Omas Goldketten vom Hals gerissen: Polizei Hagen fasst mutmaßlichen Räuber

Der 44-jährige Mann wurde am Freitag nach einem Haftbefehl des Amtsgerichts Hagen in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Er wird verdächtigt, insgesamt sechs Mal zwischen Ende Juni und Anfang Juli zugegriffen ...

  • 2 min read
Omas Goldketten vom Hals gerissen: Polizei Hagen fasst mutmaßlichen Räuber

Der 44-jährige Mann wurde am Freitag nach einem Haftbefehl des Amtsgerichts Hagen in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Er wird verdächtigt, insgesamt sechs Mal zwischen Ende Juni und Anfang Juli zugegriffen zu haben – immer mit älteren Menschen als Opfer.

Teilweise habe der mutmaßliche Täter die Seniorinnen und Senioren unter einem Vorwand angesprochen, so die Polizei Hagen. Das Ziel war offenbar, Halsketten, Handtaschen oder Geldbörsen zu stehlen.

Überfälle auf Senioren vereitelt

Zum Beispiel Anfang Juli in der Hagener Innenstadt: Ein 81-Jähriger lud gerade seinen Rollator in den Kofferraum eines Autos, als ihn der Tatverdächtige mit einem Stadtplan und mehreren Zetteln nach dem Weg fragte. Dann sei der Mann mit der Umhängetasche des Seniors geflüchtet. Allerdings kam er nicht weit: Bei einem Zusammenstoß mit einer Passantin fiel die Tasche zu Boden. Sie konnte dem Opfer zurückgegeben werden.

An der Ausfahrt eines Parkhauses in Bahnhofsnähe verwickelte der Tatverdächtige im Juni eine 88-Jährige in ein Gespräch und versuchte dann, ihre Goldkette durch das geöffnete Autofenster abzureißen. Die Seniorin gab Gas und konnte mit dem Schrecken und ihrer Kette unverletzt entkommen.

Opfer zwischen 79 und 88 Jahren alt

Andere Fälle gingen nicht so glimpflich aus. Eine 85-Jährige wurde vor ihrem Wohnhaus im Stadtteil Ischeland unter einem Vorwand angesprochen. Dann drängte sie der Täter in den Hausflur, riss ihre Halskette ab und flüchtete. Ein 84-Jähriger wurde in der Hagener Fußgängerzone von hinten angegriffen und so zu Boden gestoßen, dass er sich verletzte. Der Täter flüchtete mit der Geldbörse des Seniors.

Das zuständige Kriminalkommissariat konnte die insgesamt sechs Fälle zusammenführen und aus Spuren und Zeugenhinweisen den 44-jährigen Verdächtigen ermitteln. Der Mann ist den Angaben zufolge polizeibekannt. Die Ermittlungen laufen weiter.