Wieso alle über die Unterhose von Lamine Yamal sprechen
Der letzte Schrei Wieso alle über die Unterhose von Lamine Yamal sprechen Im WM-Finale zeigte der spanische Spieler mehrmals seine Boxershorts. Die deutsche Streetwear-Marke freut sich seither über ein...
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Der letzte Schrei
Wieso alle über die Unterhose von Lamine Yamal sprechen
Im WM-Finale zeigte der spanische Spieler mehrmals seine Boxershorts. Die deutsche Streetwear-Marke freut sich seither über einen reißenden Absatz
Kolumne
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Anne Feldkamp
Heute soll es um eine Angewohnheit gehen, an die sich viele bereits gewöhnt haben. Die Rede ist von Unterhosen mit Markenlogo, die aus den Hosenbünden hervorlugen. Wie gut das Accessoire auch als Werbemittel funktioniert, hat unlängst der spanische Fußballstar Lamine Yamal vorgeführt. Für das Finale der Fußballweltmeisterschaft stattete er sich nämlich mit Boxershorts des Frankfurter Streetwearlabels 6PM aus.
Der Profi wusste, was er tat: Während des Spiels und bei der Siegesfeier im MetLife Stadium in New Jersey zog er immer wieder sein Trikot hoch. Eine smartere Werbeaktion geht wohl kaum: 1,12 Milliarden Menschen sollen das Finalspiel gesehen haben. Und damit auch den prägnanten Schriftzug der deutschen Marke.
Das Unternehmen, das der Influencer Achraf Ait Bouzalim 2016 gegründet hat, wusste den Moment für sich zu nutzen. Auf Social Media ging ein Dank in die Welt hinaus: "Wir behaupten ja nicht, dass sie dich besser treffen lassen, aber Glückwunsch @lamineyamal zum Gewinn der Weltmeisterschaft 2026 mit La Roja!"
Dass der 19-Jährige Lamine Yamal seine Fußballhosen auf Halbmast trägt, verwundert wenig. Was schon in den Neunzigerjahren ein Ding war, nämlich Boxershorts unter Jeans nach Luft schnappen zu lassen, wird seit ein paar Jahren in der Männermode (und ja, längst auch geschlechterübergreifend) zelebriert. Auf den Laufstegen der Luxusmodeunternehmen haben sich Boxershorts zu einem ernst zu nehmenden Styling-Element gemausert.
Mittlerweile sichtet man jene Logo-Blitzer sogar am Beckenrand der Freibäder. Unterhosen werden nämlich nicht nur unter Fußball-, sondern auch unter Badeshorts getragen. In vielen Fällen nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus modischen Beweggründen. Unter den Badehosen schauen nämlich Boxershorts mit Markenschriftzug hervor: Auch Calvin Klein, Boss oder Tommy Hilfiger steigen mit ins Wasser.
Anders sieht die Sache bei Yamal aus. Dass er sich für das Finale nicht für den Namen eines großen Werbepartners, sondern die Boxershorts eines Frankfurter Streetwearlabels entschied (Kostenpunkt: 30 Euro pro Doppelpack), ist ein ziemlich sympathischer Schachzug. Und dürfte ein Grund für die Begeisterung sein, die der WM-Blitzer ausgelöst hat. (Anne Feldkamp, 22.7.2026)
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