Arztbesuche steigen rasant: Für wen die Grippeimpfung jetzt wichtig ist
StartseiteLokalesNiedersachsenStand: 03.10.2026, 21:00 UhrKommentareUns auf Google folgenDie STIKO rät auch in diesem Jahr erneut vielen Menschen in Deutschland zur Grippeschutzimpfung. (Symbolbild) © Robert Mi...
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Stand: 03.10.2026, 21:00 Uhr
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Mit dem stärker aufkommenden Herbst beginnt auch langsam die Grippesaison. Experten raten zu einem rechtzeitigen Schutz. Wer sich impfen lassen sollte.
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und immer mehr Menschen werden krank. In den letzten vier Wochen ist die Zahl der Arztbesuche akuter Atemwegserkrankungen deutlich angestiegen. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) gab es in der letzten Woche 1216 Arztbesuche je 100.000 Einwohner. Anfang September hatte der Wert noch bei 632 gelegen.
Mit dem Herbst und dem schlechteren Wetter verlagern auch immer mehr Menschen ihren Aufenthalt noch mehr in geschlossene Räume. Damit haben es auch Viren leichter, zu zirkulieren. Anfang Oktober beginnt üblicherweise die Grippesaison in Deutschland. Wer sich nun rechtzeitig um eine Impfung bemühen sollte.
Neue Grippesaison beginnt – das sind die typischen Symptome
Als Grippesaison bezeichnet das RKI jenen Zeitraum, in dem Influenza-A- und ‑B-Viren hauptsächlich zirkulieren. Auf der nördlichen Halbkugel beginnt das üblicherweise in der 40. Kalenderwoche Anfang Oktober und geht bis zur 20. Kalenderwoche des Folgejahres Mitte Mai. In diesem Jahr geht die 40. Kalenderwoche vom 28. September bis 4. Oktober.
Während sich eine Erkältung meist dahinschleppt und schwächere Symptome zeigt, setzten bei der Grippe die Symptome sehr plötzlich und sehr heftig ein, erklärt die Krankenkasse AOK. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit gehören zu den typischen Symptomen einer Grippe-Erkrankung unter anderem:
- Fieber zwischen 38 und 40 Grad oder höher
- Muskel- und Gelenkschmerzen im ganzen Körper
- Kopfschmerzen
- Halsschmerzen
- Schüttelfrost
- Starke Abgeschlagenheit und ausgeprägtes Krankheitsgefühl
- Trockener Husten ohne Schleim
- Verstopfte oder laufende Nase
- Appetitlosigkeit
- Starke Müdigkeit
Grippeimpfung 2026: Diesen Personengruppen raten Experten zur Impfung
Zum Schutz vor der Grippe empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) für alle Personen ab 60 Jahren. Auch für Schwangere und Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung empfehlen die Experten eine Grippeschutzimpfung. Um rechtzeitig geschützt zu sein, rät die STIKO, die jährliche Impfung im Herbst oder Winter zwischen Oktober und Mitte Dezember durchführen zu lassen. Der Höhepunkt der Influenzawelle in Deutschland wurde in den letzten Jahren meist nach dem Jahreswechsel erreicht.
Sollte die Grippeschutzimpfung in der Zeit zwischen Oktober und Mitte Dezember versäumt werden, kann es laut Experten auch ratsam sein, diese zum Beginn oder im Verlauf der Grippewelle nachzuholen. Wie lange die Influenzawelle andauern wird, lässt sich laut den Experten nicht genau vorhersagen. Nach der Impfung kann es zwischen zehn und 14 Tagen dauern, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist.