„Was ich sage, wird eintreten“: Musk sieht Ära der „unglaublichen Fülle“ nahen

Tech-Mogul Elon Musk ist für seine steilen Thesen bekannt. 2016 verkündete er, dass mithilfe seines Raumfahrtunternehmens SpaceX ab 2025 die ersten Menschen zum Mars reisen sollten. Aus dem Plan wurde bekanntli...

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„Was ich sage, wird eintreten“: Musk sieht Ära der „unglaublichen Fülle“ nahen

Tech-Mogul Elon Musk ist für seine steilen Thesen bekannt. 2016 verkündete er, dass mithilfe seines Raumfahrtunternehmens SpaceX ab 2025 die ersten Menschen zum Mars reisen sollten. Aus dem Plan wurde bekanntlich nichts.

In einem Interview des britischen Magazins „The Economist“, geführt in der Tesla-Gigafactory in Texas, wagte Musk einen neuen Blick in die Zukunft. „Die Leute machen sich nicht klar, dass das, was ich sage, eintreten wird“, sagte Musk, und prophezeite, dass die künstliche Intelligenz innerhalb der nächsten fünf Jahre die Summe aller menschlichen Intelligenz übertreffen könnte.

Binnen zehn Jahren soll der Einsatz von Robotern in der Arbeitswelt eine Ära „unglaublicher Fülle“ auslösen. KI-Systeme und Roboter werden Musk zufolge schließlich die meisten digitalen und körperlichen Jobs übernehmen – menschliche Arbeit werde „optional“.

Musk sieht auch Risiken

Ohne Arbeitsplätze, so seine These, könnte eine großangelegte Umverteilung des Vermögens erforderlich sein, um ein „universelles hohes Einkommen“ für die Menschen zu schaffen. Er selbst sei bereit, „Billionen an Steuern“ zu bezahlen. Gleichzeitig geht Musk davon aus, dass Geld ohnehin bedeutungslos werde.

In den immer leistungsstärkeren KI-Systemen sieht der Unternehmer allerdings auch Risiken. Musk schlägt vor, dass KI-Entwickler ihre Modelle gegenseitig auf Gefahren prüfen, bevor diese veröffentlicht werden. Auch China solle einbezogen werden. „Die Konkurrenten können sich gegenseitig zur Ehrlichkeit anhalten“, sagte Musk dem „Economist“.

Dafür sei er sogar bereit, das Kriegsbeil mit Sam Altman, dem Chef von OpenAI, zu begraben. Differenzen müssten „zum Wohle der Welt“ zurückstehen. Musk war zuletzt mit einer Klage gegen OpenAI gescheitert.

Seine Arbeit für Trump sieht er kritisch

Im Interview bekräftigte Musk zudem sein Vorhaben, die Menschheit zu einer multiplanetaren Spezies mit einer Kolonie auf dem Mars zu machen. Sein Unternehmen SpaceX, an dem er mehr als 80 Prozent der stimmberechtigten Anteile hält, soll dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Nach seinem Engagement für die Trump-Regierung gefragt, äußerte sich Musk selbstkritisch. Sein Einfluss und seine Spendengelder waren den Republikanern beim Wiedereinzug in das Weiße Haus eine wichtige Hilfe. Kurzzeitig übernahm Musk sogar die Leitung des eigens für ihn geschaffenen Department of Government Efficiency (DOGE). Nach einem Zerwürfnis mit Trump warf er jedoch hin. „Ich habe mich ehrlich gesagt mitreißen lassen“, sagte Musk nun. (Tsp)