Am 12. September: 20 Jahre Bunkermuseum am Litermont – zwei Anlagen kostenlos geöffnet
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Am 12. September 20 Jahre Bunkermuseum am Litermont – zwei Anlagen kostenlos geöffnet
Nalbach · Originale Einrichtungsgegenstände zeigen den Alltag in den Bunkern. Zum Jubiläum gibt es am 12. September Führungen und einen Festakt mit dem Musikverein Lyra.
01.09.2026 , 19:00 Uhr
2005 wurde der nach dem Zweiten Weltkrieg zugeschüttete ehemalige Westwallbunker Nr. 14 am Litermont wieder freigelegt. Seit 2006 ist darin das Litermontmuseum eingerichtet.
Foto: Historischer Verein Nalbach/Repro Dieter Lorig/Archiv Historischer Verein Nalbach
Seit 20 Jahren gibt es wenige Hundert Meter unterhalb des Litermontgipfels ein Bunkermuseum und einen Geschichtspark mit landwirtschaftlichen Geräten. Aus diesem Grund laden die Gemeindeverwaltung und der historische Verein Nalbach zu einem Fest im Umfeld der Museumsanlagen am Litermont ein. Die Veranstaltung findet am Samstag, 12. September, statt. In der Zeit von zwölf bis 18 Uhr sind die Türen des fast 90 Jahre alten Westwallbunkers und eines benachbarten Bunkers geöffnet.
Eindruck vom Alltag der Wehrmachtssoldaten
So können sich Besucher und Besucherinnen kostenlos einen Eindruck vom Innern der Bunker verschaffen. Sie sind teils mit originalen Einrichtungsgegenständen ausgestattet, die einen realistischen Eindruck vom Alltag der Wehrmachtssoldaten vermitteln. Am Veranstaltungstag ist aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Litermontmuseums und Geschichtsparks ab 16 Uhr ein Festakt unter Begleitung des Musikvereins Lyra Nalbach-Piesbach geplant.
Sowohl der Geschichtspark mit landwirtschaftlichen Geräten als auch das Bunkermuseum sind ein generationsübergreifendes Bildungs- und Freizeitangebot. Menschen jedes Alters sind dazu eingeladen, Historie aus nächster Nähe zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen. „Unser Bunker ist ein historischer Ort, der als Gedenkstätte an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs und die dramatischen Ereignisse dieser Zeit erinnert“, sagt Albert Steinmetz, langjähriger Ortsvorsteher in Nalbach und Vorsitzender des historischen Vereins der Gemeinde.
Bunkerwart Achim Kallenborn betreut die Anlage
Nachdem die Gemeinde vor über 20 Jahren den zugeschütteten Bunker am Litermont freigelegt hatte, machte Steinmetz mit einem ehrenamtlich tätigen Helferteam, Mitgliedern des Ortsrates und Sponsoren die Anlage begehbar und richtete darin ein kleines Museum ein. Gleichzeitig sammelte das Helferteam alte landwirtschaftliche Geräte und baute einen Geschichtspark direkt neben dem Westwallbunker auf.
Die Betreuung der Anlage, inklusive kostenloser Führung darin, obliegt Bunkerwart Achim Kallenborn vom historischen Verein der Gemeinde Nalbach. Er beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Militärhistorie seiner Heimatgemeinde und veröffentlichte darüber mehrere Bücher.
Bunker waren Bestandteil der sogenannten „Siegfriedlinie“
Der unterhalb des Hotel-Restaurants Litermont befindliche zweite Bunker ist in Privatbesitz und wird von Frank Albrecht betreut. Beide Bunker waren Bestandteil der sogenannten „Siegfriedlinie“ und wurden um das Jahr 1939 von Arbeitern der paramilitärischen Organisation Todt errichtet. So verfügt der heutige Museumsbunker als ehemaliger Kampfstand über eine Wand- und Deckenstärke von zwei Metern sowie eine verstärkte Frontplatte mit Verschluss.
Zur ursprünglichen Ausstattung gehörten ein Maschinengewehr, ein gasdichter Ofen und klappbare Betten. Die Anlage war für eine Besetzung mit fünf Soldaten vorgesehen. Der jederzeit frei zugängliche historische Geschichtspark mit landwirtschaftlichen Geräten und Arbeitsmitteln wurde vor zwei Jahren erneuert und durch die Leaderregion SaarMitte finanziell gefördert. (sle/sop)