(+) Abriss-Haus: Jetzt droht dem Eigentümer Ärger
Hamburg Abriss-Haus Holstenstraße: „Wo bleibt das Gerüst?“ Druck auf Eigentümer steigt Trümmer liegen nach dem Teilabriss des einsturzgefährdeten Hauses an der Holstenstraße 195/...
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Hamburg
Abriss-Haus Holstenstraße: „Wo bleibt das Gerüst?“ Druck auf Eigentümer steigt
Wochen nach dem Teilabriss ist die offene Rückseite des Hauses noch immer ungeschützt. Für den Eigentümer könnte das teuer werden.
Die Rückseite des Abrisshauses an der Holstenstraße (Altona) liegt noch immer offen. Mit jedem Regentag wächst die Sorge der Bewohner um ihre zurückgelassenen Sachen. Jetzt findet auch das Bezirksamt deutliche Worte – und nennt das Verhalten der Eigentümerseite „nicht akzeptabel“.
„An einem regnerischen Tag wie heute denken wir an unser Haus. An all unsere Sachen, die noch immer dort sind und nass und schimmelig werden“, schreiben die Mieter des Abrisshauses in der Holstenstraße 195/197 am Donnerstag auf Instagram. „Und daran, dass mit jedem weiteren Regentag immer mehr davon unwiederbringlich zerstört wird.“ Und dann: „Wo bleibt das Gerüst?“
Nach Abriss-Drama in Hamburg: Bezirksamt fordert Erklärung
Gemeint ist ein Gerüst mit Schutzplane, das die offen liegende Rückseite des Gebäudes vor Wind und Wetter schützen soll – denn das sollte eigentlich am 18. September aufgebaut werden. Doch es steht noch immer nicht.
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Nun scheint auch dem Bezirksamt Altona die Geduld auszugehen. „Das Amt steht mit der Eigentümerseite in regelmäßigem Austausch“, sagt Sprecher Mike Schlink zur MOPO. Man habe ihr gegenüber jüngst deutlich gemacht, „dass ihr Handeln hinsichtlich der Sicherung der Bausubstanz an der Holstenstraße 195/197 nicht akzeptabel ist“.
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Bis zum 2. Oktober sollte die Eigentümerseite deshalb erklären, warum das Wetterschutzgerüst noch immer fehlt. Zugleich macht der Bezirk deutlich, dass er „den weiteren Zeitablauf nicht allein der Eigentümerseite überlassen“ werde.
Heißt: Der Eigentümer könnte nun offiziell und mit einer Frist dazu aufgefordert werden, das Gerüst endlich aufzustellen. Passiert auch dann nichts, drohen Konsequenzen. „Andernfalls würde ein Zwangsgeld fällig“, sagt Schlink. Damit könnte schon in den kommenden Tagen Bewegung in den Fall kommen. Der Anwalt des Eigentümers ließ eine MOPO-Anfrage unbeantwortet.
Holstenstraße: Mieter kämpfen weiter
Das Abrisshaus in der Holstenstraße macht Schlagzeilen, seit der hintere Teil Mitte August kurzfristig abgerissen werden musste, weil unmittelbare Einsturzgefahr bestand. Die Bewohner waren zuvor in einer Hauruck-Aktion innerhalb nur weniger Minuten evakuiert worden. Sie mussten ihre Habseligkeiten zurücklassen – von denen beim Abriss ein Teil mit dem Schutt in die Tiefe stürzte.
Seitdem kämpfen die Bewohner für die Rettung ihrer verbliebenen Gegenstände und fordern den Wiederaufbau.