Schluss mit Festplatte: Telekom streicht beliebte Receiver-Funktion bei MagentaTV

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Schluss mit Festplatte: Telekom streicht beliebte Receiver-Funktion bei MagentaTV

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Wer MagentaTV nutzt und Sendungen gern dauerhaft speichert, steht bald vor verschlossenen Türen. Eine wichtige Funktion fehlt auf der neuen Hardware komplett.

Mit der MagentaTV One verabschiedet sich die Telekom von Aufnahmen auf der eigenen Festplatte.

Mit der MagentaTV One verabschiedet sich die Telekom von Aufnahmen auf der eigenen Festplatte. (Quelle: Telekom; Collage: Netzwelt)

Wer von älteren Telekom-Receivern auf die MagentaTV One umsteigt, muss sich umstellen: Klassische Aufnahmen auf einer eigenen Festplatte gibt es auf der aktuellen Boxen-Generation nicht mehr. Für alle, die TV-Inhalte dauerhaft archivieren wollen, ändert sich damit der Fernsehalltag grundlegend.

Die Telekom ersetzt ältere Media Receiver Schritt für Schritt durch die Streaming-Box MagentaTV One, heißt es auf der Webseite. Wie auch aus der offiziellen Hilfeseite der Telekom hervorgeht, wandern TV-Aufnahmen mit der Plattform vollständig in einen eigenen Cloud-Speicher. Lokale Aufzeichnungen auf Festplatte oder USB-Medien sind technisch nicht vorgesehen.

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Aufnahmen bleiben möglich - aber nicht mehr auf der eigenen Festplatte

Ganz verzichten müsst ihr als MagentaTV-Kunde auf die Aufnahmefunktion nicht. Fernsehsendungen können weiterhin programmiert und später angesehen werden. Der Unterschied: Die Aufnahmen werden nicht mehr lokal auf dem Gerät oder einem angeschlossenen USB-Speicher abgelegt, sondern im Cloud-Speicher von MagentaTV gespeichert.

Damit ändert sich vor allem für diejenigen etwas, die ihre Aufnahmen bisher wie ein digitales Archiv behandelt haben. Filme, Serien oder besondere Fernsehmomente lassen sich nicht mehr dauerhaft auf einer eigenen Festplatte sichern oder als normale Videodatei exportieren. Auch ein angeschlossener USB-Speicher hilft dabei nicht weiter. Zwar können darüber eigene Medien abgespielt werden, als Speicherort für TV-Aufnahmen ist er bei der MagentaTV One jedoch nicht vorgesehen.

Cloud-Aufnahmen verschwinden nach einiger Zeit

Die Aufnahmen stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung, sondern werden nach einer bestimmten Zeit automatisch gelöscht. Laut Telekom beträgt die Speicherdauer für aktuelle Cloud-Aufnahmen bis zu 90 Tage. Auch nach einer Kündigung von MagentaTV sind gespeicherte Aufnahmen nicht mehr verfügbar.

Mit diesem Modell steht die Telekom allerdings nicht allein da. Auch andere IPTV-Anbieter setzen bei Aufnahmen zunehmend auf Cloud-Speicher statt auf lokale Festplatten. So speichern beispielsweise Waipu.tv und Vodafone GigaTV Net Aufnahmen ebenfalls netzgebunden und bieten keine klassische Archivierung über eine eigene Festplatte an. Wer Fernsehinhalte weiterhin langfristig auf eigenen Medien sichern möchte, benötigt daher weiterhin einen unabhängigen Kabel- oder Satellitenreceiver mit Aufnahmefunktion.

Doch auch klassische Receiver bieten keine unbegrenzte Freiheit: Während Aufnahmen von frei empfangbaren Sendern wie ARD, ZDF oder den Dritten Programmen meist problemlos möglich sind, können private HD-Sender wie RTL HD oder ProSieben HD je nach Empfangsweg Aufnahmesperren oder Vorspulbeschränkungen nutzen. Zudem sind Aufnahmen vieler Fernseher mit USB-Funktion an das jeweilige Gerät gebunden. Die größten Freiheiten beim Archivieren bieten daher weiterhin frei empfangbare Programme.

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