Flugzeug-Eklat: Passagier beruft sich auf Scharia und schlägt Flugbegleiterin ins Gesicht
StartseiteDeutschlandWollte nicht neben Frau sitzen: Passagier beruft sich auf Scharia und schlägt Flugbegleiterin ins GesichtStand: 17.07.2026, 13:36 UhrKommentareUns auf Google folgenIm Flugzeug entbrannte wo...
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Wollte nicht neben Frau sitzen: Passagier beruft sich auf Scharia und schlägt Flugbegleiterin ins Gesicht
Stand: 17.07.2026, 13:36 Uhr
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Im Flugzeug entbrannte wohl Streit, weil er neben einer Frau sitzen sollte. Dann verpasste der Mann einer Flugbegleiterin laut Zeugen eine Ohrfeige.
Düsseldorf – Am frühen Morgen des 1. Juni nahm die Bundespolizei einen Flieger aus der Türkei am Flughafen Düsseldorf in Empfang. Denn: An Bord soll ein Mann ausfällig geworden sein. Jetzt läuft eine Anzeige gegen ihn.

Im Flugzeug hatte sich zuvor ein Streit abgespielt, bestätigt die Polizei Düsseldorf, die die Anzeige nun bearbeitet, dem Münchner Merkur von Ippen.Media. Der Mann wollte demnach wohl nicht neben einer Frau sitzen und wurde sogar körperlich.
Vor Landung am Flughafen Düsseldorf: Mann beruft sich laut Zeugen auf Scharia und schlägt Flugbegleiterin
Er habe sich laut Zeugenaussagen auf die Scharia berufen und die Sitzpartnerin deshalb abgelehnt. Als eine Flugbegleiterin hinzukam und ihn ansprach, soll der Mann ihr ins Gesicht geschlagen haben. Von einer Ohrfeige ist die Rede. Jetzt laufen eine Anzeige wegen Körperverletzung und genauere Ermittlungen der Polizei Düsseldorf. Der Bundespolizei gegenüber gestand der Mann laut Polizei bereits.
Was ist die Scharia?
Die Scharia ist ein islamisches Rechts- und Werteregelwerk, das aus Koran und Prophetenüberlieferungen abgeleitet wird und Glauben, Ethik sowie Teile des Alltagslebens regelt. Manche besonders konservative Muslime meiden engen Kontakt oder direktes Sitzen neben fremden Frauen, weil sie bestimmte Überlieferungen so auslegen, dass unnötige Nähe zur Vermeidung von Versuchung vermieden werden soll. Dieses Verhalten ist eine strenge, individuelle Frömmigkeitspraxis – keine allgemein verbindliche Pflicht für alle Muslime.
Die Bild-Zeitung, die zuerst über den Vorfall berichtet hatte, spricht von einem 29-jährigen Deutschen, „offenbar mit türkischem Migrationshintergrund“. Diese Mutmaßung kann die Polizei Düsseldorf auf Nachfrage nicht bestätigen. Es ist lediglich bekannt, dass der Mann in Deutschland wohnhaft ist.
Auch, dass sich der Vorfall in einem Flieger der Turkish Airlines abgespielt haben soll, bestätigt die Polizei nicht. Die Pressestelle des Flughafens Düsseldorf gibt hierzu ebenfalls keine Auskunft.
Eine Doku von NDR und BR hatte jüngst einen Aufschrei über Scharia-Ansichten in Deutschland erregt. Dabei wurden junge Männer in Berlin-Neukölln auf der Straße nach ihrem Verhältnis zu deutschen Gesetzen und islamischem Recht befragt. Die Antworten waren teils verstörend, auch wenn es sich um Einzelmeinungen handelt. (Quellen: Polizei Düsseldorf, Bild, Pressestelle des Flughafens Düsseldorf) (moe)