Trump lobt «Freedom Fuel»: 3 Patrioten senken Benzinpreise
Publiziert20. Juli 2026, 13:09Billiges BenzinTrump lobt «Freedom Fuel»: Diese 3 «Patrioten» stecken dahinterWährend des Irankriegs tauchen Tankstellen auf, die das Benzin 50 Cent unter dem Marktpreis verkaufen....
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Publiziert20. Juli 2026, 13:09
Billiges BenzinTrump lobt «Freedom Fuel»: Diese 3 «Patrioten» stecken dahinter
Während des Irankriegs tauchen Tankstellen auf, die das Benzin 50 Cent unter dem Marktpreis verkaufen. Verschwörungstheorien bringen Trump damit in Verbindung. Nun ist bekannt, wer dahinter steckt.

Darum gehts
- Das Freedom Fuel Network in den USA verkauft Benzin während des Irankriegs 50 Cent unter dem Marktpreis.
- Trump lobte das Netzwerk öffentlich.
- «Politico» hat die Gründer identifiziert: ein Football-Coach, ein Investor und ein Tankstellenbetreiber.
«Dieser Händler geht mit gutem Beispiel voran, und andere sollten seinem Beispiel folgen», schrieb Trump auf seiner Social-Media-Plattform am 2. Juli. Kurz zuvor wurde das «Freedom Fuel Network» gegründet. Seine Tankstellen bieten Benzin 50 Cent günstiger als der Marktpreis an. Und das während des Preisanstiegs durch den Irankrieg.
Wie ist das möglich? Das fragten sich viele in den USA. Verschwörungstheorien wurden aufgestellt. Trump oder die US-Regierung selbst steckten dahinter, um bei den Wahlen im November besser dazustehen, wurde vermutet. Die undurchsichtige Struktur des Networks gab den Theorien Aufwind. Doch nun ist klar, wer dahinter steckt.

Football und kuriose Geschäftspraktiken
Das Freedom Fuel Network betreibt 25 Tankstellen in Philadelphia und New Jersey. Die Firma wurde gerade mal eine Woche vor Trumps öffentlichen Lob gegründet. Doch die Regierung betonte, dass sie nichts damit zu tun habe. «Die Regierung ist weder an dem Unternehmen beteiligt, noch hat sie dem Unternehmen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Es gibt keine andere Einrichtung oder Person, die die niedrigeren Benzinkosten subventioniert», sagte ein Sprecher auf Anfrage von CNN.
«Politico» hat nun Einsicht in die Gründungsdokumente erhalten. Darauf sind zwei Unterschriften, die auf die Gründer hinweisen. Eine dritte Person konnte ebenfalls mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden. Das ist über die «Benzin-Patrioten» bekannt:
Randy Brown, der Football-Coach
Eine der zwei Unterschriften auf den Gründungsdokumenten ist Randy Brown. Der Mann ist Trainer der Special Teams der Baltimore Ravens. Special Teams sind im Football jene Mannschaftsteile, die weder offensiv noch defensiv spielen, sondern für spezielle Situationen eingewechselt werden. Brown ist auch ehemaliger Bürgermeister von Evesham Township in New Jersey und hat schon mehrmals versucht, für die Republikaner in den Kongress oder zum Gouverneur gewählt zu werden.

Yoni Gontownik, der Investor
Gontownik war früher Investmentdirektor bei dem weltweit tätigen Rohstoffhandelsunternehmen Mercuria. Er und seine Frau richten Spendenveranstaltungen für republikanische Abgeordnete in New Jersey aus. Dies tun sie über das pro-israelische Aktionskomitee Norpac. Gontownik schreibt auch für «The Jewish Link», ein lokales Medium in New Jersey und ist «aktiv an der Interessenvertretung der jüdischen Gemeinschaft involviert», wie in seiner Autorenbiografie steht.

Shamikh Kazmi, der Tankstellen-Besitzer
Kazmi ist als Betreiber von 17 Tankstellen in New Jersey gelistet – darunter fünf im Freedom Fuel Network. Der Mann war in den letzten Jahren wegen seiner Geschäftspraktiken in der Kraftstoffbranche in mehrere Bundesgerichtsverfahren verwickelt. Zum Beispiel wurde ihm vorgeworfen, 2021 Benzin im Wert von 667'000 Dollar entgegengenommen zu haben, ohne es vollständig zu bezahlen. Kazmi wies die Vorwürfe zurück. Der Richter erliess ein Versäumnisurteil wegen «wiederholter Missachtung gerichtlicher Anordnungen» durch den Angeklagten. In einem anderen Verfahren entschied ein Richter im Januar, dass Kazmis Unternehmen Mietzahlungen in Höhe von mehr als 700'000 Dollar für 17 von ihm in Florida betriebene Tankstellen nicht geleistet hatte.

«Stolz auf patriotisches Engagement»
Freedom Fuel Network erklärte in einer auf seiner Website veröffentlichten Stellungnahme, es handele sich um ein «Unternehmen in Privatbesitz, das stolz auf sein patriotisches Engagement ist und das auf den Aufruf von Präsident Trump reagierte, die Preise an den Tankstellen zu senken». Die drei genannten Personen haben auf Anfragen von «Politico» jeweils nicht reagiert.

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.
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