Todesfall in der Familie: Moser nach Athletissima emotional

Moser nach Athletissima in Lausanne ganz emotional «Erst das Mega-Hoch des EM-Titels, dann der Todesfall»Athletissima in Lausanne! Und dabei gibt es viel Schweizer Jubel. Doch Angelica Moser sorgt auch für eine...

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Todesfall in der Familie: Moser nach Athletissima emotional

Moser nach Athletissima in Lausanne ganz emotional

«Erst das Mega-Hoch des EM-Titels, dann der Todesfall»

Athletissima in Lausanne! Und dabei gibt es viel Schweizer Jubel. Doch Angelica Moser sorgt auch für einen traurigen Moment.

Publiziert: 21.08.2026 um 19:22 Uhr

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Aktualisiert: 21.08.2026 um 23:39 Uhr

Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Athletissima zur grossen Wasserschlacht verkam, ist Wettergott Petrus dem Diamond-League-Meeting in Lausanne diesmal gut gesinnt. Er lässt die angekündigte, riesige Regenfront an der Stadt vorbeischrammen – und sichert so das Programm eines Abends, der ganz im Zeichen der Heimatrückkehr von Audrey Werro steht. Die frischgekürte Europameisterin von Birmingham wird 54 Kilometer Luftlinie von ihrem Wohnort Courtepin FR entfernt frenetisch empfangen. Und sie liefert schon wieder ab! Werro siegt über 800 Meter in 1:55,33 Minuten mit neuem Meeting-Rekord. Ganz knapp vor der Holländerin Femke Bol (1:55,41). Veronica Vancardo wird starke Vierte, Valentina Rosamilia Fünfte.

Der angestrebte und viel thematisierte Weltrekord (1:53,28) muss damit noch warten – ohrenbetäubend laut wird es in der Lausanner Arena dennoch. Werro hat nun tatsächlich jedes Freiluft-Rennen dieser Saison gewonnen. Dominanz pur. Ihre Eltern Philomène und Claude tragen auf der Tribüne – wie schon in Birmingham – das eigens für dieses Jahr angefertigte, traditionelle Gewand aus der Elfenbeinküste. Es muss ein spezielles Gefühl für sie sein: Vor einem Jahr erlief Werro hier am Lac Léman ihren allerersten Diamond-League-Podestplatz. Mittlerweile ist sie die absolute Königin der 800er-Distanz.

Ein weiteres Schweizer Highlight gibts im Stabhochsprung: Angelica Moser stellt auch an der Athletissima ihre starke Form unter Beweis. Für den Sieg auf der Pontaise reicht es der frischgekürten Europameisterin zwar nicht – dafür für den zweiten Platz. Im Gegensatz zur amerikanischen Siegerin Hana Moll kommt die Zürcherin nicht über 4,84 m. Sie beendet den Wettkampf mit einer Besthöhe von 4,74 m.

Danach wird Moser ganz emotional: «Es war nicht einfach, die ganze Woche schon. Erst das Mega-Hoch des EM-Titels, dann der Todesfall. Darauf kann man sich nicht vorbereiten, es ist sehr traurig. Darum bin ich mega stolz, dass ich trotzdem gesprungen bin und auch so gut gesprungen bin», so Moser gegenüber SRF. Ihre Grossmutter ist diese Woche verstorben.

Ehammer wieder Zweiter

Weitspringer Simon Ehammer räumt wieder ab. Wie an der EM wird er hinter dem Griechen Miltiadis Tentoglou Zweiter (8,13 m). Und Hürden-Europameister Jason Joseph belohnt sich diesmal mit Platz drei (13,29 Sekunden).

Dominic Lobalu, der über 10’000 m EM-Zweiter wurde, kann derweil über die halbe Distanz nicht nachdoppeln. Im 5000-m-Rennen muss der Mitfavorit die Konkurrenz am Ende ziehen lassen. Er wird in 13:00,73 Minuten Achter und bleibt damit klar über seinem Saisonbestwert. Ebenfalls nicht wunschgemäss läuft es bei Ditaji Kambundji. Die Hürden-Weltmeisterin, die einen Teil des Sommers wegen einer Oberschenkelzerrung verpasste und an der EM unglückliche Vierte wurde, kommt auch an der Athletissima nicht auf Touren. Mit 12,71 Sekunden bleibt sie neun Hundertstel über ihrer persönlichen Saisonbestzeit und klassiert sich auf Platz sechs. Auch die beiden Birmingham-Staffel-Silberheldinnen Fabienne Hoenke (Fünfte in 22,83 Sekunden) und Léonie Pointet (Sechste in 23,55) bleiben über 200 m ohne Exploit. Genauso wie EM-Bronzegewinner Timothé Mumenthaler (Sechster, 20,36 Sekunden).

Zum Schluss gibts noch einmal Schweizer Jubel: Die Schweiz gewinnt den 4x100-m-Staffellauf der Frauen. Géraldine Tizio-Frey, Fabienne Hoenke, Léonie Pointet und Salomé Kora setzen sich in 42,91 Sekunden durch.

Nathacha Kouni, Cynthia Reinle, Ajla Del Ponte und Soraya Becerra laufen ausserdem in 43,45 Sekunden auf Rang drei. Silber geht an Portugal, das die Ziellinie nach 43,40 Sekunden überquert.

Das Meeting zum Nachlesen

21.08.2026, 21:37 Uhr

Werro begeistert wieder

Europameisterin Audrey Werro holt sich über 800 m den Sieg. Sie läuft in 1:55,33 Meetingrekord. Damit kommt sie dem EM-Rekord (1:54,81), den sie in Birmingham aufgestellt hat, sehr nahe. Die Schweizerin läuft lange vorneweg, auf der Zielgeraden kommt ihr die Holländerin Femke Broeders-Bol aber noch einmal gefährlich nahe. Es ist die fünftschnellste Zeit ihrer Karriere. 

«Es war schön, hier in der Schweiz zu rennen. Die Energie war sehr gut, ich hatte viel Freude. Ich habe die 400-m-Zeit noch nicht gesehen, aber das Rennen war sehr schnell, darum war es am Ende etwas schwierig. In Birmingham war es einfacher, ich habe nach der EM auch etwas Müdigkeit verspürt. Ich war nur zwei Tage zu Hause und hatte wenig Erholung. Das muss ich jetzt nachholen für den Saisonendspur.», sagt Werro nach dem Rennen gegenüber SRF. 

0:27

Mit neuem Meeting-Rekord:Werro holt sich den Heimsieg in Lausanne

21.08.2026, 22:00 Uhr

Ehammer wird Zweiter

Simon Ehammer, der an der EM in Birmingham Silber im Weitsprung holte, wird auch in Lausanne Zweiter. Seine 8,13 werden nur vom Griechen Miltiadis Tentoglu (8,24) überboten.

21.08.2026, 21:55 Uhr

Nächster Sieg für die Schweiz

Die Schweizer Frauenstaffel siegt über 4x100m. Géraldine Tizio-Frey, Fabienne Hoenke, Léonie Pointet und Salomé Kora laufen 42,91. Das zweite Schweizer Team (Nathacha Kouni, Cynthia Reinle, Ajla Del Ponte und Soraya Becerra) holt Rang drei in 43,45 hinter Portugal in 43,40. 

21.08.2026, 21:49 Uhr

Kein Exploit von Mumenthaler

Timothé Mumenthaler kommt nicht an seine persönliche Bestleistung von 20,09, die er diese Saison aufgestellt hat, heran. Er wird mit 20,39 Sechster. Es gewinnt Olympiasieger Letsile Tebogo aus Botswana in 19,87.

21.08.2026, 21:30 Uhr

Jason Joseph Dritter

Jason Joseph (27) läuft über 110 m Hürden auf Rang drei. Seine 13,29 unterbieten nur Kendry Menéndez aus Kuba (13,20) und Jamal Britt aus den USA (13,13). Der zweite Schweizer Podestplatz des Abends ist Tatsache. 

21.08.2026, 21:25 Uhr

Angelica Moser verpasst Sieg knapp

Angelica Moser stellt auch an der Athletissima ihre starke Form unter Beweis. Für den Stabhochsprung-Sieg auf der Pontaise reicht es der frischgekürten Europameisterin zwar nicht – dafür aber für den starken zweiten Platz. Im Gegensatz zur amerikanischen Siegerin Hana Moll kommt die Zürcherin nicht über 4,84 m. Sie scheitert dreimal und beendet den Wettkampf so mit einer Besthöhe von 4,74 m. Die US-Amerikanerin Hana Moll (21) schafft die 4,84 in ihrem dritten Versuch.

21.08.2026, 21:18 Uhr

Lobalu kann nicht glänzen

Dominic Lobalu, der über 10’000 m EM-Zweiter wurde, kann in Lausanne über die halbe Distanz nicht nachdoppeln. Im 5000-m-Rennen muss der Mitfavorit die Konkurrenz am Ende ziehen lassen. Er wird in 13:00,73 Minuten Achter und bleibt damit klar über seinem Saisonbestwert. Den Sieg krallt sich Birhanu Balew aus Bahrain (12:57,55).

21.08.2026, 20:58 Uhr

Ehammer springt weit

Auch Simon Ehammer ist an der Athletissima angekommen. Der Schweizer Weitspringer springt in seinem ersten Versuch gleich 7,82m weit.

21.08.2026, 20:57 Uhr

Kambundji ohne Chance

Über die 100m Hürden kann Ditaji Kambundji nicht um die Entscheidung mitsprinten. Die Hürdenläuferin wir am Schluss Sechste. Erfolgreicher ist das Rennen für die Gewinnerin Masai Russell gelaufen. Mit einem neuen Meetingrekord (12,27 Sekunden) gewinnt sie vor Nadine Visser und Alaysha Johnson.

21.08.2026, 20:40 Uhr

Moser startet in den Wettkampf

Nun hat der Wettkampf für Angelika Moser begonnen. Die Stabhochspringerin überspringt die Hürde auf 4,64m locker und übernimmt sogleich deutlich die Führung.

21.08.2026, 20:28 Uhr

Fabienne Hoenke im Interview

«Es ist schon nicht so einfach, in den Rennmodus zu finden. Es ist ein Highlight. Es ist speziell, sich mit der internationalen Konkurrenz zu messen. Ich habe nicht viel von den anderen Athletinnen mitbekommen. Der Start ist mir gut gelungen. Gegen Ende konnte ich nicht mehr ganz einen drauf legen. Es war aber ein solider Lauf.» via SRF