept geliefert hatte. Gefallen habe den Besucherinnen und Besuchern auch der Umstand, dass die Materialien des Kunstwerks von Francisco Aquilar-Oswald, der Baumstamm und die mit Adam und Eva bemalten „Engelsflügel“, aus Steinfurth stammten. Viele Gäste haben laut Rückert den Besuch in der Rosenkirche für eine Atempause genutzt. Die Idee, aus kleinen Pergamenttüten Papierrosen zu drehen, ob nun mit oder ohne Wunsch bzw. Segensspruch, sei sehr dankbar aufgegriffen worden. 1800 Papierrosen waren es am Ende des Festes, von denen ein Gutteil als weiterer Schmuck in der Kirche ausgelegt worden war. Für Erfrischung der Gäste sorgte zusätzlich eine von Werner Ruf installierte Rosenwasser-Dusche.

Großes Lob für die Rosenschau

Bleibt der Rückblick auf die von Manuela Dräger gestaltete Rosenschau. Die sei ein echtes Highlight gewesen, mit einem Konzept und einer künstlerischen Gestaltung, die einfach nur als „super“ bezeichnet werden könnten, sind sich Jung und Philippi ein weiteres Mal einig. Mit der Zeitreise durch die Geschichte der Rose habe Dräger Steinfurth und die Rosen hervorragend in Szene gesetzt und mit dem Auge, das den Blick in die Zukunft ermöglichen sollte, einen ganz besonderen und ungewöhnlichen Akzent gesetzt.

Fehlt noch das Loblied auf die Vereine, das Jung und Philippi ebenfalls quasi im Duett singen. Alles habe ineinandergegriffen, alle Vereine hätten sich gegenseitig unterstützt und ausgeholfen, Spannungen habe es keine gegeben. Für Montagabend waren dann alle Aktiven noch zum Helferfest eingeladen. Es war insgesamt, so Jung und Philippi unisono, „eine ganz runde Geschichte“.