670 Seiten für ein Dorf: Ulfa bekommt neue Chronik zum 1225. Geburtstag

Der Förderverein Heimat und Geschichte Ulfa legt zum Jubiläum eine zweibändige Dorfchronik vor. Die Druckkosten von mehr als 20.000 Euro mussten erst mühsam zusammengesammelt werden.

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670 Seiten für ein Dorf: Ulfa bekommt neue Chronik zum 1225. Geburtstag

Stand: 16.09.2026, 01:00 Uhr

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Freuen sich über die neue Dorfchronik: Klaus Martin und Günther Stahnke vom Geschichtsverein, Bürgermeister Thorsten Eberhard und Ortsvorsteher Christian Döll (von links).

Freuen sich über die neue Dorfchronik: Klaus Martin und Günther Stahnke vom Geschichtsverein, Bürgermeister Thorsten Eberhard und Ortsvorsteher Christian Döll (von links). © red

Der Förderverein Heimat und Geschichte Ulfa legt zum Jubiläum eine zweibändige Dorfchronik vor. Die Druckkosten von mehr als 20.000 Euro mussten erst mühsam zusammengesammelt werden.

Ulfa – Rechtzeitig zum 1225-jährigen Bestehen im kommenden Jahr erscheint eine neue Chronik über Ulfa. Das rund 670 Seiten starke, zweibändige Werk dokumentiert die Geschichte des Ortes, die Entwicklung seiner Gemarkung sowie das vielfältige Dorf- und Vereinsleben.

Forschung

Die Ortsgeschichtsforschung in Ulfa wird seit 2010 in organisierter Form betrieben. Aus dem damaligen Geschichtsverein Ulfa ging der heutige Förderverein Heimat und Geschichte Ulfa hervor. Günter Stahnke ist seit Beginn der Vereinsarbeit Vorsitzender, Klaus Martin ist sein Stellvertreter.

Die Chronik ist das Ergebnis langjähriger ehrenamtlicher Forschungs- und Redaktionsarbeit. Ausgangspunkt waren frühere Beiträge zur Ortsgeschichte in Festschriften der Ulfaer Vereine. Bei der weiteren Recherche konnten zahlreiche Unterlagen aus Archiven zusammengetragen und ausgewertet werden.

Bereits 2010 entstand daraus ein erstes Buch zur Geschichte des Ortes. Im gleichen Jahr wurde auch der Geschichtsverein Ulfa gegründet. Es folgten weitere Veröffentlichungen, darunter 2013 ein Ortsfamilienbuch mit mehr als 12.000 erfassten Personen.

Druckkosten als Herausforderung

2019 fiel schließlich die Entscheidung, zum 1225-jährigen Bestehen des Dorfes eine umfassend überarbeitete Chronik vorzulegen. Neben der Ortsgeschichte enthält sie Vereinsporträts sowie Einblicke in das heutige Dorfleben. Einen Schwerpunkt bildet die über mehrere Jahrhunderte reichende Adelsgeschichte Ulfas, die nach Angaben der Herausgeber weitgehend geschlossen dargestellt werden konnte.

Für Recherche, Textausarbeitung und Buchsatz zeichnete Günter Stahnke verantwortlich. Klaus Martin übernahm das Lektorat sowie die grafische Bearbeitung. Beide engagierten sich ehrenamtlich für das Projekt.

„Die neue Dorfchronik bewahrt die Geschichte Ulfas für kommende Generationen und macht zugleich sichtbar, wie viel ehrenamtliches Engagement, Gemeinschaftssinn und Heimatverbundenheit in unserem Stadtteil leben. Ich danke allen Beteiligten, insbesondere Günter Stahnke und Klaus Martin, für diese außergewöhnliche Arbeit“, sagt Bürgermeister Thorsten Eberhard (CDU).

Die Finanzierung des Drucks stellte den Förderverein Heimat und Geschichte Ulfa vor große Herausforderungen. Für die geplante Auflage von 300 Doppelbänden wurden Druckkosten von mehr als 20.000 Euro kalkuliert. Unterstützt wurde das Projekt durch Fördermittel, Stiftungen sowie Spenden von Unternehmen und Privatpersonen. Der Förderverein bedankt sich außerdem bei der Stadt Nidda für die Unterstützung und die Möglichkeit, das städtische Archiv zu nutzen.

Die Dorfchronik ist zum Preis von 29 Euro pro Band erhältlich. Vorbestellerinnen und Vorbesteller erhalten den bereits zugesagten Preisnachlass. Weitere Informationen und die Möglichkeit, die Dorfchronik zu bestellen, gibt es per E-Mail an [email protected]. (red)