Winter-Check fürs Auto: Mit diesen fünf einfachen Kontrollen starten Sie pannenfrei in den Winter

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Winter-Check fürs Auto: Mit diesen fünf einfachen Kontrollen starten Sie pannenfrei in den Winter

Auto winterfest machen: Diese fünf Punkte sollten Sie jetzt unbedingt prüfen

Stand: 09.10.2026, 07:23 Uhr

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Frostschutzmittel wird ins Wischwasser gekippt

Frostschutzmittel gehört unbedingt rechtzeitig vor dem Winter ins Scheibenwaschwasser. (Symbolbild) © Depositphotos/Imago

Viele denken erst an den Wintercheck, wenn die Scheiben morgens vereist sind. Dabei entscheidet sich schon vorher, ob das Auto bei Kälte zuverlässig funktioniert.

Kassel – Der erste Frost kommt selten gelegen: Morgens springt das Auto nicht an, die Scheibenwaschanlage friert ein oder die Reifen haben auf nasser Fahrbahn zu wenig Grip. Wer die wichtigsten Punkte rechtzeitig prüft, muss bei eisiger Kälte und Schneefall nicht improvisieren. Diese fünf Checks helfen dabei, das Auto rechtzeitig auf die Wintersaison vorzubereiten.

1. Batterie prüfen

Kälte setzt einer Autobatterie besonders zu. Zeigt der Wagen beim Starten bereits Schwächen, sollte die Batterie nicht erst beim nächsten Frost überprüft werden. Eine Werkstatt kann den Zustand und die Startleistung testen. Wer ein geeignetes Messgerät und Erfahrung hat, kann die Spannung selbst prüfen – bei Unsicherheit ist der Fachbetrieb die bessere Wahl. Auch ein Starthilfekabel oder ein passender Booster kann im Winter im Notfall hilfreich sein. Bei wiederkehrenden Startproblemen genügt es nicht, die Batterie einfach nachzuladen. Lassen Sie prüfen, ob die Batterie selbst, die Anschlüsse oder das Ladesystem die Ursache sind.

2. Beleuchtung und Sicht kontrollieren

Kurze Tage, Regen und Nebel machen funktionierendes Licht besonders wichtig. Prüfen Sie bei einem Rundgang ums Auto Abblend- und Fernlicht, Blinker, Brems- und Rückleuchten sowie Nebelschlussleuchte und Kennzeichenbeleuchtung. Eine zweite Person kann beim Test der Bremslichter helfen – alternativ können Sie den Wagen auch vor einer weißen Wand parken und durch die Reflektion testen. Entfernen Sie Schmutz von Scheinwerfern und Leuchten; defekte oder falsch eingestellte Lampen sollten Sie zeitnah reparieren lassen. Reinigen Sie auch die Windschutzscheibe von innen. Ein dünner Schmutzfilm kann bei tief stehender Sonne oder entgegenkommendem Licht zu starker Blendung führen.

3. Wischer, Waschanlage und Kühlsystem winterfest machen

Wischerblätter, die Schlieren ziehen oder über die Scheibe rubbeln, sollten ersetzt werden – in manchen Fällen hilft auch das Nachschneiden der Wischergummis. Füllen Sie in die Scheibenwaschanlage ein Frostschutzmittel, das zu den Temperaturen in Ihrer Region passt, und beachten Sie die Angaben auf dem Produkt. Eine klare Scheibe ist gerade bei Streusalz und Spritzwasser entscheidend.

Auch der Frostschutz im Kühlsystem sollte stimmen: Friert das Kühlmittel ein, kann das teure Schäden verursachen. Die Konzentration lässt sich mit einem geeigneten Prüfgerät kontrollieren. Verwenden Sie nur ein für Ihr Fahrzeug freigegebenes Kühlmittel – bei Unsicherheit sollte eine Werkstatt prüfen und nachfüllen. Wischen Sie die Scheibe nach dem Einfüllen der Waschanlagenflüssigkeit einmal durch, damit auch Leitungen und Düsen mit dem frostgeschützten Gemisch gefüllt sind.

4. Reifen rechtzeitig wechseln und überprüfen

Winterreifen sollten nicht erst montiert werden, wenn Schnee liegt. Kontrollieren Sie vor dem Wechsel Profiltiefe, Zustand und Luftdruck. Für den Luftdruck gilt der Wert des Fahrzeugherstellers; er steht meist im Türrahmen, in der Tankklappe oder in der Bedienungsanleitung.

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Für winterliche Bedingungen werden mindestens vier Millimeter empfohlen. Als grobe Kontrolle eignet sich eine Zwei-Euro-Münze: Ihr silberner Rand ist etwa vier Millimeter breit. Bei Zweifeln ist ein Profiltiefenmesser genauer.

In Deutschland gibt es keine feste Winterreifenpflicht von Oktober bis Ostern. Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte müssen aber auf allen Rädern Reifen montiert sein, die den gesetzlichen Anforderungen an Winterreifen entsprechen. Dazu zählen Winterreifen und Allwetterreifen (auch Ganzjahresreifen genannt), sofern sie das Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) tragen. Die alleinige M+S-Kennzeichnung reicht dafür seit dem Ende der Übergangsfrist nicht mehr aus. Die „O-bis-O“-Regel ist eine Orientierung, kein Gesetz.

5. Notfallausrüstung griffbereit verstauen

Eiskratzer und Schneebesen gehören im Winter ins Auto. Sinnvoll sind außerdem warme Handschuhe, eine Decke, eine Taschenlampe, ein Ladekabel fürs Mobiltelefon und – je nach Strecke – ein Starthilfekabel oder eine kleine Schaufel. Experten raten dazu, wichtige Dinge für Winter-Pannen griffbereit zu halten. Verstauen Sie die Gegenstände so, dass Sie sie auch bei voll beladenem Kofferraum erreichen.

Warndreieck, Warnweste und der Verbandskasten zählen zur Pflichtausstattung im Auto und sollten ebenfalls an Bord und schnell erreichbar sein. Bei längeren Fahrten können zusätzlich Wasser und ein kleiner Snack nützlich sein, falls es zu einer längeren Wartezeit kommt.