WM-Finale 2030 für Unterstützung verkauft? FIFA dementiert Infantino-Pläne im Machtkampf
StartseiteSportFußballAngezählter Infantino will sich wohl mit WM-Finale Unterstützung erkaufenStand: 05.08.2026, 20:41 UhrKommentareUns auf Google folgenFIFA-Krisensitzung und Infantino-Rücktritt? Wer das geho...
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Angezählter Infantino will sich wohl mit WM-Finale Unterstützung erkaufen
Stand: 05.08.2026, 20:41 Uhr
FIFA-Krisensitzung und Infantino-Rücktritt? Wer das gehofft hatte, dürfte schwer enttäuscht sein. Der Verband widerspricht Kuhhandel-Gerüchten.
Rabat – Gianni Infantino kämpft ums politische Überleben. Um diesen Kampf erfolgreich zu gestalten, greift er möglicherweise wieder einmal auf Druckmittel zurück. Der FIFA-Präsident soll Marokko das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2030 versprochen haben, um sich die Unterstützung des Landes in seinem Machtkampf an der Verbandsspitze zu sichern. Das berichtet The Times unter Berufung auf eine anonyme Quelle.

Hintergrund ist das Scheitern von Infantinos Plan, Anteile an FIFA-Turnieren an private Investoren zu verkaufen. Infolge der Aufdeckung des Skandals schwand der Rückhalt des 56-Jährigen rapide. Weil sich unter anderem die gesamte UEFA offen gegen Infantino gestellt hatte, machten bereits unterschiedliche Szenarien zur Ablösung Infantinos die Runde. Doch der hat ganz andere Pläne.
FIFA widerspricht Berichten zum Kuhhandel um WM-Finale 2030
So mancher spekulierte schon über einen Rücktritt Infantinos nach der Krisensitzung im marokkanischen Sale, in der Nähe Rabats. Am Mittwoch hielt Infantino im dort ansässigen FIFA-Afrika-Büro eine Krisensitzung mit hochrangigen Mitarbeitern ab. Doch statt eines möglichen Rückzugs des FIFA-Präsidenten wurden wohl Pläne geschmiedet, wie er doch noch das Blatt zu seinen Gunsten wenden kann.
Ein Baustein zum Machterhalt soll nun sein, möglichst viele FIFA-Mitgliedsverbände dazu zu bewegen, sich öffentlich zu Infantino zu bekennen. Marokko soll dabei eine Schlüsselrolle zukommen. Das versprochene Finale wäre ein gewichtiges Zugeständnis. Die WM 2030 wird auf drei Kontinenten ausgetragen, die meisten Partien in Spanien, Portugal und Marokko. Als logischer Endspielort galt lange das aufwendig sanierte Bernabeu-Stadion in Madrid. Doch Marokkos Regierung lässt derzeit in Casablanca ein Stadion mit 115.000 Plätzen hochziehen.
Der Veröffentlichung, wonach Infantino Marokko das WM-Finale 2030 versprochen hätte, widersprach ein FIFA-Sprecher gegenüber Sky News: „Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der FIFA-Präsident habe irgendwelche Zusagen hinsichtlich der Ausrichtung des Endspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2030 gemacht. Eine Entscheidung wird von der FIFA zu gegebener Zeit getroffen werden.“
Eine anderes Mittel, um mehr Unterstützer für Infantino zu gewinnen, könnte die erneute Vergrößerung des Teilnehmerfeldes der Fußball-WM der Männer sein. Was genau sich Infantino und seine Vertrauten in der Nähe Rabats aber ausgedacht haben, dürfte erst einmal Anlass zu Spekulationen sein. Doch eines ist sicher: Der Machtkampf um die FIFA-Führung spitzt sich weiter zu. (sch)