Abschied vom BSV Rehden: Darum entschied sich Noah Wallenßus für die Sportfreunde Lotte

Seit Dienstagabend ist es offiziell: Stürmer Noah Wallenßus verlässt den Fußball-Oberligisten BSV Rehden und schließt sich dem West-Regionalligisten SF Lotte an. Im Gespräch mit der Mediengruppe Kreiszeitung erzählt der 21-Jährige, wie es dazu kam. Im Namen des BSV wünscht ihm Sportchef Sandy Peter Röhrbein alles Gute.

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Abschied vom BSV Rehden: Darum entschied sich Noah Wallenßus für die Sportfreunde Lotte

Stand: 01.09.2026, 20:29 Uhr

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Glücklich gelandet in der Regionalliga West: Noach Wallenßus schloss sich den Sportfreunden Lotte an.

Glücklich gelandet in der Regionalliga West: Noach Wallenßus schloss sich den Sportfreunden Lotte an. © Krüger, Cord

Seit Dienstagabend ist es offiziell: Stürmer Noah Wallenßus verlässt den Fußball-Oberligisten BSV Rehden und schließt sich dem West-Regionalligisten SF Lotte an. Im Gespräch mit der Mediengruppe Kreiszeitung erzählt der 21-Jährige, wie es dazu kam. Im Namen des BSV wünscht ihm Sportchef Sandy Peter Röhrbein alles Gute.

Rehden – Nadir Sönmez ist schuld! Der Chefcoach des VfL Sportfreunde Lotte beeindruckte Noah Wallenßus mit dessen Hartnäckigkeit. „Der Trainer hat sich echt reingekniet und wollte unbedingt, dass ich komme“, nennt Wallenßus den Hauptgrund, warum er letztlich dem West-Regionalligisten seine Zusage gab. Der bisherige Top-Torjäger des Fußball-Oberligisten BSV Rehden steigt somit eine Klasse auf. So, wie er es sich vorgestellt hatte, als er den BSV zum Ende der abgelaufenen Saison von seinem Wechselwunsch in Kenntnis gesetzt hatte.

Als Gastspieler bei Lok Leipzig Aufmerksamkeit erregt

Es folgten einige Reisen quer durch die Republik mit Probetrainings bei diversen Clubs – und guten Kritiken. Unter anderem spielte Wallenßus beim Regionalliga-Nordost-Meister Lok Leipzig vor und schaffte es Ende Juni bei einem Freundschaftsspiel mit fünf Toren in nur 15 Minuten sogar in die „Bild“-Zeitung. „Ja, das stimmt“, erinnert sich der 1,87-Meter-Mann schmunzelnd. „Aber da hätte ich schon eine gewisse Eingewöhnungszeit gebraucht. Leipzig will aufsteigen und hat dafür auch einen Stürmer aus der Dritten Liga verpflichtet.“ Wallenßus sah sich dort allenfalls als Perspektivspieler. „Aber der Verein hat mir gesagt, dass er meinen Weg weiterhin verfolgen will.“

Wallenßus: „Hatte in Lotte von Anfang an gutes Gefühl“

Jener Weg führt jetzt nach Lotte. Und Verstärkung für vorn scheint der Tabellenvorletzte gut gebrauchen zu können: Bisher gelangen dem Club nur vier Treffer in fünf Regionalliga-Partien. „Jetzt hoffe ich, dass ich derjenige bin, der diesbezüglich weiterhelfen kann“, wünscht sich der neue Mann fürs Sturmzentrum.

Zum Schluss lagen dem Gesseler zwei Angebote vor – das der Sportfreunde „und eines aus der Regionalliga Nordost. Aber als ich vor zwei, drei Wochen in Lotte zum Probetraining war, hatte ich von Anfang an ein gutes Gefühl. Der Schritt in die Regionalliga wird zwar ziemlich groß sein, aber ich denke, er ist nicht so groß wie damals aus der U19 in die Oberliga.“

Wallenßus stürmte seit Sommer 2024 für Rehden

Doch bereits diesen Sprung schaffte Wallenßus. Im Sommer 2024 war er aus der Jugend des Hamburger SV nach Rehden gekommen und hatte sich in seinem ersten Herren-Jahr schnell akklimatisiert. In seinen zwei Serien und 59 Oberliga-Spielen für die Schwarz-Weißen gelangen ihm 27 Tore und elf Vorlagen.

Voriges Frühjahr verlängerte der Offensivmann seinen Vertrag beim BSV vorzeitig. Beide Seiten vereinbarten damals jedoch, dass er wechseln dürfe, falls ein höherklassiger Club interessiert wäre. So kam es. Unter anderem stand auch ein Transfer zu Nord-Regionalligist SSV Jeddeloh und damit eine weitere Zusammenarbeit mit Rehdens Ex-Coach Kristian Arambasic im Raum.  

Nach weiteren Probetrainings andernorts kehrte Wallenßus zwischendurch nach Rehden zurück und trainierte in der Vorbereitung sporadisch mit seinem bisherigen Team. „Aber faktisch war er schon seit Sommer nicht mehr bei uns“, verdeutlicht BSV-Sportdirektor Sandy Peter Röhrbein, dass die Trennung alles andere als überraschend kam.

Manager Röhrbein dankt Wallenßus und wünscht alles Gute

Vor einigen Tagen nun trafen sich beide, um den Kontrakt aufzulösen. „Wir bedanken uns bei Noah für die vergangenen zwei Spielzeiten und seinen Einsatz für den BSV Rehden“, unterstreicht Röhrbein. Zuletzt hätten sich „unsere sportlichen Ziele und Vorstellungen nicht mehr vollständig gedeckt“, schildert der Rehdener Manager. Also „haben wir seinem Wunsch nach einer Veränderung entsprochen und wünschen ihm für seinen weiteren Weg sowohl sportlich als auch persönlich alles Gute und viel Erfolg.“

Wallenßus drückt Ex-Kollegen die Daumen

Den wünscht der Ex-Rehdener auch seinen bisherigen Kollegen. „Aber bisher läuft es ja sehr gut – die Jungs sind noch ungeschlagen“, freut er sich. „Auch die Chemie im Team scheint zu stimmen, das habe ich in den paar Einheiten, die ich im Sommer mitgemacht habe, gleich gemerkt. Und ich werde mir sicher das eine oder andere Heimspiel anschauen“, verspricht Wallenßus: „Sie werden eine erfolgreiche Saison spielen.“

Eine kuriose Serie

Vielleicht hält dann sogar seine denkwürdige persönliche Serie: „Als ich damals aus Werders Jugend zum HSV gewechselt bin, sind Werders Profis aufgestiegen. Und als ich nach Rehden gegangen bin, sind im Jahr darauf die HSV-Profis aufgestiegen…“

Röhrbein hätte nichts gegen einen Kampf um die oberen Plätze. Dass er nun nach dem Abschied von Noah Wallenßus noch einmal auf dem Transfermarkt tätig wird, schloss der Sportchef aus: „Nein, wir machen nichts mehr. Wir bleiben entspannt.“