96:72-Auftaktsieg gegen Hamburg: Telekom Baskets mit dominantem Saisonstart

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96:72-Auftaktsieg gegen Hamburg: Telekom Baskets mit dominantem Saisonstart

96:72-Auftaktsieg gegen Hamburg Telekom Baskets mit dominantem Saisonstart

Bonn · Beim 96:72 feiern die Telekom Baskets einen verdienten Auftaktsieg gegen chancenlose Towers aus Hamburg. Neuzugang John-Michael Wright beeindruckt mit einer Premiere als Topscorer.

19.09.2026 , 22:51 Uhr

 W wie Win oder auch Wright: John-Michael Wright freut sich über eine gelungene Premiere.

W wie Win oder auch Wright: John-Michael Wright freut sich über eine gelungene Premiere.

Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Fehlstart auf dem Hardtberg. Allerdings nur für die Uhr. Nachdem die Spielzeit gleich zu Beginn gehakt hatte, konnte es auf dem Hardtberg losgehen, und die Telekom Baskets präsentierten sich gegen chancenlose Veolia Towers Hamburg schon wie aus einem Guss. John-Michael Wright gelang eine starke Premiere. Der Neuzugang führte die Mannschaft von Cheftrainer Marko Stankovic mit 25 Punkten als Topscorer zum ebenso verdienten wie beeindruckenden 96:72 (25:15, 20:19, 29:20, 22:18)-Heimsieg.

Stankovic schickte Grayson Murphy, Joel Aminu, Marcus Foster, Jeff Garrett und Mike Kessens ins erste Saisonspiel. Das Bonner Quintett agierte von Beginn an mit viel Energie, mit der die Gäste zunächst ihre Probleme hatten. Aminu nutzte das zu den ersten Punkten der Saison – sowohl am Korb als auch aus der Distanz (5:3, 2.).

Ein stattlicher Block von Jeff Garrett brachte Baskets-Bank und Fans kurz darauf in Verzückung, Foster legte per Dreier nach und Aminu zwang zunächst Kenneth Ogbe mit bissiger Defense zum Schrittfehler und erhöhte dann mit dem nächsten erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf auf 11:5 (3.). Die Freude über diesen guten Start ließ sich noch steigern: durch die Einwechslung von Leon Kratzer. Mit einem Jubelsturm und Sprechchören wurde der Rückkehrer in seinem ersten Pflichtspieleinsatz begrüßt.

Als John-Michael Wright nach sieben Minuten seinen zweiten Dreier zum 19:10 versenkte, mochte sich mancher Baskets-Fan die Augen reiben. Die Dreierquote, vergangene Saison eine Malaise der Baskets, lag bei stattlichen hundert Prozent (5/5). Die Towers fanden kein Mittel gegen in der Verteidigung gut sortierte Baskets, die in offensiver Spielfreude weiter produzierten, sodass es nach dem ersten Viertel wenig zu bemängeln und eine verdiente Zehn-Punkte-Führung gab (25:15).

Einzig David Muenkat hatte einmal ein etwas größeres Loch in der Bonner Defensive gefunden, ansonsten erlebten die Towers, was ihr Trainer Benka Barloschky vor der Partie erwartet hatte: „Das hier ist mit das schwierigste Auswärtsspiel der Saison.“ Als Begründung führte er neben der stets imposanten Atmosphäre im Telekom Dome die Tatsache an, dass die Baskets ihren Kader im Wesentlichen zusammengehalten und punktuell verstärkt hatten.

Und eine dieser Verstärkungen sollte für sein Team zu einem echten Problem werden: John-Michael Wright. Der Spielmacher-Backup versenkte sieben seiner neun Versuche aus der Distanz und gab nach der Partie vor der Kamera zu Protokoll: „Ich bin sehr froh, dass ich das hier so vor diesen tollen Fans erleben darf“, sagte er. „Ich habe den Rhythmus gefühlt, und die Trainer bestärken mich darin zu werfen. Das lief heute gut. Ich muss in den Systemen noch einiges lernen, aber es klappt schon ganz gut und wird sicher immer besser werden.“

Die Hamburger konnten das zweite Viertel noch ausgeglichen gestalten, weil David Muenkat sie ein Stückchen weit trug, doch nach dem Seitenwechsel spielten nur noch die Bonner und Hamburg hatte Mühe, nicht abreißen zu lassen. Ein 7:0-Lauf der Baskets zu Beginn der zweiten Hälfte veranlasste Barloschky dazu, eine Auszeit zu nehmen, doch sein Team konnte die Lücke nicht mehr schließen.

Ab und an ließ die Bonner Verteidigung angesichts des deutlichen Unterschieds in den Kräfteverhältnissen, der jetzt bereits einen Sieg versprach, etwas nach – was Stankovic nicht zuließ. Der Trainer bat sofort zur Besprechung und korrigierte den verstellten Fokus. Als Stankovic bereits drei Minuten vor Schluss Youngster Kenan Reinhardt unter dem großen Applaus der 5221 Zuschauer einwechselte, war klar, dass der Saisonstart gelungen war.

Weiter geht es für die Baskets am kommenden Freitag mit dem Derby bei den Gladiators Trier, die zum Auftakt eine überraschende 107:116-Niederlage in Braunschweig einstecken mussten, am Sonntag tritt dann der MBC (15 Uhr) auf dem Hardtberg an.