1212 Autos beim Oldie-Treff – und eine Frau sitzt als Einzige weltweit drin

Beim Oldie-Treff in Usingen rollten am Wochenende 1212 Old- und Youngtimer auf den Neuen Marktplatz. Besonderes Highlight war ein Angus Sanderson von 1929 – mit zwei Hupen und vorne ohne Bremsen.

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1212 Autos beim Oldie-Treff – und eine Frau sitzt als Einzige weltweit drin

Stand: 29.09.2026, 21:00 Uhr

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Fahrzeuge aus verschiedenen Jahrzehnten bilden den Hingucker beim Oldie-Treff.

Fahrzeuge aus verschiedenen Jahrzehnten bilden den Hingucker beim Oldie-Treff. © schwarz-cromm

Beim Oldie-Treff in Usingen rollten am Wochenende 1212 Old- und Youngtimer auf den Neuen Marktplatz. Besonderes Highlight war ein Angus Sanderson von 1929 – mit zwei Hupen und vorne ohne Bremsen.

Usingen – Unvorstellbare Werte von Old- und Youngtimern präsentierten sich am Sonntag auf dem Neuen Marktplatz. Der COC hatte zusammen mit Bernd Reckelkamm zum Oldie-Treff geladen. Insgesamt fuhren am Wochenende 1212 Fahrzeuge vor. In diesem Jahr konnten sie auf dem Edeka-Parkplatz, auf der großen Festwiese des Neuen Marktplatzes und auch noch dahinter auf den Wiesen bestaunt werden.

Jörg, der stolze Besitzer des aus dem Jahr 1929 stammenden Angus Sanderson, gewährt beim Usinger Oldietreff Sezel, einer begeisterten Besucherin, sich in das Auto zu setzen.

Jörg, der stolze Besitzer des aus dem Jahr 1929 stammenden Angus Sanderson, gewährt beim Usinger Oldietreff Sezel, einer begeisterten Besucherin, sich in das Auto zu setzen. © schwarz-cromm

Nicht zu vergessen die Vorstellung auf dem Roten Teppich. Denn der ist inzwischen zum Markenzeichen dieser Autoschau geworden. Und so versammelten sich in diesem Bereich viele Besucher und hörten der Vorstellung eines jeden Autos durch Christof Demuth zu. „Hier kommt ein Scheunenfund“, sagte er einen kleinen Traktor der Marke Holder an. Gleich dahinter wartete ein Porsche 928 S4 mit satten 320 PS aus dem Jahr 1988.

Es war Mittagszeit. Bis dahin zählten die 25 Helfer schon 733 motorisierte Gefährte. Dazu gehörte auch der Wartburg aus dem Jahr 1984, von dem nur 190 gebaut wurden. Der kleine Kadett mit 50 PS, der als nächster an der Reihe war, hatte immerhin ein „L“ für Luxusausstattung im Namen und blitzte mit seinen Chromteilen in der Sonne. So manches Schätzchen stand da aufgereiht. Der russische GAZ 24 mit 100 PS stammte aus 1985. Der Borgward daneben wurde schon 1957 zugelassen. Imposant zeigte sich auch der weiße Jaguar XK 120 aus dem Jahr 1954, genau wie der Ford Thunderbird von 1964. Von der Schönheit her konnte es der komplett sanierte Bulli T2 in zartgrünem Lack mit weißen Gardinchen gut und gerne mit den großen „Schiffen“ aufnehmen.

Der Rundgang führte die Besucher vorbei an der Corvette und dem schnittigen Porsche, den vielen alten BMWs und dem kleinen Käfer hin zur Musik auf dem Neuen Marktplatz. Dort standen auch der Tüv Hessen und Kfz-Gutachter Peter Peer für Fragen bereit. Und jede Menge weiterer Fahrzeuge. Eines davon fiel besonders auf: ein aus dem Jahr 1929 stammender Angus Sanderson. Jörg, der Besitzer, führte die Zuschauer gerne in die Geheimnisse dieses englischen Fahrzeuges ein.

Zwei Hupen, eine laut, eine leise. Tacho natürlich in Meilen. Berghoch schaltet man die Lichtmaschine aus, um mehr Kraft zu erhalten. Die aufziehbare Uhr hält eine Woche. Vorne keine Bremsen, dafür hinten zwei. Handgas. Interessiert hörte sich eine Besucherin das alles an und durfte sich in diese Rarität setzen. „Sie sind heute die einzige Frau in der Welt, die in einem solchen Auto sitzt“, sagte Jörg dazu. Ja, der Oldie-Treff ist mit so vielen Modellen ein Superlativ.