32 Parkplätze werden zur Flaniermeile: Kidical Mass in Saarbrücken – Kinder fordern sichere Wege durch die Stadt
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32 Parkplätze werden zur Flaniermeile Kidical Mass in Saarbrücken – Kinder fordern sichere Wege durch die Stadt
Saarbrücken · Kinder auf Fahrrädern eroberten Saarbrücken. Die Kidical Mass führte über 4,5 Kilometer und warb für sichere Wege. Ihre Forderungen richten sich auch an die Stadtpolitik.
19.09.2026 , 22:42 Uhr
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„Kidical Mass“ und „Parking Day“ in Saarbrücken – Demo für sicheren Straßenverkehr
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Foto: BeckerBredel
Die Mainzer Straße war am Samstag im vorderen Abschnitt zum St. Johanner Markt nicht nur Fußgängerzone, sondern zugleich politische Aktionsfläche, denn zum Parking Day wurden die Parkplätze zum Aufenthaltsbereich und die Straße zur Flaniermeile. Zum Aktionstag „Parking Day“ startete außerdem die Kinderfahrraddemo für sicheren Radverkehr „Kidical Mass“ und führte begleitet von der Polizei über einen 4,5 Kilometer langen Rundkurs durch Saarbrücken.
„Beim Parking Day wird eine bestimmte Anzahl Parkplätze in einer Straße umgenutzt. Auf ihnen darf dann nicht geparkt werden, sondern es wird gespielt, gesprochen, gegessen, entspannt, musiziert, informiert, begrünt oder gestaltet“, sagte Sprecherin Petra Stein. Und auch wenn diesmal parkende Fahrzeuge abgeschleppt werden mussten, die das zuvor eingerichtete Halteverbot missachtet hatten, so sei man „nicht grundsätzlich gegen Autos.“ Jede Form von Verkehr habe ihre Berechtigung, der Straßenraum sei nur ungleich verteilt, sagte Stein.
In der Mainzer Straße habe man 32 Parkplätze für einen Tag anders genutzt, um aufzuzeigen, wie sich Lebensqualität verändert. „Hiermit wird spürbar vermittelt, wie viel mehr Lebensqualität in einer Straße entsteht, wenn auf der Fläche nicht nur Autos stehen, sondern sie von Menschen für lebhaftes Miteinander genutzt wird. Dabei werden Ideen gesammelt, wie eine Straße oder ein Stadtteil verändert werden kann im Sinne von Gesundheit, Klimaschutz und Wohlbefinden. Das teilen wir den Stadtplanern auch aktiv mit“, sagte die Aktivistin.
In der Aktionszone startete die Fahrraddemo am Nachmittag. Hier erklärte Tobias Meyer vor dem Start, was man sich wünsche: „Es ist erwiesen, dass Kinder, die Fahrrad fahren und aktiv in ihrer Umwelt unterwegs sind, ihre Entwicklung fördern und sehr davon profitieren. Kinder sollten daher Fahrräder haben und mit ihnen gefahrlos fahren können. Daher fordern wir Zugang zu Fahrrädern, sichere Umgebungen von Schulen und kindgerechte Radwege“, fasste er zusammen.
Politisch habe man da schon einiges erreicht und setze auf neue Impulse durch die Wahlergebnisse im Regionalverband. Kinder sollten in der Lage sein, auch in der Stadt sicher mit dem Rad unterwegs zu sein. Dafür setze man sich ein.