Wimbledon: Noskova triumphiert in epischem Frauen-Endspiel gegen Muchova
Nachdem es zunächst nach einem schnellen Triumph ausgesehen hatte, musste Linda Noskova im rein tschechischen Wimbledon-Finale gegen Karolina Muchova noch kämpfen - und durfte am Ende doch jubeln.
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Dreisatz-Drama gegen Muchova Noskova nach Berg- und Talfahrt Wimbledon-Siegerin
Stand: 11.07.2026 • 20:10 Uhr
Nachdem es zunächst nach einem schnellen Triumph ausgesehen hatte, musste Linda Noskova im rein tschechischen Wimbledon-Finale gegen Karolina Muchova noch kämpfen - und durfte am Ende doch jubeln.
Mit 6:2, 5:7 und 6:3 holte sich die 21-Jährige am Samstag (11.07.2026) gegen Muchova ihren ersten Grand-Slam-Titel und überstand damit das Drama, im zweiten Satz eine klare Führung und fünf Matchbälle hergegeben zu haben. Am Ende war es aber Freude pur bei Noskova, die die dritte tschechische Siegerin der jüngsten vier Turniere an der Church Road ist. Zuvor hatte sie gerade einmal zwei WTA-Turniere gewonnen, zuletzt das Wimbledon-Vorbereitungsturnier in Berlin.
"Das fühlt sich unglaublich an. Die letzten Wochen waren körperlich, physisch und emotional so anstrengend", sagte Noskova mit der Siegerschale in der Hand in einer tränenreichen, hoch emotionalen Rede auf dem Court. "Glückwunsch an meine Ex-Freundin", meinte eine sichtlich angefasste und doch zu Scherzen aufgelegte Muchova nach der Niederlage an ihre Landsfrau gewandt: "Es tut weh und ich bin enttäuscht. Aber du hast dir den Sieg verdient."
Beide Spielerinnen rücken in der Weltrangliste Richtung Top ''Fünf, Siegerin Noskova auf Rang sieben und ihre Landsrau auf Platz sechs.
Noskova sofort voll auf der Höhe
Noskova gelang zunächst eigentlich ein perfekter Start ihn ihr erstes Grand-Slam-Finale. Die 21-Jährige konnte sich voll auf ihren präzisen ersten Aufschlag und ihre guten Returns verlassen und holte relativ schnell ein Break zum 3:1. Muchova hatte vor allem dem Return-Druck ihrer Landsfrau trotz guter Quote beim ersten Aufschlag kaum etwas entgegen zu setzten.
Beim Stand von 2:5 kämpfte die 29-Jährige bei eigenem Aufschlag gleich vier Satzbälle ihrer Kontrahentin weg - aber der fünfte saß dann. Mit einem Lob auf die Grundlinie holte sich die bis dahin überlegene Noskova nach 31 Minuten den ersten Satz klar mit 6:2.
Noskova stabiler - bis die Matchbälle kommen
Zu Beginn des zweiten Durchgangs erkämpfte sich Muchova mit mehr Mut zum Risiko ihr erstes kleines Momentum im Match. Bei ihrem ersten Aufschlagspiel holte sie ein 0:30 auf und im darauf folgenden Spiel hatte sie ihre ersten drei Breakbälle. Doch Noskova hielt ihren Aufschlag.
Und die Nummer neun der Setzliste stabilisierte sich schnell wieder, setzte Muchova wieder konsequenter über die Vorhandseite unter Druck und holte sich das Break zum 4:2. Danach blieb die 21-Jährige auch mit dem großen Triumph vor Augen konzentriert.
Episches Comeback von Muchova
Aber die Matchbälle brachten Noskova dann vollkommen ins Wanken. Insgesamt vergab sie fünf Championship-Points. Muchova kämpfte sich Stück für Stück zurück, hatte in den teilweise über zehn Minuten langen Spielen die besseren Nerven und holte sich tatsächlich unter dem Jubel der Fans mit dem ersten Satzball gleich mit 7:5 den Satzausgleich.
Aus einem scheinbaren Blitz-Match war auf einmal ein echter Fight auf Augenhöhe geworden.
Schnelles Noskova-Break in Satz drei
Noskova musste gleich im ersten Aufschlagspiel Breakbälle abwehren, hielt aber ihren Aufschlag - und noch wichtiger: sicherte sich direkt das Break. Nach dem nächsten eigenen Service stand es schnell 3:0 für die 21-Jährige. Doch Muchova blieb im "Kampfmodus". Die beiden Tschechinnen schenkten sich jetzt nichts, kämpften um jeden Ball und lieferten teilweise spektakuläre Ballwechsel.
Bei 5:3 schlug Noskova wieder zum Satzgewinn auf. Und dieses Mal hielten die Nerven: Nach 2:28 Stunden verwandelte sie ihren insgesamt sechsten Matchball zum 6:2, 5:7 und 6:3, fiel zu Boden und vergoss erste Freudentränen über den Grand-Slam-Triumph.