Alexander Hildebrandt wird Quartiersmanager – und scheidet aus dem Zollinger Gemeinderat aus
Raphael Wiesheu wurde in der jüngsten Sitzung als neuer Zollinger Gemeinderat vereidigt. Der 30-jährige Bio-Landwirt folgt auf Alexander Hildebrandt, der als Quartiersmanager ins Rathaus wechselt.
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Stand: 20.09.2026, 14:00 Uhr
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Raphael Wiesheu wurde in der jüngsten Sitzung als neuer Zollinger Gemeinderat vereidigt. Der 30-jährige Bio-Landwirt folgt auf Alexander Hildebrandt, der als Quartiersmanager ins Rathaus wechselt.
Zolling – Nachdem in der Juni-Sitzung des Zollinger Gemeinderates beschlossen worden war, dass Alexander Hildebrandt (UBZ) als Quartiersmanager der Kommune arbeiten wird, musste bei der jüngsten Sitzung nun offiziell der Amtsverlust bekanntgegeben werden. Der Grund des „Rücktritts“: Beamte oder Arbeitnehmer der Gemeinde dürfen laut der Gesetzgebung kein ehrenamtliches Mitglied des Gemeinderates mehr sein.
Zur Erklärung des neuen Jobs: Ein kommunaler Quartiersmanager hat unter anderem die Aufgabe, das Leben im Wohnumfeld älterer Menschen nachhaltig zu verbessern. Es geht dabei nicht nur um barrierefreies Wohnen, sondern auch um soziale Teilhabe und Unterstützung im Alltag. Der Quartiersmanager kümmert sich um die Vernetzung von Angeboten, die Erkennung von Lücken und die Organisation von Beratung und Unterstützung für die Bewohner. Dabei war Hildebrandt 2023 selbst erst als Nachrücker, damals von der UBZ-Gemeinderätin Julia Spengler, ins Gremium gekommen.
Vom Besucherstuhl zur Vereidigung
Und auch Spengler schied damals nach knapp zehn Jahren Gemeinderatstätigkeit aus, weil sie seitdem im Rathaus arbeitet. „Das ist jetzt unsere Standesbeamtin“, erklärte Bürgermeister Helmut Priller (UBZ) schmunzelnd. Doch wie geht es nun weiter im UBZ-Gemeinderat-Roulette? Hildebrandts Nachfolger wird der 30‑jährige Raphael Wiesheu, Bio-Landwirt aus Unterappersdorf, der von den Besucherstühlen von Priller direkt an den Gremiumstisch zum Vereidigen gebeten wurde.
Zum Einleben hatte Wiesheu allerdings kaum Zeit, denn er musste prompt einige Entscheidungen treffen – etwa, ob er einer der zwei Jugendreferenten der Gemeinde werden möchte. „Ich glaube, das ist mir für den Anfang zu viel“, erklärte Raphael Wiesheu, weshalb er dafür Stephan Griebel (UBZ) vorschlug.
Nachdem dieser angenommen hatte, ging es aber auch noch um andere Ämter, die sich das neue Gemeinderatsmitglied allerdings alle zutraute. Somit ist Raphael Wiesheu ab jetzt ein stellvertretendes Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss, ein stellvertretender Verbandsrat in der Schulverbandsversammlung sowie in der Gemeinschaftsversammlung der VG Zolling und im Wasserzweckverband Baumgartner Gruppe. „Ich bin neugierig, was alles passiert – und ich freue mich darauf“, so die erste Einschätzung des frischgebackenen Zollinger Gemeinderates.