Ukraine-News: Selenskyj hofft auf Frieden im Ukraine-Krieg bis Herbst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft, Russland bis Herbst so unter Druck zu setzen, dass es einem Ende des Krieges zustimmt. Russlands Präsidenten Wladimir Putin warf er vor, ein Kriegsende hinauszuzögern.

  • 8 min read
Ukraine-News: Selenskyj hofft auf Frieden im Ukraine-Krieg bis Herbst
Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte das NATO Gipfeltreffen in Ramstein.

Ukraine-News

von MDR AKTUELL

Stand: 03.08.2026 19:37 Uhr

  • Selenskyj hofft auf Frieden im Ukraine-Krieg bis Herbst
  • Ukrainischer Drohnenangriff auf Wildberries-Lager in Region Wladimir
  • Die Kriegsereignisse gestern in einem kurzen Überblick
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

19:25 Uhr

Selenskyj hofft auf Frieden im Ukraine-Krieg bis Herbst

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft, Russland bis Herbst so unter Druck zu setzen, dass es einem Ende des Krieges zustimmt. Wann genau dies sein werde, lasse sich nicht vorhersagen, sagte er vor den versammelten Botschaftern der Ukraine in Kiew. Ukrainische Drohnenangriffe auf mittlere und lange Distanz, Sanktionen des Auslands und diplomatische Anstrengungen müssten zusammenwirken, um Russland "keine Alternative zu einem Frieden" zu lassen. "Wir werden hart daran arbeiten, damit das bis zum Herbst passiert." Zugleich richtete sich Selenskyj auch auf einen weiteren Kriegswinter ein. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin warf er vor, ein Kriegsende hinauszuzögern und eine weitere Mobilisierung vorzubereiten. (Quelle: dpa)


17:12 Uhr

Ukrainisches Militär-Portal meldet russisches Vorrücken bei Kostjantyniwka

Das ukrainische Militär-Portal Deepstate hat ein weiteres russisches Vorrücken in der Nähe der wichtigen Stadt Kostjantyniwka in der ostukrainischen Region Donezk gemeldet. Die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform meldete unter Verweis auf die jüngste Einsatzinformation des ukrainischen Generalstabs für den Frontabschnitt Kostjantyniwka 20 russische Angriffsversuche. Laut aktueller Deepstate-Karte kontrollieren die Russen jedoch kaum bebautes Stadtgebiet. Ein Großteil der Stadt wird demnach nur als umkämpfte Grauzone angegeben. Der Kreml hatte bereits Anfang Juli die vollständige Einnahme von Kostjantyniwka gemeldet, was die Ukraine dementierte. Die Deutsche Presse-Agentur berichtete am 22. Juli, dass Kiew unter Ex-Armeechef Olexander Syrskyj "zuletzt weitgehend die Kontrolle über die wichtige Stadt Kostjantyniwka" verloren hatte. (Quellen: Deepstate, Ukrinform, tagesschau.de, dpa)


16:06 Uhr

Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen in Schwarzmeer-Region

In der Schwarzmeer-Region sind bei ukrainischen Angriffen mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Laut dem Gouverneur des südrussischen Gebiets Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, wurden in dem Badeort Archipo-Ossipowka sechs Personen getötet. Drei von ihnen seien minderjährig gewesen. Weitere 40 Menschen seien verletzt worden. Kondratjew zufolge waren Drohnentrümmer herabgestürzt. Er warf Kiew einen Angriff auf die Zivilbevölkerung vor, die nichts mit Militärinfrastruktur zu tun habe. Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim stieg die Zahl der Toten infolge eines ukrainischen Angriffs nach Angaben von Gouverneur Sergej Aksjonow auf vier Menschen. (Quelle: dpa)


15:52 Uhr

Selenskyj fordert härtere Sanktionen gegen russische Raketen-Hersteller

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die internationalen Partner seines Landes zu härteren Sanktionen gegenüber den Herstellern russischer ballistischer Raketen sowie gegen deren Lieferanten aufgefordert. Selenskyj sagte der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform, die ballistische Bedroung aus Russland wachse, doch russische Unternehmen, die ballistische Raketen herstellen, würden keinen strengen globalen Sanktionen unterliegen. Der ukrainische Staatschef nannte in dem Zusammenhang unter anderem die USA, das Vereinigte Königreich, Japan und die Schweiz. (Quelle: Ukrinform)


15:36 Uhr

Tote bei russischem Angriff im Gebiet Dnipropetrowsk

Bei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk sind nach Angaben des Gouverneurs drei Menschen getötet worden. Die russischen Truppen haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Tankstellen in der gesamten Ukraine verstärkt. (Quelle: Reuters)


13:08 Uhr

Selenskyj will Umerow zum Geheimdienstchef machen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den Chefunterhändler Rustem Umjerow zum Chef des Auslandsgeheimdienstes ernennen. Das meldet der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Ukraine. Umjerow ist bislang der Chefunterhändler der Ukraine bei den von den USA unterstützten Gesprächen mit Russland.

Präsident Wolodymyr Selenskyj besuchte das NATO Gipfeltreffen in Ramstein.

Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Rustem Umjerow beim Nato-Gipfeltreffen 2024 in Ramstein.


11:43 Uhr

Russland verstärkt Kampfhandlungen im Schwarzen Meer

Russland hat nach eigenen Angaben drei Schiffe mit Militärgütern im ukrainischen Teil des Schwarzen Meeres sowie ein Frachtschiff im Hafen von Mykolajiw getroffen. Von ukrainischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Zudem kündigte Russland an, seine Frachtschiffe im Asowschen und im Schwarzen Meer künftig besser vor Drohnenangriffen zu schützen. Dem Verkehrsministerium zufolge ist die Lage wegen der vielen Attacken angespannt. Es werde daran gearbeitet, den Güterverkehr aufrechtzuerhalten.


10:45 Uhr

Update: Sechs Tote in Südrussland und auf der Krim

In Südrussland sind nach Behördenangaben drei Menschen durch herabstürzende Drohnen-Trümmer getötet worden. 13 Menschen seien zudem verletzt worden, darunter mehrere Kinder. Getroffen worden sei das Dorf Archipo-Ossipowka in der Nähe der Stadt Gelendschik.

Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim starben nach Angaben des Gouverneurs bei einem ukrainiischen Angriff in der Nacht drei Zivilisten. Zwei weitere seien verletzt worden, (Quelle: Reuters)


09:38 Uhr

BBC: 236.000 getötete russische Soldaten identifiziert

Der russische Dienst der BBC und das unabhängige russische Medienportal Mediazona haben zusammen die Identität von 236.066 russischen Militärangehörigen bestätigt, die in der Ukraine getötet wurden. Seit dem letzten Stand vor zwei Wochen stieg die Zahl demnach um 2.867. Die Daten basieren auf öffentliche Quellen wie Nachrufe, regionale Medienberichte, lokale Behördenaussagen sowie Beiträge von Verwandten. Mediazona und BBC zufolge liegen die tatsächlichen Zahlen höher.

Russland und die Ukraine veröffentlichen keine offizielle Opferzahlen. Zuletzt hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj deutlich höhere russische Werte genannt – etwa 700.000 Tote und 900.000 Verletzte. Auf ukrainischer Seite schwanken seine Angaben zwischen 50.000 und 55.000 Todesopfern sowie etwa 400.000 Verwundeten. (Quelle: Mediazona/BBC)


08:15 Uhr

Neuer Drohnenangriff auf russischen Online-Versandhändler Wildberries

Der russische Online-Händler Wildberries hat einen Angriff auf sein Logistikzentren in der russischen Region Wladimir bestätigt. Dort sei am Morgen ein Feuer ausgebrochen. Nach Behördenangaben wurde ein Mensch verletzt. Bilder und Videos auf Social-Media-Portalen zeigen eine Rauchwolke über dem Standort rund 180 Kilometer östlich von Moskau.


Die Ukraine hat seit zwei Wochen etwa 20 Lagerhäuser des russischen Marktführers angegriffen. Das stört die russische Konsumwirtschaft. Die Ukraine argumentiert zudem, über den Online-Händler werde das russische Militär beliefert, etwa mit Drohnentechnik und Schutzwesten. Laut dem britischen "Guardian" ist Wildberries auch Partner russischer Banken und damit Teil der Finanzwirtschaft. (Quelle: Reuters)

Rauchwolken über Logistikzentrum des russischen Versandhändlers Wildberries nach ukrainischem Drohnenangriff Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Podcast

#355 Wildberries - Russlands Online-Riese im Visier

Warum attackiert die Ukraine den russischen Onlinehändler Wildberries? Ex-Nato-General Bühler erklärt die militärische Bedeutung und diskutiert, wo die Grenze zwischen Kriegslogik und Völkerrecht verläuft.


04:50 Uhr

Schüsse in Rekrutierungszentrum in Odessa – vier Verletzte

In einem Rekrutierungszentrum in der ukrainischen Hafenstadt Odessa hat ein Unbekannter das Feuer eröffnet und vier Mitarbeiter verletzt, einen von ihnen schwer. Der Täter flüchtete zunächst, wurde später jedoch von der Polizei festgenommen. Zu den Hintergründen und dem Motiv des Angriffs machten die Behörden zunächst keine Angaben. (Quelle: dpa)


03:19 Uhr

Mindestens 14 Tote bei gegenseitigen Angriffen

Bei gegenseitigen Angriffen in der Ukraine und Russland am Sonntag ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 14 Menschen gestiegen.

Nach russischen Angaben starben bei ukrainischen Drohnenangriffen in verschiedenen Regionen mindestens neun Menschen. In der Grenzregion Belgorod gab es demnach vier Todesopfer, in der Region Saratow an der Grenze zu Kasachstan zwei. In der mehr als tausend Kilometer von der Front entfernte Region Udmurtien wurden laut Regionalbehörden drei Menschen. Die russische Luftabwehr fing nach eigenen Angaben in der Nacht insgesamt 635 ukrainische Drohnen ab.

Löscharbeiten nach russischem Luftangriff auf ein Postzentrum in der Region Charkiw

Löscharbeiten nach russischem Luftangriff auf ein Postzentrum in der Region Charkiw

Laut ukrainischen Behörden starben bei russischen Angriffen in der Region Dnipropetrowsk mindestens zwei Menschen sowie jeweils mindestens ein Mensch in den südlichen Regionen Saporischschja und Cherson. Ein weiterer russischer Angriff zerstörte ein Postzentrum im Raum Charkiw und tötete einen Postmitarbeiter. (Quelle: AFP)


00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 2. August 2026

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind gestern mindestens sechs Menschen getötet worden. Betroffen waren die Regionen Dnipropetrowsk, Saporischschja, Cherson und Charkiw. Mindestens 36 Menschen wurden verletzt, darunter zwei Kinder.

Die Ukraine griff Russland nach Moskauer Angaben mit Hunderten Drohnen an. Das Verteidigungsministerium meldete 635 abgefangene Flugkörper. Nach russischen Angaben starben in Belgorod, Udmurtien und Engels insgesamt acht Menschen. Auch zivile Infrastruktur wurde demnach beschädigt.

Nach einer Bombenexplosion in einem Moskauer Restaurant stieg die Zahl der Toten Medienberichten zufolge auf fünf. Der Anschlag könnte dem russischen General Alexander Tschaiko gegolten haben, der dort möglicherweise seinen 55. Geburtstag feierte. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Die Hintergründe blieben unklar.


00:00 Uhr

Ukraine-News am Montag, 3. August 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Hintergründe

Der russische Angriff auf die Ukraine

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Audio | MDR AKTUELL

Was tun, Herr General? – der Podcast

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Podcast-Reihe

Putins Krieg – die Hintergründe

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.