3000 Tonnen Fels prasseln neben Alpensee: Urlauber fliehen vor Felssturz am Hotspot
StartseiteWeltStand: 11.08.2026, 13:57 UhrKommentareUns auf Google folgenIn der Schweiz am Oeschinensee donnerte ein gewaltiger Felsblock ins Tal. Einige Touristen am Seeufer reagierten panisch. Videos dokument...
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Stand: 11.08.2026, 13:57 Uhr
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In der Schweiz am Oeschinensee donnerte ein gewaltiger Felsblock ins Tal. Einige Touristen am Seeufer reagierten panisch. Videos dokumentieren die Naturgewalt.
Kandersteg – Das Bergpanorama rund um den Oeschinensee im Berner Oberland (Schweiz) zieht Urlauber magisch an. Mit der Idylle war es für viele Besucher am Samstag (8. August) kurz nach 13.30 Uhr am Samstag vorbei. Mit einem ohrenbetäubenden Grollen ging ein mächtiger Felssturz ab. Eine riesige Staubwolke breitete sich aus. Menschen rennen panisch weg, wie Videos in den sozialen Netzwerken zeigen.

Am „Spitze Stei“ oberhalb des beliebten Schweizer Bergsees löste sich der „kippende Block“, bestätigte die Gemeinde Kandersteg auf ihrer Webseite. Der Felsblock von rund 1300 Kubikmetern (etwa bis zu 3000 Tonnen) drohte demnach schon länger abzustürzen. Sechs Zentimeter pro Tag hatte sich der „Grossblock“ zuvor schon bewegt. Eine sichere Absturzprognose gab es allerdings nicht. „Da der Block zwischen weiteren Blöcken verkeilt ist, ist auch dessen erneute Stabilisierung ohne Absturz möglich“, teilte die Gemeinde fast 24 Stunden vor dem Ereignis mit.
Felssturz am Touristen-Hotspot: Urlauber laufen panikartig weg
Für Urlauber am Seeufer kam das Naturspektakel überraschend und dann hautnah. Viele flüchteten in Panik vom Ufer, wie in einem Video auf TikTok zu sehen ist. „Ein ruhiger Tag am Oeschinensee … alles war magisch, bis DAS passierte“, schreibt eine Travelbloggerin namens travelwitheva zu ihrem Post.
Die Reisebloggerin Verena hielt den beeindruckenden Absturz von einer anderen Perspektive in einem Instagram-Video fest. „Vor meinen eigenen Augen habe ich am 08.08.2026 einen Felsbruch nahe des Oschinensees beobachtet“, schreibt sie.
Während Urlauber in heller Aufregung das Weite suchten, reagierten viele Bewohner gelassen. „Nichts Neues für uns Einheimische!“, ist in den Kommentaren zu lesen. Die „Spitze Stei“ ist schon seit Jahren ein bekanntes Problemgebiet. „Kleinere spontane Abbrüche aus dem Spitze Stei sind jederzeit möglich“, warnt die Gemeinde Kandersteg.
Seit 2018 überwachen die Behörden den Berg engmaschig. Am Oeschinensee sind das Südwestende sowie einige Wanderwege seit 2019 dauerhaft gesperrt. Auch eine Holzhütte aus dem Jahr 1806 befindet sich in der Sperrzone.
Der tauende Permafrost destabilisiert die Felsen. Die Bewegungen an der instabilen Flanke des „Spitze Steis“ haben in den vergangenen Jahren zugenommen, heißt es bei geotest.ch. Mehrere Millionen Kubikmeter Fels als Teilabsturz stufen Experten als möglich ein. 50 Millionen Tonnen Stein seien dort in Bewegung, berichtete Kommissionssprecher Ueli Egger (SP) 2024 im Rat, berichtet das Schweizer Portal blue News.
Klimawandel befeuert Gefahr in den Alpen
Die Alpen bröckeln. Hitzewellen beschleunigen das Phänomen. Berichte von Felsstürzen in den Bergen sind keine Einzelfälle mehr. Beim Gletschersturz in Blatten im Kanton Wallis (28. Mai 2025) wurde ein Dorf unter Geröllmassen begraben. Das Matterhorn wird instabiler: Das Wahrzeichen der Alpen „weint“. In den Dolomiten trifft es die Ikone Monte Pelmo. (Quellen: Kandersteg, geo.ch, blue News) (ml).