Bis zu 262 Gramm CO₂: Diese Politiker fahren die Klimasünder-Autos

KI-Stimme. InfoBei den Dienstwagen der Spitzenpolitiker liegen zwischen Klimavorbild und Klimasünder Welten: Während Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit einem Elektroauto unterwegs is...

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Bis zu 262 Gramm CO₂: Diese Politiker fahren die Klimasünder-Autos

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Bei den Dienstwagen der Spitzenpolitiker liegen zwischen Klimavorbild und Klimasünder Welten: Während Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit einem Elektroauto unterwegs ist, das laut Deutscher Umwelthilfe auf 67 Gramm CO₂ pro Kilometer kommt, sind es bei drei anderen Länderchefs jeweils bis zu 262 Gramm.

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Das geht aus dem diesjährigen Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hervor. Untersucht wurde die Fahrzeugflotte der Landesregierungen im Zeitraum von Januar bis Juni 2026. Besonders schlecht schneiden demnach Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Berlin ab.

Drei Länderchefs mit 262 Gramm CO₂ pro Kilometer

Die höchsten Werte unter den Regierungschefs weisen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) auf. Ihre Dienstwagen kommen jeweils auf 262 Gramm CO₂ pro Kilometer.

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Deutlich besser schneiden Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und Daniel Günther ab. Özdemirs Dienstwagen kommt laut DUH auf 66 Gramm CO₂ pro Kilometer, Günthers vollelektrisches Fahrzeug auf 67 Gramm.

Schleswig-Holstein liegt im Länder-Ranking vorn

Auch bei der Betrachtung der gesamten Regierungsflotten landet Schleswig-Holstein weit vorn. Die Fahrzeuge der Landesregierung kommen im Durchschnitt auf 112 Gramm CO₂ pro Kilometer. Dafür gibt es von der DUH eine gelbe Karte.

Noch niedriger liegen Berlin mit durchschnittlich 99 Gramm und Baden-Württemberg mit 109 Gramm. Eine grüne Karte erhält allerdings keine Landesregierung. Dafür müsste der durchschnittliche CO₂-Ausstoß der Flotte höchstens 93,6 Gramm pro Kilometer betragen.

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Hamburg landet auf Platz vier, überschreitet mit 117 Gramm im Durchschnitt aber bereits die Grenze zur roten Karte. Besonders deutlich verbessert hat sich Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein: Sie wechselte auf ein Elektroauto und senkte den CO₂-Ausstoß ihres Dienstwagens laut DUH von 134 auf 50 Gramm pro Kilometer.

Mecklenburg-Vorpommern verzichtet auf E-Dienstwagen

Am Ende des Länder-Rankings steht Mecklenburg-Vorpommern. Die Dienstwagenflotte der Landesregierung kommt im Durchschnitt auf 181 Gramm CO₂ pro Kilometer. Nur knapp besser schneidet Sachsen-Anhalt mit 178 Gramm ab.

Beide Länder setzen nach Angaben der DUH auch 2026 vollständig auf Dienstwagen mit Verbrennungsmotor und haben keine batterieelektrischen Fahrzeuge in ihrer Flotte.

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DUH kritisiert Politiker als schlechtes Vorbild

Für die Deutsche Umwelthilfe ist die Entwicklung ein deutliches Signal. DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz kritisierte, Spitzenpolitikerinnen und -politiker würden zunehmend wieder auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor setzen. „Die Politikerinnen und Politiker der Bundes- und Landesregierungen verfehlen ihre Vorbildfunktion massiv“, sagte Metz. Bund und Länder sollten bei der Neubeschaffung ihrer Fahrzeuge konsequent auf Elektroautos setzen und auch auf Plug-in-Hybride verzichten.

Diese Fahrzeuge können sowohl mit Strom als auch mit Kraftstoff betrieben werden. Die DUH kritisiert, dass Plug-in-Hybride in der Praxis häufig mit dem Verbrennungsmotor gefahren würden. Sie stellen nach Angaben der Organisation den größten Anteil der untersuchten Dienstwagenflotte. Für ihre Berechnung geht die DUH bei Plug-in-Hybriden von einem elektrischen Fahranteil von rund elf Prozent aus. Dadurch soll der tatsächliche CO₂-Ausstoß der Fahrzeuge realistischer abgebildet werden.

mkx mit dpa