175 Porsche und ein Rallye-Weltmeister im Frankenberger Land
StartseiteLokalesFrankenbergFrankenberg (Eder)Stand: 06.09.2026, 20:06 UhrKommentareUns auf Google folgenWalter Röhrl beim Stopp in Hallenberg. Der frühere Rallye-Weltmeister ist Namensgeber der Rundfahrt. © De...
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Stand: 06.09.2026, 20:06 Uhr
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Porsche-Spektakel am Freitagnachmittag in der Region: Bei der Röhrl-Klassik vom 2. bis 5. September fuhren auf der Etappe am Freitag 175 Porsche auch durch das Frankenberger Land.
Frankenberg/Hallenberg – Natürlich war auch Namensgeber Walter Röhrl mit dabei. „Es zwickt schon überall, das hört aber auf, wenn ich mich ins Auto setze“, erzählt der ehemalige Rallye-Weltmeister der HNA beim Stopp mit seinem gelben Porsche 911 in Hallenberg. Er wird im Frühjahr 80 Jahre alt, fühle sich hinter dem Steuer aber immer noch „saugut“.
Eine der Stationen am Freitag war der Frankenberger Stadtteil Friedrichshausen. Innerhalb von anderthalb Stunden rauschten die Sportwagen durch das Dorf. Rund 150 Motorsportfreunde säumten die Mittelstraße und ließen sich das Spektakel nicht entgehen. „Das ist einfach ein Traum, was hier anrollt“, schwärmten Schaulustige am Straßenrand. „Das sind Schätzchen, die man sonst auf der Straße nicht sieht – höchstens mal im Museum“, erklärte Ortsvorsteher Christian Pöller. Durch ein Gespräch mit Rallye-Organisator Peter Göbel hatte er das Spektakel in sein Dorf geholt.

Unter den Oldtimern war unter anderem ein Porsche 356 GS von 1955 mit seltenem Fuhrmann-Motor. Marktwert: über eine Million Euro. „Der fährt sich sehr gut, wenn auch sehr anstrengend“, erzählte Besitzer Dr. Manfred Knerr aus Lörrach. „Assistenzsysteme wie Servo-Lenkung oder Bremskraftverstärker hat das Auto nicht.“ Das vielleicht kurioseste Auto im Feld war ein Polizei-Porsche von 1960 – original mit Blaulicht und Martinshorn.
Von Marburg bis nach Schmallenberg
Das Teilnehmerfeld, das am Freitagnachmittag auf die Etappe von Dagobertshausen bei Marburg durch den Naturpark Kellerwald-Edersee nach Schmallenberg unterwegs war, war international besetzt: Fahrer kamen unter anderm aus Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, England, der Schweiz und den Niederlanden. Der frühere Rallye-Weltmeister Walter Röhrl bildete gemeinsam mit seinem langjährigen Co-Piloten Christian Geistdörfer in einem Porsche 911 das Schlusslicht der Rallye. Ortsvorsteher Pöller ließ sich vom zweifachen Rallye-Weltmeister auf großen Plakaten sogar rund drei Dutzend Autogramme geben. „Die sollen beim Dorfjubiläum versteigert werden“, erklärte Pöller. Im kommenden Jahr feiert der Frankenberger Stadtteil vom 27. bis 29. Mai sein 250-jähriges Bestehen.

In Friedrichshausen wurden die Rallyefahrer vom Ortsbeirat, Mitgliedern des neuen Heimatvereins und Fans herzlich empfangen. Beim kurzen Kaffee-Stopp gab es Kaffee und Selbstgebackenes. „In Friedrichshausen war auf der ganzen Strecke das meiste los“, zog Ortsvorsteher Pöller eine zufriedene Bilanz. Bei der Abfahrt nach der Kaffeepause ließen sie die Motoren noch einmal kräftig aufheulen. Doch die Durchfahrt durch Friedrichshausen war nicht nur ein Zuschauererlebnis: In einem Feld- und Wiesenbereich hinter dem Dorf mussten die Teilnehmer zwei kurze Wertungsprüfungen absolvieren und dabei ihr fahrerisches Können unter Beweis stellen.