Tabu im Palast: Diese ganz alltäglichen Wörter sind bei König Charles strengstens verboten

tzStars & TVStand: 31.07.2026, 22:14 UhrKommentareUns auf Google folgenKönig Charles meidet bestimmte Alltagswörter konsequent – selbst zu Hause. Welche Begriffe im Palast streng verpönt sind, überrascht.Lo...

  • 3 min read
Tabu im Palast: Diese ganz alltäglichen Wörter sind bei König Charles strengstens verboten

Stand: 31.07.2026, 22:14 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

König Charles meidet bestimmte Alltagswörter konsequent – selbst zu Hause. Welche Begriffe im Palast streng verpönt sind, überrascht.

London – Wer glaubt, sprachliche Etikette sei in den Gemächern des Buckingham-Palastes längst der Moderne gewichen, irrt gewaltig. König Charles (77) hält eisern an einem Regelwerk fest, das tief in der britischen Klassengesellschaft verwurzelt ist – und viele harmlose Alltagswörter konsequent auf den Index setzt. Sozialanthropologin Kate Fox, Autorin des Buches „ Watching the English: The Hidden Rules of English Behaviour“, hat dem britischen Portal Hello! verraten, welche Begriffe König Charles und seiner Familie schlicht nicht über die Lippen kommen.

Prinz Charles blickt zur Seite und lächelt (Symbolbild).

König Charles’ Sprache spiegelt seine royale Haltung wider (Symbolbild). © i-Images/Imago

Das wohl bekannteste Sprach-Tabu betrifft ein Wort, das nahezu jeder Mensch täglich benutzt: „Toilette“. Für König Charles und den Rest der Königsfamilie existiert dieser Begriff nicht. Stattdessen heißt es „lavatory“ oder schlicht „loo“ – letzteres eine typisch britische Verniedlichung, die im Adel seit Generationen gepflegt wird. Der Grund ist historischer Natur: Das Wort „Toilet“ leitet sich vom französischen „toilette“ ab, was einst einen Ankleideraum bezeichnete. Fremdwörter gelten in der englischen Oberschicht traditionell als Zeichen mangelnder Bildung.

König Charles und die Sprach-Tabus: Diese Alltagsworte sind im Palast streng verpönt

Doch das Verbot beschränkt sich bei König Charles keineswegs auf die Sanitärfrage. Wer im Palast das Abendessen als „tea“ bezeichnet, outet sich sofort als Nicht-Aristokrat – korrekt ist „dinner“ oder „supper“. Auch der Begriff „lounge“ für das Wohnzimmer ist verpönt: In den 775 Räumen des Buckingham-Palastes gibt es ausschließlich „sitting rooms“ oder „drawing rooms“. Selbst das Wort „posh“ – zu Deutsch etwa „schick“ oder „nobel“ – würden König Charles und seine Familie niemals ernsthaft verwenden. Laut Kate Fox allenfalls ironisch, „um zu zeigen, dass man weiß, dass es ein Begriff der Unterschicht ist.“

Schriftzug „Ihr Royals-Update“ und eine stilisierte Krone auf hellblauem Untergrund

Unser Royals-Newsletter informiert Sie dreimal pro Woche, was sich in den europäischen Königshäusern tut. © IPPEN.MEDIA

Unser Royals-Newsletter: Ihr direkter Draht zum europäischen Hochadel

Von den großen Momenten auf dem Balkon bis zu den Geschichten hinter den Palastmauern: Unser Newsletter lässt Sie dreimal pro Woche den Glanz der Königshäuser erleben. Erfahren Sie, was Kate, William, Victoria, Mette-Marit, Charlène und die anderen Royals bewegt – persönlich und nah.

Jetzt für den Newsletter anmelden

Das US-amerikanische Magazin Marie Claire ergänzt die Liste um weitere bemerkenswerte Beispiele: Royals tragen kein „Perfume“, sondern „Scent“. Und zum Abschluss eines Menüs gibt es bei Hofe keinen „Dessert“, sondern selbstverständlich „Pudding“ – ganz gleich, ob es sich um eine Mousse au Chocolat oder einen klassischen Crumble handelt. Auch das Wort „Pardon“ ist bei König Charles verpönt: Wer etwas nicht verstanden hat, sagt „Sorry?“ oder „Sorry, what?“. Diese penibel gepflegte Wortwahl ist kein Zufall, sondern ein bewusst eingesetztes Instrument sozialer Unterscheidungsmerkmale, die die britische Aristokratie seit Jahrhunderten von anderen Gesellschaftsschichten abgrenzt.

Neben dem verbalen Regelwerk gilt auf dem königlichen Landsitz Sandringham in Norfolk, wo König Charles traditionell die Weihnachtszeit verbringt, auch eine strenge Hausordnung: Weite Teile des Anwesens sind permanente Flugverbotszone und Grillpartys in öffentlichen Bereichen sind aus Brandschutzgründen untersagt. Die Philosophie hinter dem aristokratischen Sprach- und Verhaltenskodex fasst ein prägnantes Zitat von Kate Fox treffsicher zusammen: „Die erste Regel des Posh-Seins? Man nennt weder sich selbst noch andere jemals posh.“ Verwendete Quellen: hellomagazine.com, marieclaire.com