(+) St. Paulis neues Gerüst: Diese Fragen bleiben offen

Anzeige FC St. Pauli Trotz einiger Fragezeichen: So sieht St. Paulis neues Gerüst aus Bislang tanzt beim FC St. Pauli...

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(+) St. Paulis neues Gerüst: Diese Fragen bleiben offen

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FC St. Pauli

Trotz einiger Fragezeichen: So sieht St. Paulis neues Gerüst aus

Bislang tanzt beim FC St. Pauli niemand aus der Reihe.
Witters

Nach dem Abstieg ist der Umbruch im Kader nahezu komplett vollzogen. Wer noch gehen könnte – und wo Verstärkung kommen soll.

Es tut sich eine ganze Menge beim FC St. Pauli zwischen den Spielzeiten 2025/26 und 2026/27. Teils gewollt, teils unfreiwillig. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga muss sich der Kiezklub ein kleines bisschen neu erfinden, um bei der Landung in der 2. Liga möglichst weich aufzuschlagen. Im Trainingslager in Flachau werden die Konturen deutlich, wie der neue Trainer Marcel Rapp taktisch und personell denkt.

Unspektakulär geht es dabei zwischen den Pfosten zu. Dass Ben Voll die Nachfolge des abgewanderten Nikola Vasilj antreten würde, ist von langer Hand geplant und war absehbar. Weiterhin offen ist hingegen, wie man sich dahinter aufstellt. In Simon Spari gibt es aktuell nur einen Vertreter, ein Torhüter soll und wird noch kommen.

In der Abwehr setzt Rapp wie Vorgänger Ale­xander Blessin auf eine Dreierkette. Stand jetzt haben Neuzugang Marcus Mathisen, David Nemeth und Tomoya Ando die Nase bei der Besetzung vorn, wobei Mathisen aus dem Zentrum agieren würde. Nemeth und Ando können auf allen drei Positionen eingesetzt werden. Erste Alternative für die linke Position ist Lars Ritzka, Adam Dzwigala greift wegen länger anhaltender muskulärer Probleme erst jetzt so richtig in den Kampf um die Plätze ein. Dazu kommen mit Jannik Robatsch und Jannik Westphal zwei Youngster, die eine gute Vorbereitung absolvieren.

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In St. Paulis Mittelfeld bleiben viele Fragezeichen

Unklar ist generell die Personalie Eric Smith. Der Schwede wäre sowohl für die Abwehr als auch fürs nun folgende Mittelfeld natürlich ein Startelf-Kandidat, ist und bleibt aber abwanderungswillig. Selbiges trifft auf Joel Chima Fujita zu. Geht man auch beim Japaner davon aus, dass er St. Pauli noch verlässt, könnte es im Zentrum eng werden. Dort hat sich Mathias Rasmussen etabliert, als offensive Variante ist Branimir Hrgota ganz weit vorn. Auch Connor Metcalfe, so er denn bleibt, könnte dort spielen, Jackson Irvine selbstredend ebenso, nur halt etwas defensiver. Aber auch seine Zukunft ist unklar. Neuzugang Sam Klein fehlt zurzeit verletzt, Nick Schmidt, Rawley St. John und Marwin Schmitz werden wohl vor allem für die Regionalliga-Mannschaft wichtig werden.

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Scott Banks, Branimir Hrgota, Lars Ritzka und Louis Oppie beim Training in Flachau.
Branimir Hrgota (2.v.l.) hinterlässt bislang einen guten Eindruck.
FrankPeters

Eine tragende Rolle kommt im System Rapp den Schienenspielern zu. Hier haben aktuell Arkadiusz Pyrka (rechts) und Louis Oppie (links) die Nase vorn. Rechts braucht es für Manolis Saliakas, den es zu Olympiakos Piräus zieht, Ersatz. Links ist Erik Ahlstrand erster Oppie-Vertreter.

Ausgesprochen facetten- und variantenreich geht es in vorderster Front zu. Zwar ist es ein herber Rückschlag, dass in Abdoulie Ceesay der Mann, der in den vergangenen Monaten den größten Schritt nach vorne gemacht hat, einige Wochen ausfallen wird wegen seiner Sprunggelenkverletzung. Aber wirbeln könnte der Kiezklub auch ohne den 22-Jährigen.

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Positive Signale von Kaars und Jones

Martijn Kaars ist kaum wiederzuerkennen, wirkt selbstbewusst, witzig, ist ein in jeder Hinsicht belebendes Element. Mit Ricky-Jade Jones verhält es sich als Persönlichkeit ähnlich, als Sportler wird auch er wichtig werden. Hrgotas Stärken sind bekannt, die von Taichi Hara noch nicht. Es scheint, als wäre der Japaner nach verkorkster erster Halbserie bei St. Pauli nun richtig angekommen.

Und dann wäre da auch noch Scott Banks. Der Schotte hat sich nach seinem Leihjahr mit großem Engagement und viel Elan in eine konkurrenzfähige Situation gebracht. Zu guter Letzt ist auch Haron Sabah aus der U23 durchaus jemand, der im Lauf der Vorbereitung auf sich aufmerksam gemacht hat.

Unterm Strich ist der FC St. Pauli dafür, dass ein Abstieg verkraftet und ein personeller Umbruch mittlerer Größenordnung vollzogen werden musste und muss, schon ziemlich weit, wenn es darum geht, das neue Gerüst zu bilden. Auch wenn die Zukunft von grundsätzlich wichtigen Profis wie Eric Smith, Connor Metcalfe, Jackson Irvine und Joel Chima Fujita noch unklar ist: Mit David Nemeth, Marcus Mathisen, Mathias Rasmussen oder Branimir Hrgota scheint es bereits jetzt ausreichend tragende Säulen zu geben.

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