Anleihemarkt: Ausverkauf am Bondmarkt – zehnjährige US-Anleihe bei 5,1 Prozent

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Anleihemarkt: Ausverkauf am Bondmarkt – zehnjährige US-Anleihe bei 5,1 Prozent

Anleihemarkt: Ausverkauf am Bondmarkt – zehnjährige US-Anleihe bei 5,1 Prozent

Eine schwache Nachfrage bei der Auktion von US-Staatsanleihen und zunehmende Sorgen um einen strafferen Zinskurs der Fed haben die Renditen auf neue Jahreshöchststände getrieben.

Börsenkurse auf Bildschrmen: Am Mittwoch zogen die Renditen der US-Staatsanleihen deutlich an. Foto: IMAGO/UPI Photo

New York. Am größten und wichtigsten Anleihemarkt der Welt haben Anleger am Mittwoch reihenweise US-Staatsanleihen auf den Markt geworfen. In der Folge sind die Renditen der amerikanischen Schuldtitel auf die höchsten Stände seit Jahren gestiegen. Auch europäische Staatsanleihen gerieten in dem Zuge unter Druck.

Die wichtige zehnjährige US-Benchmarkanleihe ist zur Wochenmitte auf 5,13 Prozent geklettert und damit auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2007. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen steuert nun auf den siebten Monat in Folge mit einem Anstieg zu – die längste Aufwärtsbewegung seit 2011.

Auch über die anderen Laufzeiten hinweg stiegen die US-Renditen im Handelsverlauf auf Mehrjahreshöchststände.

  • Die zweijährigen US‑Bonds legten um 12 Basispunkte auf 4,889 Prozent zu.
  • Die fünfjährige US-Staatsanleihe notierte zwischenzeitlich bei knapp über 5,0 Prozent.
  • Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe, die als Benchmark für Unternehmensanleihen gilt, kletterte zwischenzeitlich um bis zu 18 Basispunkte auf 5,13 Prozent, den höchsten Stand seit 19 Jahren.
  • Die 30-jährige US‑Staatsanleihe zog auf 5,4 Prozent an – und liegt damit nur etwa vier Basispunkte unter dem Höchststand seit 2004.

Gründe für den Ausverkauf

Am Mittwoch sorgte eine Reihe von Daten und Entwicklungen für Druck an den Anleihemärkten. Zum einen wurde heute der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor von S&P Global vorgelegt. Demnach erreicht die Wirtschaftstätigkeit im September den höchsten Stand seit über fünf Jahren.

Der Datenanbieter S&P merkte jedoch an, dass dieses Wachstum mit gravierenden Engpässen in den Lieferketten einherginge. Das deute darauf hin, „dass die Unternehmen an Preisgestaltungsmacht gewinnen, was für die Inflationsaussichten Anlass zur Sorge gebe“, sagte S&P-Ökonom Chris Williamson dazu.

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