Verheerende Waldbrände: Spanien ruft "Notstand nationaler Tragweite" aus, Frankreich bittet EU um Hilfe

Naturkatastrophe Verheerende Waldbrände: Spanien ruft "Notstand nationaler Tragweite" aus, Frankreich bittet EU um Hilfe Der Notstand in Spanien gilt für die Hauptstadtregion Madrid und die nahe gelege...

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Verheerende Waldbrände: Spanien ruft "Notstand nationaler Tragweite" aus, Frankreich bittet EU um Hilfe

Naturkatastrophe

Verheerende Waldbrände: Spanien ruft "Notstand nationaler Tragweite" aus, Frankreich bittet EU um Hilfe

Der Notstand in Spanien gilt für die Hauptstadtregion Madrid und die nahe gelegene Provinz Ávila. Im Südwesten Frankreichs mussten knapp 30.000 Menschen evakuiert werden

Drei silhouettierte Personen beobachten Waldbrände in der Ferne über einer Gewässerbucht bei Nacht. Der Himmel ist von intensiven orangefarbenen Flammen und Rauchwolken erleuchtet.
Ein Brand in einem Waldgebiet nahe der Bucht von Arcachon in Frankreich.

Madrid/Paris – Wegen der verheerenden Waldbrände in Spanien hat die Regierung für zwei Regionen den "Notstand nationaler Tragweite" ausgerufen. Dieser gilt ab sofort für die Hauptstadtregion Madrid sowie in der nahe gelegenen Provinz Ávila, teilte das Innenministerium in der Nacht auf Freitag mit. Durch die Ausrufung des Notstands können mehr Mittel im Kampf gegen die Flammen mobilisiert werden. U.a. wird die Einsatzleitung automatisch in die Hände einer militärischen Kriseneinheit gelegt.

In den vergangenen Tagen sind in Spanien zahlreiche Brände ausgebrochen. Vor allem ein außer Kontrolle geratener Waldbrand westlich von Madrid besorgt Einsatzkräfte und Anrainer. Am Donnerstag wurde deshalb für 3.500 Menschen eine Evakuierung angeordnet. Bereits am Vortag hatten die Behörden in Gemeinden südwestlich der spanischen Hauptstadt wegen eines weiteren Brandes Evakuierungen verfügt. Insgesamt mussten rings um Madrid bereits 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Durch Waldbrände sind in Spanien in diesem Jahr bereits 125.000 Hektar Land verbrannt.

Dichter Rauch und eine Feuerspur auf einem Berghang während eines Waldbrands in Burgohondo, Ávila, Spanien, am 23. Juli 2026. Mehr als 300 Hektar bewaldete Fläche sind gefährdet, und der Schweregrad wurde auf IGR-Stufe 2 angehoben.
Eine Feuerspur eines Waldbrandes in der spanischen Region Ávila.

Frankreich bittet um Hilfe

Auch die Waldbrand-Situation in Frankreich wird immer dramatischer: Allein in der Region Nouvelle-Aquitaine im bei Touristen sehr beliebten Südwesten des Landes loderten in der Nacht auf Freitag zwei heftige Feuer, die nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Knapp 30.000 Menschen mussten dort evakuiert werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gab bekannt, dass er die Europäische Union um Hilfe gebeten habe.

Frankreich stehe "unter hoher Spannung", erklärte Macron. Es sei die Auslösung des europäischen Zivilschutzmechanismus' beantragt worden. Frankreich werde damit "schnell" Hilfe aus anderen Ländern für die Brandbekämpfung aus der Luft bekommen."Wir werden bald auf Verstärkung zählen können", erklärte Macron im Onlinedienst X. Unter anderem sollten Löschflugzeuge und Schwerlast-Hubschrauber aus Kroatien, Portugal, Tschechien und der Slowakei die französischen Einsatzkräfte unterstützen.

Die Flammen bedrohten vor allem den Ort Lège-Cap-Ferret. Dieser zählt rund 8.000 ständige Einwohner, im Sommer kommen aber tausende Touristen hinzu. In dem Ort seien bereits einige Häuser niedergebrannt, teilte die Feuerwehr mit. Die Behörden hatten zuvor vorsorglich die Evakuierung von fast 20.000 Menschen in der Umgebung angeordnet. In der Nacht ordneten sie zudem die Räumung mehrerer Dörfer in der Nähe an. (APA, 24.7.2026)

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