5G NTN: Europäischer Starlink-Konkurrent Iris² wird 5G-Technik nutzen - Golem.de

Die geplante europäische Satellitenkonstellation Iris² soll technisch auf offene 5G-Standards für nicht-terrestrische Netzwerke (NTN) setzen. Es scheint in die Umsetzung zu gehen. Grafik von Eutelsat zur ...

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5G NTN: Europäischer Starlink-Konkurrent Iris² wird 5G-Technik nutzen - Golem.de

Die geplante europäische Satellitenkonstellation Iris² soll technisch auf offene 5G-Standards für nicht-terrestrische Netzwerke (NTN) setzen. Es scheint in die Umsetzung zu gehen.

Grafik von Eutelsat zur Auftragsvergabe (Bild: Eutelsat)

Grafik von Eutelsat zur Auftragsvergabe Bild: Eutelsat

Laut Eutelsat-Chief-Executive-Officer Jean-François Fallacher wird die europäische Satellitenkonstellation Iris² auf den 5G-Standards für nicht-terrestrische Netzwerke (NTN) basieren. Das gab Fallacher am 7. August 2026 bekannt(öffnet im neuen Fenster). "Wir verwenden die 5G-NTN-Technologie. Für Iris² wollen wir die Technologie normalisieren."

Dies sei auch eine Möglichkeit, gegen die "US-amerikanischen Giganten zu kämpfen", denn heute seien "alle von uns auf Oneweb, Amazon oder Starlink verwendeten Technologien vollständig proprietäre Technologien", sagte er. "Der Umstieg auf normalisierte Technologien wie 5G NTN wird auch dazu beitragen, die Kosten zu senken und über Antennen zu verfügen, die billiger und kleiner sind."

Die MEO-LEO-Konstellation mit mehreren Umlaufbahnen sei "sehr fortgeschritten" und werde "viel mehr" Kapazität haben als Oneweb heute. Eutelsat, das außerdem 31 Geostationary Orbit (GEO)-Satelliten betreibt, erhielt eine LEO-Konstellation mit der Übernahme von Oneweb im Jahr 2023. Die Technik ist jedoch nicht auf dem neuesten Stand.

Iris²: Start von Diensten ab 2029

Die Europäische Kommission kündigte(öffnet im neuen Fenster) die nächsten Schritte für das Iris²-Programm an, nachdem sie sich mit dem Spacerise-Konsortium, bestehend aus Eutelsat, Hispasat und SES, auf die Bereitstellung des Satellitensystems geeinigt hatte. Dazu gehören die Entscheidung über 66 weitere erdnahe Satelliten (LEO) für Verteidigungs-, Sicherheits- und Notfalldienste sowie der Start von Diensten ab 2029.

Fallacher sagte, dies sei "ein sehr wichtiger Meilenstein", der das Projekt von der Konzeption und Vorbereitung in die "Betriebsphase" führe und die Rolle von Eutelsat als "LEO-Lead" des Programms bestätige. Die erweiterte Konstellation werde insgesamt 348 Satelliten umfassen, davon 18 im mittleren Erdorbit (MEO), bereitgestellt von SES, und 330 LEO-Satelliten von Eutelsat.

Zuvor entschied die Europäische Kommission, den Großteil des 2-GHz-Spektrums für europäische Unternehmen zu reservieren, wobei ein Drittel Iris² zugewiesen wird.