Toiletten-Sanierung kostet 95.000 Euro – mehr als doppelt so viel wie geplant

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Toiletten-Sanierung kostet 95.000 Euro – mehr als doppelt so viel wie geplant

Stand: 24.07.2026, 18:00 Uhr

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WC-Anlage

Ein dringendes Bedürfnis ist die Sanierung der Toiletten in der Pastettener Grundschule (Symbolbild). © Bernd Thissen/

Die Toiletten im Erdgeschoss der Grundschule Pastetten stammen aus dem Jahr 1992 und müssen dringend erneuert werden. Von sieben angeschriebenen Firmen gab nur eine ein Angebot ab.

Pastetten – Hier ist das dringende Bedürfnis mal auf der anderen Seite: Die Toilettenanlagen für Buben und Mädchen im Erdgeschoss der Grundschule Pastetten sind so sehr in die Jahre gekommen, dass sie schnell erneuert werden sollen. Wie Bürgermeister Andreas Wagner (BIG) im Gemeinderat mitteilte, entstanden die Anlagen mit dem Erweiterungsbau im Jahr 1992. „Die sind mittlerweile also 34 Jahre alt“, rechnete er vor.

Die Gemeinderäte hatten bei einem Ortstermin in der Schule auch den Zustand der Toiletten angeschaut. Im Buben-WC sind sechs Urinale mit fünf Trennwänden, zwei Kabinen und zwei Waschbecken zu erneuern, bei den Mädchen sind es zwei Waschbecken und sechs Kabinen – eine davon wird als Putzmittellager genutzt. Dieses soll bei einer Sanierung vergrößert werden. Außerdem müssen in beiden WCs die Boden- und Wandfliesen erneuert werden.

„Hinzu kommen unter anderem noch die Montage der Heizkörper, die Baustelleneinrichtung, die Staubschutzmaßnahmen und die Entsorgung des alten Materials“, listete Wagner auf. Sieben Firmen habe man angeschrieben. „Davon haben drei abgesagt, drei haben nicht reagiert. Es gibt also nur ein einziges Angebot“, so der Bürgermeister. Und das beläuft sich auf 95.000 Euro – das ist mehr als doppelt so viel wie der Ansatz von 40.000 Euro für diese Sanierung im Haushaltsplan 2026.

Wagner erklärte, dass das eine frühere Schätzung war. Aus heutiger Sicht sei eine komplette Grundsanierung beider Anlagen wesentlich sinnvoller als eine bloße Reparatur. Dass etwas passieren muss, machte Stefan Schatz vom Bauamt deutlich. „Im gegenwärtigen Zustand sind die Toiletten nicht mehr lange nutzbar, auch die Leitungen sollten erneuert werden, bevor sie kaputtgehen.“

Alois Zollner (CSU) wollte wissen, ob die Lehrertoilette auch mit dabei sei. Das verneinte Schatz und wies darauf hin, dass als nächstes die Toiletten im ersten Stock fällig seien. Zollner erwähnte auch die WCs im Keller. „Die schauen aus unserer Sicht noch schlimmer aus. Das heißt, wir geben 95.000 Euro aus. Dieser Betrag kommt dann noch mal dazu und dann noch mal X-Tausende?“ Wagner meinte, dass man das Jahr für Jahr machen könne, um den großen Batzen nicht auf einmal zu haben.

Gerhard Nußrainer (FWE) schlug vor, mit den Leitungen von oben anzufangen, wenn man es ordentlich machen wolle. Schatz erklärte, dass man nicht alle gleichzeitig bearbeiten könne, ein Teil müsse nutzbar bleiben. Für Alexandra Rötzer (CSU) „ist es egal, ob wir oben oder unten anfangen, Hauptsache es passiert etwas, und wir senden ein Signal an die Schulfamilie, dass es vorangeht“.

Alice Lorenz (Grüne) griff einen Vorschlag aus der Diskussion auf, ein Komplettangebot einzuholen und dann stufenweise zu sanieren. „Fragen kostet ja nichts. Vielleicht wird es billiger, und wir können es dann finanziell stemmen.“ Wagner möchte sich mit der Firma in Verbindung setzen und auch abklären, wie die Maßnahme am sinnvollsten umgesetzt werden kann. Gefasst wurde der Beschluss für die höhere Ausgabe dann einstimmig ohne den Verweis auf das Erdgeschoss.