Abkommen - USA sichern sich riesige Ölvorkommen in Venezuela

Die USA und Venezuela haben ein umfangreiches Erdöl-Abkommen bekannt gegeben. Präsident Trump schrieb auf seiner hauseigenen Online-Plattform, mit der Vereinbarung brächten die Vereinigten Staaten über 65 Milliarden Barrel unter ihre Kontrolle. Venezuelas Interims-Staatschefin Rodríguez sprach in Caracas von einem historischen Abkommen, das ihrem Land über 200 Milliarden Dollar in die Kassen spülen werde.

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Abkommen - USA sichern sich riesige Ölvorkommen in Venezuela

Die USA und Venezuela haben ein umfangreiches Erdöl-Abkommen bekannt gegeben. Präsident Trump schrieb auf seiner hauseigenen Online-Plattform, mit der Vereinbarung brächten die Vereinigten Staaten über 65 Milliarden Barrel unter ihre Kontrolle. Venezuelas Interims-Staatschefin Rodríguez sprach in Caracas von einem historischen Abkommen, das ihrem Land über 200 Milliarden Dollar in die Kassen spülen werde.

29.08.2026

Die Türme einer Öl-Raffinerie stoßen Dämpfe aus.

Öl-Raffinerie in Puerto Cabello in Venezuela (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Matias Delacroix)

Zunächst blieb unklar, über welchen Zeitraum sich diese Summe erstreckt. Trump fügte seinerseits hinzu, durch den Deal würden sich die Ölreserven seines Landes mehr als verdoppeln. Der Präsident steht innenpolitisch unter Druck, weil der Iran-Krieg die Benzinpreise auch in den USA in die Höhe treibt.

Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Erdölvorkommen der Welt. Es handelt sich dabei vor allem um Schweröl, das nur mit spezieller Technik gefördert und raffiniert werden kann. 

Öffnung unter Druck

Rodríguez' Vorgänger Maduro war Anfang Januar im Zuge einer US-Militäroperation gefangengenommen und in eine Haftanstalt nach New York gebracht worden. Dort soll ihm ein Prozess gemacht werden, die Anklage lautet unter anderem auf "Drogenterrorismus". Seine frühere Stellvertreterin Rodríguez wurde daraufhin zur Übergangs-Staatschefin des südamerikanischen Landes und hat sich seit ihrer Amtsübernahme für eine Öffnung Venezuelas für ausländische Investitionen auch im Energiesektor ausgesprochen.

Zuvor hatte die Trump-Regierung Trump Druck auf Caracas ausgeübt, den USA Zugang zu den venezolanischen Vorkommen des fossilen Energieträgers zu gewähren. Zugleich drängte Washington amerikanische Unternehmen, in Venezuela zu investieren. Die Konzerne zeigten sich jedoch zunächst zurückhaltend. Hintergrund war die verfallene Infrastruktur des sozialistischen Landes und und frühere Enteignungen ausländischer Investoren.

Diese Nachricht wurde am 29.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.