Es ist fast 250 Jahre alt: Das Haus Troistorff in Monschau öffnet am Wochenende seine Türen
"Ist das schön", hört man fast täglich von Touristen, die in der Laufenstraße am Haus Troistorff vorbeikommen. Die Eifelstadt Monschau, bekannt für ihre historische Altstadt, beherbergt so einige sehenswerte Ge...
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"Ist das schön", hört man fast täglich von Touristen, die in der Laufenstraße am Haus Troistorff vorbeikommen. Die Eifelstadt Monschau, bekannt für ihre historische Altstadt, beherbergt so einige sehenswerte Gebäude und Gassen. Das Haus Troistorff ist dabei auch für viele Eheleute ein besonderer Ort: Rund 1.500 Hochzeitspaare geben sich hier jährlich das Ja-Wort und schreiten anschließend die Freitreppe hinunter.
Haus Troistorff in Monschau: Ganz besonderes Licht im Denkmal
Seit 1895 ist das Wohnhaus in kommunalem Besitz. Damit es erhalten bleibt, kümmert sich seit den 90er-Jahren der Kunst- und Kulturverein Haus Troistorff um das 250 Jahre alte Denkmal. Michael Jansen betreut als Ur-Monschauer seit kurzem als Pate die Sehenswürdigkeit.
"Es hat einen repräsentativen Außenbalkon. Die Fassade ist wunderbar eingeteilt", schwärmt Jansen. Von außen sieht das Gebäude wie ein Steinhaus aus. Tatsächlich handelt es sich um ein Fachwerkhaus, das mit Außenputz versehen wurde. 1.260 kleine Glasscheiben sorgen im Inneren für ein besonderes Licht.
"Was es besonders macht, ist die Eleganz des Hauses." Michael Jansen, Pate von Haus Troistorff
Erbaut wurde das Haus Mitte des 18. Jahrhunderts vom Tuchfabrikanten Matthias Peter Wolfgang Troistorff. Schon während der Blütezeit der Tuchproduktion in Monschau gehörte das Gebäude neben dem Roten Haus zu den Prachtbauten des Bürgertums ‒ bis sich Anfang des 19. Jahrhunderts Ländergrenzen verschoben und der Absatz zurückging.
Empfangszimmer Haus Troistorff: 3D-Tapete
Besonders beeindruckt ist Jansen vom Empfangszimmer. Es wurde mit großem Aufwand von der Städteregion restauriert und ist mit kunstvollen Tapeten in 3D-Optik verziert. "Es sind Darstellungen der Mosel", erklärt Jansen.
"Das Zimmer war ein Geschenk des Erbauers an seine Gattin, die aus dem Moseltal stammte", sagt Jansen. "Damit konnte sie sich an ihre Heimat erinnern." Bis heute ist nicht bekannt, wer die kostbaren Tapeten gestaltet hat.