Polizei Hamburg: Tödlicher Streit in Farmsen-Berne – Tatverdächtiger (22) wieder auf freiem Fuß

Bei einer Auseinandersetzung nahe dem U-Bahnhof Berne wurde ein 24-Jähriger tödlich verletzt.Ein 19-Jähriger erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, ist inzwischen aber stabil.Ein Tatverdächtiger konnte festgeno...

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Polizei Hamburg: Tödlicher Streit in Farmsen-Berne – Tatverdächtiger (22) wieder auf freiem Fuß
  • Bei einer Auseinandersetzung nahe dem U-Bahnhof Berne wurde ein 24-Jähriger tödlich verletzt.
  • Ein 19-Jähriger erlitt lebensbedrohliche Verletzungen, ist inzwischen aber stabil.
  • Ein Tatverdächtiger konnte festgenommen werden, ist nun aber wieder auf freiem Fuß.

Der Tatverdächtige, der nach der tödlichen Auseinandersetzung am U-Bahnhof Berne in der Nacht zu Sonntag (26. Juli) festgenommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß. Haftgründe habe es nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Gegen den 22-Jährigen wird demnach wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt, nicht aber wegen eines Tötungsdeliktes. Auch nach seiner Freilassung gehen die Ermittler davon aus, dass er an der Auseinandersetzung beteiligt war, heißt es.

Am Berner Heerweg in Farmsen-Berne war am späten Sonnabendabend während einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern ein 24-Jähriger tödlich verletzt worden. Ein 19-Jähriger erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Tödlicher Streit in Farmsen-Berne: Mann stirbt nach Schüssen und Stichen im Krankenhaus

Die Polizei Hamburg wurde gegen 22.40 Uhr alarmiert. Der Auslöser des Streits, an dem den bisherigen Erkenntnissen zufolge vier Männer beteiligt gewesen sein sollen und bei dem offenbar auch eine Schreckschusswaffe und Messer zum Einsatz kamen, ist bislang unklar.

Nach Abendblatt-Informationen konnte sich der 19-Jährige zur Straße Berner Koppel retten. Dort sei er von Polizisten und Feuerwehrleuten entdeckt und versorgt worden. Er wurde lebensbedrohlich verletzt in ein Krankenhaus transportiert und notoperiert. Inzwischen habe sich sein Zustand stabilisiert, so ein Polizeisprecher am Sonntagnachmittag.

Am späten Sonnabendabend sind in Hamburg-Farmsen-Berne während eines Streits zwei Männer lebensgefährlich verletzt worden. Beide kamen in ein Krankenhaus. Einer der Verletzten verstarb in der Nacht.

Am späten Sonnabendabend sind in Hamburg-Farmsen-Berne während eines Streits zwei Männer lebensgefährlich verletzt worden. Beide kamen in ein Krankenhaus. Einer der Verletzten verstarb in der Nacht.© Michael Arning

Der 24-Jährige wurde demnach nahe dem Tatort auf einem Gehweg gefunden und vor Ort medizinisch versorgt. Er soll mehrere Stichwunden an Hals und Rücken erlitten haben und kam mit einem Rettungswagen und unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus. Dort sei er wenig später seinen Verletzungen erlegen, so die Polizei.

Nach Bluttat in Farmsen-Berne: Polizei findet Messer und Schreckschusswaffe bei 22-Jährigem

Nach Abendblatt-Informationen konnte die Polizei den nun wieder freigelassenen Tatverdächtigen auf dem Berner Heerweg, Höhe Berner Brücke, festnehmen. Der 22-Jährige war zuvor laut Polizei mit einem Taxi vom Tatort geflüchtet. Bei ihm sollen die Beamten mehrere Messer und eine Schreckschusswaffe gefunden haben. Der 22-Jährige soll zudem eine schusssichere Weste getragen haben.

Eine Polizistin spricht mit dem Tatverdächtigen, der nahe dem Tatort festgenommen wurde.

Eine Polizistin spricht mit dem Tatverdächtigen, der nahe dem Tatort festgenommen wurde. © Michael Arning

Der Kriminaldauerdienst übernahm die erste Tatortarbeit. Noch in der Nacht übernahm dann die Mordkommission in Abstimmung mit der Abteilung für Kapitaldelikte bei der Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen. Ein Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes betreute die Zeugen und Angehörigen.

Tödlicher Streit am U-Bahnhof Berne: Weiterer Mann ist noch immer auf der Flucht

Der vierte Mann war am Sonntagnachmittag weiter flüchtig. Die Maßnahmen zu seiner Identifizierung liefen noch, hieß es von der Polizei.

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Zur weiteren Aufklärung des Tatverlaufs bitten die Ermittler Personen, die die Auseinandersetzung beobachtet haben oder anderweitig Hinweise zu dem noch unbekannten Beteiligten geben können, sich unter der Nummer 040 4286-567 89 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.

mit dpa