Der Pazifik kocht: Super-El-Niño steuert auf seinen absoluten Höhepunkt zu – jetzt ist das Zeitfenster klar
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Datum steht: Super-El-Niño erreicht jetzt seinen Höhepunkt – die Folgen spüren wir im Supermarkt
Stand: 16.10.2026, 19:24 Uhr
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Der Pazifik kocht wie nie zuvor! Der Super-El-Niño steuert auf seinen absoluten Höhepunkt zu. Das Zeitfenster ist jetzt klar. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Jetzt wird es ernst. Die großen Wettermodelle sind sich erstaunlich einig: Der Super-El-Niño erreicht seinen Höhepunkt zwischen November und Januar, die Spitze wird rund um Dezember erwartet. Schon jetzt ist das Wasser im östlichen Pazifik stellenweise mehr als 4 Grad zu warm. In der entscheidenden Messregion rechnen die Modelle für den Spätherbst mit Abweichungen um 3,5 bis knapp 4 Grad. Das wäre der stärkste El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Die legendären Monster-Ereignisse von 1997 und 2015 würden damit in den Schatten gestellt. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Rekordszenario liegt bei über 80 Prozent.

Fluten, Dürren, Feuer – und teure Lebensmittel
Was dann droht, ist ein globales Wetterchaos. In Peru und Ecuador drohen sintflutartige Regenfälle und Erdrutsche. Kalifornien muss sich auf heftige Winterstürme einstellen. Auf der anderen Seite des Pazifiks sieht es genau umgekehrt aus: Australien, Indonesien und die Philippinen könnten in extreme Trockenheit rutschen, die Gefahr großer Buschbrände steigt massiv.
Auch im südlichen Afrika und in Teilen Indiens fehlt dann oft der Regen. Das trifft Ernten bei Kaffee, Kakao, Reis und Palmöl – und das spüren Sie am Ende auch bei uns im Supermarkt. Dazu kommt: Weil El Niño zusätzliche Wärme aus dem Ozean in die Atmosphäre pumpt, gilt 2027 schon jetzt als heißer Kandidat für ein neues weltweites Hitzerekordjahr.
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Was der Super-El-Niño für Deutschland bedeutet
Direkt trifft uns das Pazifik-Monster nicht, Europa liegt weit weg vom Zentrum des Geschehens. Doch ganz ohne Folgen bleibt das nicht. Ein sehr starker El Niño kann den Polarwirbel über der Arktis schwächen. Passiert das im Hochwinter, steigt die Chance auf Kältevorstöße aus dem Osten – gerade im Januar und Februar. Ein Freifahrtschein für einen Eiswinter ist das aber nicht. Nach dem Höhepunkt baut sich El Niño langsam ab. Im Frühjahr 2027 dürfte er weitgehend verschwunden sein, und bis Ende 2027 könnte sogar das Gegenstück La Niña übernehmen. Der Pazifik bleibt also auch im kommenden Jahr das große Wetter-Thema.