„Schon sehr auffällig“: Münchner Kultwirt wegen Steuerdelikts vor Gericht – „massive Kassenmanipulation“
tzMünchenStadtMaxvorstadtStand: 14.07.2026, 19:00 UhrKommentareUns auf Google folgenKarl-Heinz Zacher (re.) am Landgericht mit Anwalt Richard Beyer. © SIGI JANTZKarl-Heinz Zacher hat mehr als eine Million Euro ...
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Stand: 14.07.2026, 19:00 Uhr
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Karl-Heinz Zacher hat mehr als eine Million Euro Steuern hinterzogen. Eine Betriebsprüferin deckte auf: Er nutzte ein Manipulations-Tool wie Alfons Schuhbeck.
München – In der berühmten Emmeramsmühle machte er sich einen Namen: Jahrzehntelang war Karl-Heinz Zacher in München als Wirt bekannt. Doch seit Anfang 2025 ist er ein verurteilter Straftäter: Zacher hat laut der Staatsanwaltschaft München I mehr als eine Million Euro Steuern hinterzogen, das Amtsgericht sprach ihn schuldig und verhängte zweieinhalb Jahre Haft.
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Im Gefängnis gesessen hat Zacher bislang aber keinen Tag. Gegen sein Urteil ging er in Berufung. Gestern wurde am Landgericht nun erneut verhandelt. Zacher ist geständig, will aber eine geringere Strafe – möglichst Bewährung. Ob dieser Plan aufgeht, wird sich erst am 29. Juli zeigen, wenn das erneute Urteil fällt.
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Prozess in München: Ermittlerin deckt Kassenmanipulationen auf
Sehr wahrscheinlich scheint es nicht. Denn eine Betriebsprüferin zerlegte den Wirt gestern regelrecht: Zacher habe „massive Kassenmanipulationen“ vorgenommen – und teilweise die Angaben seiner Einnahmen um 33 Prozent verkürzt, allein bei Getränken. Die Buchhaltung des Lokals sei „nachträglich verändert“ worden. Seit 2013 sogar auch mit großem zeitlichen Abstand. Das sei „schon sehr auffällig gewesen“, rügte die Prüferin. Auch „ein Manipulations-Tool“ sei zum Einsatz gekommen – ähnlich wie bei dem verurteilten Sternekoch Alfons Schuhbeck. Zacher habe also gezielt Kassenrechnungen illegal bearbeitet. An einzelnen Tagen seien 40 Prozent der Artikel „herunterreduziert worden“.
Das Grundstück des Wirts wurde versteigert, der Erlös von rund 900.000 Euro fließt in die Insolvenzmasse. Das Lokal musste er bereits 2023 aufgeben, 23 Jahre lang hatte er es geführt. „Die Verbindlichkeiten wird er nie im Leben wieder loswerden“, sagte Zachers Anwalt Richard Beyer bereits 2025.