Zwei Bürgermeister treten als Kreistagskandidaten der UWG an

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Zwei Bürgermeister treten als Kreistagskandidaten der UWG an

Stand: 22.07.2026, 19:00 Uhr

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Wollen für die UWG in den Kreistag: Rainer Kolloge (von links), Matthias Kück, Jens Kuraschinski, Thorsten Schmidtke und Holger „Enno“ Rinne.

Wollen für die UWG in den Kreistag: Rainer Kolloge (von links), Matthias Kück, Jens Kuraschinski, Thorsten Schmidtke und Holger „Enno“ Rinne. © UWG

Das ist ein Kracher: Die Bürgermeister Jens Kuraschinski und Thorsten Schmidtke wollen für die UWG in den Kreistag des Landkreises Oldenburg.

Wildeshausen – Der scheidende Wildeshauser Bürgermeister Jens Kuraschinski und sein ebenfalls aus dem Amt scheidender Großenkneter Amtskollege Thorsten Schmidtke treten bei der Kommunalwahl am 13. September als Kreistagskandidaten der UWG an. Das verkündete die Wählergemeinschaft am Mittwochabend per Pressemitteilung und bestätigte damit Spekulationen der vergangenen Tage und Wochen. Damit ist auch klar: Kuraschinski wird nicht Kreisrat, wie es ebenfalls zeitweilig geheißen hatte. Dementiert hatte er die Gerüchte nie.

Der Wildeshauser Bürgermeister ist zwar parteilos, hatte aber immer schon eine Nähe zur UWG. Diese hatte ihn 2014 auch als Kandidaten für den Chefsessel bei der Stadt aufs Schild gehoben und damit alle anderen Bewerber übertrumpft. Darunter war auch die eigentlich favorisierte Sabine de Buhr-Deichsel, die von einem breiten Bündnis von CDU über Linke und Grüne bis hin zu SPD und FDP unterstützt wurde. Damals wie heute kam die Vorstellung etwas überraschend.

„Ziel unserer Kandidatur ist unter anderem der Erhalt eines ausgewogenen Kräfteverhältnisses im Kreistag, das insbesondere die Interessen der Südkreisgemeinden Großenkneten, Dötlingen, Harpstedt sowie Wildeshausen nachhaltig berücksichtigt“, wird Schmidtke in der Mitteilung zitiert. Von Kuraschinski heißt es: „Uns liegen dabei vor allem die Themen Kreisentwicklung, Bildung, Digitalisierung, Verkehr und natürlich die kommunalen Finanzen im Finanzverbund zwischen Landkreis und den Mitgliedsgemeinden sehr am Herzen.“

„Ganz besonders freuen wir uns über zwei Bürgermeister, die parteilos auf der Liste der UWG an den Start gehen wollen“, so Rainer Kolloge, Fraktionsvorsitzender der UWG im Stadtrat. „Mit Thorsten Schmidtke in Großenkneten und Jens Kuraschinski in Wildeshausen haben wir jeweils zwei außerordentlich erfahrene und kompetente Hauptverwaltungsbeamte gewinnen können, die fortan ihr Wissen im Kreistag einbringen wollen.“

Schmidtke ist dienstältester Bürgermeister im Landkreis Oldenburg. Seit April 2013 leitet er das Rathaus in der Wildeshauser Nachbargemeinde. Der SPD-Ratsherr hatte sich bei der Wahl durchgesetzt, die durch den überraschenden Tod von Amtsinhaber Volker Bernasko Ende 2012 notwendig geworden war. Auch 2020 trat Schmidtke wieder an und wurde bestätigt. Lange Zeit war er in der SPD, hat aber mittlerweile mit der Partei gebrochen.

Kuraschinski hat 1990 seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt gemacht und war seitdem kontinuierlich dort tätig. Von 2009 bis zu seiner Bürgermeisterwahl war er Allgemeiner Vertreter von Kian Shahidi und damit die Nummer zwei im Stadthaus. Mit seiner Kandidatur wechselt der 53-Jährige von der Verwaltungs- auf die Politikseite und wird – wenn er beziehungsweise die UWG genug Stimmen bekommen – die Wählergemeinschaft im Kreistag des Landkreises Oldenburg vertreten.

Auf der UWG-Liste stehen außerdem Matthias Kück, der bereits für die Wählergemeinschaft im Kreistag sitzt, Kolloge und Holger „Enno“ Rinne. „Wir freuen uns sehr, dass wir altbewährte und neue Kandidaten gefunden haben, die sich um ein Kreistagsmandat bewerben wollen“, wird Kück, Sprecher der Landkreis-UWG, in der Mitteilung zitiert. Die Kandidatur der Verwaltungschefs sei ein Kracher.