Bergholds Ziel ist das obere Tabellendrittel der Landesliga
StartseiteSportLokalsportKreis RotenburgStand: 07.08.2026, 07:00 UhrKommentareUns auf Google folgenNeues Trainer-Duo beim MTV Jeddingen: Coach Olaf Berghold (rechts) ist im Sommer dazugestoßen, sein Co-Trainer ...
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Stand: 07.08.2026, 07:00 Uhr
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Die Fußballerinnen des MTV Jeddingen gehen mit neuem Coach und drei Neuen in die Saison. Besonders spannend ist die Rückkehr einer erfahrenen Spielerin.
Jeddingen – Nach der sportlich verpassten und anschließend abgelehnten Rückkehr in die Oberliga gehen die Fußballerinnen des MTV Jeddingen im zweiten Jahr in Folge in der Landesliga an den Start. „Hier wollen wir uns im oberen Drittel festsetzen“, sagt Olaf Berghold, der das Traineramt im Sommer von Lena Troschka übernommen hat.
Seit dem 6. Juli befindet sich das Team bereits im Training. „Damit haben wir sieben Wochen Zeit bis zum Kick-off“, erzählt Berghold, dessen Crew zuvor am 16. August im Bezirkspokal beim Bezirksligisten TSV Fischerhude-Quelkhorn ran muss, ehe eine Woche später die SG Beckedorf/Ritterhude zum Landesligaauftakt kommt. Berghold hat vier Einheiten pro Woche eingeplant und alles optimal durchgetaktet.
MTV Jeddingen
Tor
Denise Schloemer
Annika Fahrenholz
Abwehr und Mittelfeld
Lena Bochinski
Anna-Sophie Gonska
Mailin Gilde
Elisa Marlen Hillenhagen
Nele Anna Junck
Julia Meyer
Kamilla Smyczek
Jessica Stutzki
Mittelfeld und Angriff
Alma Bačinović
Lea Boßdorf
Maja Dammann
Delia Kollakowski
Karla Oberdieck
Mayra Reinbold
Emelie Rosebrock-Heemsoth
Hanna Thier
Carlotta Twiefel
Hanna Weidemann
Zugänge: Annika Fahrenholz (FC Union Bremen 60 II), Anna-Sophie Gonska (reaktiviert), Alma Bačinović (U 15-Junioren Rotenburger SV).
Abgänge: Sarah Bunke, Janika Hoffmann, Sofia-Una Rock (alle Karriereende), Lena Troschka (ATSV Scharmbeckstotel), Nele Gabler (SV Böhme).
Das Team ums Team
Trainer: Olaf Berghold.
Co-Trainer: Christian Gorzynski.
Torwarttrainerin/Betreuerin: Ann-Catrin Carstens.
Saisonziel: Oberes Tabellendrittel.
Favoriten: ATSV Scharmbeckstotel, TSV Apensen.
Die Jeddingerinnen müssen dabei einige Abgänge verkraften. Mit Sarah Bunke, Janika Hoffmann und Sofia-Una Rock wurden zum Saisonende gleich drei Urgesteine in den „Ruhestand“ verabschiedet. Auch Lena Troschka, die in der Rückserie als Trainerin fungiert hatte und lange verletzt war, suchte nach vier Jahren eine neue Herausforderung und spielt zukünftig beim Oberliga-Absteiger und Klassenkonkurrenten ATSV Scharmbeckstotel. Nele Gabler zieht es nach nur einem Jahr weiter zum Ligapartner SV Böhme.
Berghold freut sich wiederum über die Zusage von drei Spielerinnen für die neue Serie. „Das sind erst mal zwar nur drei Neuzugänge, das ist aber besser als nichts“, sagt der Neu-Coach. Mit Annika Fahrenholz verstärkt eine weitere Torhüterin den Kader. Fahrenholz spielte schon für den TSV Fischerhude-Quelkhorn und stand zuletzt bei der Reserve des FC Union 60 in der Verbandsliga Bremen zwischen den Pfosten. „Ich wollte neben Denise Schloemer unbedingt eine zweite Torhüterin im Stamm haben. Das war mir wichtig“, erklärt Berghold. Für die Serie wird sich Berghold dann entscheiden müssen, „ich werde aber beide bei Laune halten. Und wenn es personell eng wird, kann ich auch mal eine als Feldspielerin bringen.“
Erfahrungen in der Regionalliga
Mit Anna-Sophie Gonska kehrt eine alte Bekannte zurück. Gonska kommt aus dem Heidekreis und wechselte in der Jugend von der JSG Tewel/Neuenkirchen zu den U 17-Juniorinnen des SV Werder Bremen. Sie war bereits in der Vergangenheit kurz für den MTV Jeddingen, aber auch für den TuS Westerholz aktiv. Die inzwischen 30-Jährige spielte früher auch bereits beim Regionalligisten ESV Fortuna Celle, pausierte zuletzt aber. „Der Kontakt ist nie abgerissen. Es freut mich, dass Anna nach einer längeren Pause ihr Comeback geben möchte, auch wenn wir noch ein paar Wochen warten müssen. Wann sie abliefert, ist noch offen. Aber es ist gut, dass sie sich für uns entschieden hat“, freut sich Berghold schon jetzt auf den Einsatz einer routinierten und fertigen Spielerin.
Beim dritten Zugang handelt es sich um einen Youngster. Alma Bacinovic kommt aus der U 15-Juniorenmannschaft des Rotenburger SV, amtierender Kreispokalsieger, nach Jeddingen und gibt damit ihr Debüt im Frauenfußball. „Alma absolviert gerade einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt und stößt erst Mitte September zu uns. In der letzten Serie hat sie aber schon öfter mittrainiert und ihre Qualität gezeigt“, erzählt Berghold. Bacinovic ist noch 15 Jahre alt und damit die Jüngste im Kader. Auf Verstärkung aus den eigenen B-Juniorinnen muss Jeddingen indes noch ein Jahr warten.

„Ich bleibe am Ball, ob wir uns im Laufe der Serie noch weiter verstärken können“, ist die Kaderplanung für Berghold noch nicht gänzlich abgeschlossen. Zudem freut sich der Cheftrainer darüber, dass Mayra Reinbold, die zur letzten Serie aus den B-Juniorinnen von Germania Walsrode zum Kader stieß, nach ihrer Knieverletzung wieder durchstarten möchte. „Mayra ist somit auch noch eine Art Neuzugang, sie möchte versuchen, langsam wieder einzusteigen. Kurios ist, dass ich zu den guten Zeiten von Germania Walsrode mit ihrem Vater zusammengespielt habe, jetzt trainiere ich die Tochter“, verrät Berghold.
Der neue Coach erhält an der Seitenlinie Unterstützung von Christian Gorzynski, der schon mit Markus Schwarz das Team höchst erfolgreich trainiert hatte, ehe er eine Pause einlegte. Ann-Catrin Carstens bleibt als Betreuerin an Bord und übernimmt weiterhin das Torwarttraining. „Das ist ein tolles Team“, freut sich Berghold.
Scharmbeckstotel und Apensen sind die Favoriten
„Einen guten Eindruck von der Mannschaft hatte ich schon von den Spielen, die ich in der Rückserie mitverfolgt habe. Es ziehen auch jetzt alle gut mit, sind wissbegierig und wollen“, sagt der Coach. „An der einen oder anderen Schraube ist noch was zu stellen, aber das ist halt noch der Feinschliff und normal. Es wäre schlimm, wenn schon alles perfekt klappen würde. Dafür bin ich ja auch da.“
Berghold peilt das obere Tabellendrittel an. „Damit wäre ich dann am Ende voll zufrieden“, meint er und nennt den ATSV Scharmbeckstotel und die Mannschaft des TSV Apensen als Titelfavoriten. „Scharmbeckstotel hat ordentlich aufgerüstet und will sicher wieder hoch. Apensen wollte erst das Abenteuer Oberliga angehen, zog dann kurzfristig doch noch zurück“, spricht Berghold von einem großen Hickhack beim Meister und vielen Telefonaten nach Ablauf der letzten Serie, als auch Vize-Meister Jeddingen mit einem möglichen Hochrücken in die Oberliga konfrontiert wurde. Der Verein lehnte ab und entschied sich letztlich für den Ligaverbleib in der Landesliga.