TC Bad Vilbel schlägt Wiesbaden 5:4 – Fanselow siegt trotz Nachtflug
Der TC Bad Vilbel hat den Klassenerhalt in der 2. Tennis-Bundesliga so gut wie sicher. Sebastian Fanselow gewann sein Einzel und Doppel, obwohl er mit wenig Schlaf aus Portugal angereist war.
- 4 min read
Stand: 04.08.2026, 07:32 Uhr
Kommentare

Der TC Bad Vilbel hat den Klassenerhalt in der 2. Tennis-Bundesliga so gut wie sicher. Sebastian Fanselow gewann sein Einzel und Doppel, obwohl er mit wenig Schlaf aus Portugal angereist war.
In der 2. Tennis-Bundesliga haben die Herren des TC Bad Vilbel als Tabellensechster den Klassenerhalt nach dem knappen 5:4-Heimerfolg gegen den Wiesbadener THC am sechsten Spieltag so gut wie sicher, auch wenn es zwei Tage später gegen den ungeschlagenen Tabellenführer FTC Palmengarten beim klaren 1:8 nichts zu holen gab. Die Frankfurter krönten sich mit ihrem siebten Saisonsieg zum Meister und Aufsteiger und die Bundesliga. Für die Vilbeler geht es an den letzten beiden Spieltagen gegen Ludwigshafen und Eintracht Frankfurt darum, auch die letzten Zweifel am Klassenerhalt auszuräumen.
TC Bad Vilbel – Wiesbadener THC 5:4: „Matchwinner ist aus meiner Sicht Sebastian Fanselow, der sein Einzel und Doppel gewonnen hat, obwohl er erst am Vormittag mit wenig Schlaf aufgrund eines unfreiwilligen Zwischenstopps in Madrid aus seinem Wohnort in Portugal angereist ist“, erklärte TCBV-Headcoach Oliver Trott.
In der ersten Einzelrunde ließ Fanselow dem Österreicher Gregor Ramskogler an Position vier beim deutlichen 6:2, 6:2 keine Chance. Bei seinem ersten Saisonauftritt für die Brunnenstädter steuerte Niels Visker an Position zwei mit einem 6:3, 7:6-Erfolg in einem hochklassigen Match gegen Kai Wehnelt den zweiten Matchpunkt für den TCBV bei. Dagegen musste sich Aryan Saleh dem starken Niederländer Mick Veldheer, Nummer 120 der Doppel-Weltrangliste, glatt in zwei Sätzen geschlagen geben.
In der zweiten Einzelrunde überzeugte Niklas Schell mit einer starken Vorstellung und setzte sich gegen den Argentinier Thiago Cigarran souverän mit 6:4, 6:1 durch. Calvin Müller lieferte sich mit Milan Welte ein enges Match, musste sich jedoch nach zwei umkämpften Sätzen jeweils mit 5:7 geschlagen geben. An der Spitzenposition unterlag Arthur Weber dem Tschechen Matthew William Donald trotz einer engagierten Leistung und erfolgreich abgewehrten Matchbällen beim Stand von 2:5 im zweiten Satz am Ende mit 3:6, 5:7. Somit stand nach den Einzeln ein 3:3-Unentschieden auf der Anzeigetafel und die Entscheidung musste in den Doppeln fallen.
„Diese haben wir erstmals in dieser Saison verändert“, konstatierte Trott. Die personelle Rotation sollte letztlich der Schlüssel zum Erfolg sein. Visker und Fanselow setzten sich nach einer überragenden Leistung mit 6:3, 7:5 gegen Donald/Cigarran durch, während Schell und Müller mit einer überzeugenden Leistung und einem klaren 6:2, 6:2-Sieg gegen Ramskogler/Welte den entscheidenden fünften Matchpunkt zum umjubelten 5:4-Gesamtsieg einfuhren.
Im Stenogramm / Einzel: Arthur Weber – Matthew William Donald 3:6, 5:7; Niels Visker – Kai Wehnelt 6:3, 7:6; Niklas Schell – Thiago Cigarran 6:4, 6:1; Sebastian Fanselow – Gregor Ramskogler 6:2, 6:2; Calvin Müller – Milan Welte 5:7, 5:7; Aryan Saleh – Mick Veldheer 2:6, 3:6. – Doppel: Visker/Fanselow – Donald/Cigarran 6:3, 7:5; Weber/Saleh – Wehnelt/Veldheer 2:6, 4:6; Schell/Müller – Ramskogler/Welte 6:2, 6:2.
FTC Palmengarten – TC Bad Vilbel 8:1: „Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, die Gastgeber waren einfach auf jeder Position stärker besetzt als wir“, musste Trott anerkennen.
Bereits nach den Einzeln war das Spiel beim designierten Meister aus Frankfurt beim Stand von 6:0 entschieden. Lediglich eines der drei Doppel ging am Ende an die Gäste. In der ersten Einzelrunde setzte sich der Brasilianer Joao Lucas Reis da Silva mit 6:3, 6:4 gegen Niels Visker durch. Für Sebastian Fanselow gab es gegen den Argentinier Facundo Mena beim klaren 4:6, 1:6 ebenso wenig zu holen wie für Aryan Saleh beim 4:6, 2:6 gegen den Kroaten Pedro Cachin.
In der zweiten Einzelrunde setzte sich die Überlegenheit des FTC Palmengarten fort. An der Spitzenposition ließ der Kroate Damir Dzumhur, ehemalige Nummer 23 der ATP-Weltrangliste, Arthur Weber beim 6:2, 6:1 kaum eine Chance. Auch der Italiener Andrea Collarini behauptete sich an Position drei gegen Niklas Schell glatt in zwei Sätzen. Das spannendste Einzel lieferten sich Florian Broska und Calvin Müller. Nach einem klaren ersten Satz musste Broska im zweiten Durchgang in den Tiebreak, behielt dort jedoch die Nerven und machte mit 6:2, 7:6 den sechsten Einzelerfolg perfekt.
Auch in den Doppeln überzeugten Reis da Silva und Mena überzeugten beim 6:2, 6:2 gegen Weber/Fanselow. Den Ehrenpunkt für Bad Vilbel sicherten Visker und Schell, die gegen Collarini/Cachin mit 6:4, 6:4 die Oberhand behielten. Im dritten Doppel stellten Marek Gengel und Florian Broska mit einem 6:4, 6:3 gegen Müller/Saleh den 8:1-Endstand her.
Im Stenogramm / Einzel: Damir Dzumhur – Arthur Weber 6:2, 6:1; Joao Lucas Reis da Silva – Niels Visker 6:3, 6:4; Andrea Collarini – Niklas Schell 6:2, 6:4; Facundo Mena – Sebastian Fanselow 6:4, 6:1; Florian Broska – Calvin Müller 6:2, 7:6; Pedro Cachin – Aryan Saleh 6:4, 6:2. – Doppel: Reis da Silva/Mena – Weber/Fanselow 6:2, 6:2; Collarini/Cachin – Visker/Schell 4:6, 4:6; Gengel/Broska – Müller/Saleh 6:4, 6:3.