114 Baumärkte standen auf der Kippe: Jetzt ist der BayWa-Standort in Wolfratshausen gerettet
StartseiteLokalesGeretsried-WolfratshausenWolfratshausenStand: 01.09.2026, 19:00 UhrKommentareUns auf Google folgenAufatmen können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BayWa Bau- und Gartenmarkts an der Pfa...
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Stand: 01.09.2026, 19:00 Uhr
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Einige der insolventen BayWa Bau- und Gartenmärkte werden von Investoren übernommen. Auch für Wolfratshausen zeichnet sich eine Lösung ab.
Wolfratshausen – Die Insolvenz der BayWa Bau- und Gartenmärkte und ihrer Muttergesellschaft Hellweg hat zuletzt auch Gerüchte vor Ort geschürt. Manch einer fragte sich, wie es mit dem BayWa Bau- und Gartenmarkt an der Pfaffenrieder Straße weitergeht. Per Pressemitteilung kam nun ein positives Signal der Betreiber: Wolfratshausen gehöre zu einer Reihe von Standorten, für die sich eine „konkrete Fortführungslösung“ abzeichne.
Zum Hintergrund: Der BayWa Bau- und Gartenmarkt, den es in Wolfratshausen seit 1997 gibt, verdoppelte erst 2015 seine Verkaufsfläche auf gut 9000 Quadratmeter. Mehrere Millionen Euro investierte der Betreiber damals in die Erweiterung, die im laufenden Betrieb stattfand. Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich auf über 70, die Gebäudehöhe auf rund zehn Meter, die Zahl der Stellplätze auf rund 350. An der Pfaffenrieder Straße entstand die zweite Zufahrt, während das frühere Fiat-Autohaus abgerissen wurde, um auch die Gartenabteilung zu erweitern. Zum Zeitpunkt des Umbaus zählte der Marktleiter rund 1500 Kunden täglich.
Wenige Jahre zuvor gab es hinter den Kulissen eine wichtige Veränderung. Die BayWa AG verkaufte 2012 ihre Bau- und Gartenmärkte an das Unternehmen Hellweg, eine Baumarktkette mit Sitz in Dortmund. Die BayWa AG erlaubte die Weiternutzung ihres Namens, das operative Geschäft aber wurde fortan von Hellweg geführt.
Zukunft von 46 BayWa-Märkten war ungewiss
Im Juni 2026 nun meldeten die „Hellweg Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG“ sowie ihr Schwesterunternehmen „BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG“ Insolvenz an und beantragten beim Amtsgericht in Essen die Durchführung eines Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung. „Die Branche verzeichnete zuletzt nur geringe Wachstumsimpulse“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Unternehmen. „Das ohnehin schwierige Umfeld hat sich in den vergangenen Jahren zusätzlich durch Lieferkettenengpässe, geopolitische Unsicherheiten, eine allgemeine Konsumzurückhaltung, steigende Mieten sowie inflationsbedingte Kostensteigerungen verschärft.“ Mit dem Insolvenzverfahren stand die Weiterführung von bundesweit 68 Hellweg-Filialen und 46 BayWa Bau- und Gartenmärkten infrage.
„Unser vorrangiges Ziel war und ist es, möglichst viele Standorte und damit möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten“, wird Prof. Gerrit Hölzle, Co-Sanierungsgeschäftsführer von Hellweg und BayWa Bau & Garten, in einer Mitteilung zitiert. Zumindest für einen Teil des Filialnetzes sei es gelungen, Investoren zu finden, die die jeweiligen Standorte einschließlich der dort beschäftigten Mitarbeiter übernehmen. Aufgezählt werden 17 BayWa Bau- und Gartenmärkte, für die sich konkrete Fortführungslösungen abzeichnen. Mit dabei: Wolfratshausen und Bad Tölz. Teilweise, so heißt es weiter, stünden die Übernahmen aber noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe oder einer finalen Einigung mit dem jeweiligen Vermieter. „Die jeweiligen Erwerber werden zu gegebener Zeit selbst über ihre Planungen für die übernommenen Standorte und die weiteren Schritte informieren.“
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Für die kommenden Monate sei die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs gesichert. Die Löhne und Gehälter aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden nach Auslaufen des Insolvenzgeldzeitraums bis einschließlich Ende November 2026 von Hellweg und BayWa Bau & Garten gezahlt. Die Mitarbeiter seien am Freitag von der Geschäftsführung und den Markleitungen über den aktuellen Stand des Investorenprozesses, die bevorstehenden Veränderungen sowie das weitere Vorgehen informiert worden. ast/nap