Wallis: Bella-Tola-Gletscher fast vollständig geschmolzen

Publiziert13. August 2026, 07:44WallisBella-Tola-Gletscher ist praktisch weggeschmolzenHitze und rasante Schneeschmelze haben dem Bella-Tola-Gletscher stark zugesetzt. Schon 2023 war seine Fläche auf die Grösse...

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Wallis: Bella-Tola-Gletscher fast vollständig geschmolzen

Publiziert13. August 2026, 07:44

WallisBella-Tola-Gletscher ist praktisch weggeschmolzen

Hitze und rasante Schneeschmelze haben dem Bella-Tola-Gletscher stark zugesetzt. Schon 2023 war seine Fläche auf die Grösse von sieben Fussballfeldern geschrumpft.

Justin Arber

Das Bild zeigt den Bella-Tola-Gletscher im Jahr 2005.

Das Bild zeigt den Bella-Tola-Gletscher im Jahr 2005.Wiki Commons/Bernd Brägelmann (2005)

Darum gehts

  • Schweizer Gletscher leiden unter extremen Bedingungen: Erst schmolz der Schnee rasant, dann folgt eine Hitzewelle auf die andere.
  • Aktuelle Bilder des Bella-Tola-Gletschers im Val d'Anniviers VS zeigen nur noch vereinzelte Schneefelder.
  • Schneeexperte Robert Bolognesi will Ende September eine Schadensbilanz ziehen – besonders gefährdet sind kleine Gletscher in steilen Lagen.

Die Zeitung «Le Nouvelliste» hat aktuelle Bilder des Bella-Tola-Gletschers im Val d'Anniviers VS veröffentlicht. Sie zeigen nur noch einige wenige Schneefelder. Der Schneeexperte Robert Bolognesi erklärt im Bericht, dass der Schnee extrem schnell geschmolzen sei. Danach sei das Eis freigelegt worden und eine Hitzewelle nach der anderen gefolgt. «Das sind nahezu die denkbar schlechtesten Bedingungen für die Gletscherschmelze.»

Matthias Huss, Glaziologe und Leiter des Schweizerischen Gletschermessnetzes GLAMOS, sagt gegenüber SRF, er könne das Verschwinden des Bella-Tola-Gletschers nicht unabhängig bestätigen. Aus den Bildern gehe das zu wenig deutlich hervor. Er sagt aber: «Der Bella-Tola-Gletscher war schon seit fünf Jahren kein aktiver, gesunder Gletscher mehr. Gemäss unserem letzten Inventar 2023 hatte er noch eine Fläche von sieben Fussballfeldern.» Sobald ein Gletscher weniger als eine Hektare misst, wird er nicht mehr ins Inventar aufgenommen. Die nächste Beurteilung liegt aber erst in ein paar Jahren vor.

Gletscher-Bilanz Ende September

Bolognesi erwartet, dass man Ende September eine Bilanz über die durch die Hitze an Schweizer Gletschern entstandenen Schäden ziehen kann. «Die kleineren, in steilen Lagen befindlichen Gletscher sind natürlich besonders empfindlich, aber auch die grossen wie der Aletschgletscher leiden stark», sagt er.

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Justin Arber

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

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