Nächstes Infantino-Projekt vor dem Aus? Klub-WM nach Millionen-Skandal in der Kritik

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Nächstes Infantino-Projekt vor dem Aus? Klub-WM nach Millionen-Skandal in der Kritik

Vereine warten seit der Klub-WM auf 250 Millionen Dollar von der FIFA

Stand: 02.08.2026, 16:27 Uhr

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Auch über ein Jahr nach der Klub-WM warten zahlreiche Vereine auf versprochene Zahlungen. Wie es für das Turnier weitergeht, scheint völlig offen.

Zürich – Nach dem gescheiterten Investorendeal steht mit der Klub-WM nun das nächste Projekt von FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Kritik. Die FIFA hatte ursprünglich versprochen, nach dem Turnier ein Finanzpaket über insgesamt 250 Millionen Dollar an die Vereine auszuzahlen, die im Sommer 2025 nicht an der Klub-WM teilgenommen hatten. Die Zahlung ist offenbar aber auch rund 13 Monate später nicht erfolgt.

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Das geht aus einem Bericht von The Athletic hervor. Dabei beruft sich das Portal auf anonyme Quellen, die mit den Verhandlungen der FIFA und den Klubs über die Teilnahme an der nächsten Klub-WM im Sommer 2029 vertraut seien. Das Finanzpaket war als eine Art Solidaritätszahlung geplant. So sollte die finanzielle Lücke zwischen den Teilnehmern der Klub-WM, die üppige Preisgelder erhielten, und den weiteren Vereinen nicht zu groß werden.

Fehlen Europas Top-Teams bei der nächsten Klub-WM?

Gleichzeitig berichtet The Athletic, dass hinter der nächsten Ausgabe der Klub-WM große Fragezeichen stehen. Die großen europäischen Vereine hätten der Teilnahme noch nicht zugestimmt, heißt es. Bei der Premiere im vergangenen Sommer war es der FIFA gelungen, alle Schwergewichte von der Teilnahme zu überzeugen. Hauptgrund dafür war das Preisgeld.

Insgesamt rund eine Milliarde US-Dollar schüttete die FIFA an die Teilnehmer aus. Der FC Bayern etwa erhielt davon knapp 60 Millionen Euro. Ob die FIFA erneut eine derartige Menge herausgeben kann, steht allerdings in den Sternen. Die Finanzierung der zweiten Ausgabe des Turniers ist noch ungeklärt, so der Bericht weiter. Daher bleibt auch offen, mit wie viel Preisgeld die Bayern und Co. rechnen können.

Vor der vergangenen Ausgabe hatte die FIFA lange Zeit ähnliche Probleme. Erst ein brisanter Deal mit DAZN löste diese schlussendlich wenige Monate vor Beginn des Turniers. Der Streaminganbieter zahlte eine Milliarde US-Dollar für die Übertragungsrechte – kurz nachdem der staatliche Investmentfonds Saudi-Arabiens Anteile an DAZN für dieselbe Summe gekauft hatte. (hgag)