Brand im Föhrenwald unter Kontrolle, Kampf gegen Glutnester geht weiter
Niederösterreich Brand im Föhrenwald unter Kontrolle, Kampf gegen Glutnester geht weiter Bei dem Brand in St. Egyden am Steinfeld waren rund 100 Hektar betroffen. Auch im Bezirk Gänserndorf kam es zu e...
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Niederösterreich
Brand im Föhrenwald unter Kontrolle, Kampf gegen Glutnester geht weiter
Bei dem Brand in St. Egyden am Steinfeld waren rund 100 Hektar betroffen. Auch im Bezirk Gänserndorf kam es zu einem ausgedehnten Vegetationsbrand
St. Egyden am Steinfeld/Neusiedl an der Zaya/Palterndorf-Dobermannsdorf – Bei einem Brand im Föhrenwald in St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) ist die Feuerwehr am Mittwoch im Großeinsatz gestanden. Am Abend konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Aber: "Von Brand-Aus sind wir noch weit entfernt", meint Mario Lukas, Bezirksfeuerwehrkommandant von Neunkirchen, im Ö1-Morgenjournal, "es gibt weiterhin mehrere Stellen, wo sich Flammenbildung entwickelt".
Rund 100 Hektar waren betroffen, berichtete Klaus Stebal vom Landeskommando. Der Wald- und Flurbrand war am Mittwochnachmittag ausgebrochen, es wurde die höchste Alarmstufe (B4) ausgelöst. Eine Rauchsäule war von weitem zu sehen. Über 550 Feuerwehrmitglieder rückten aus. Auch mehrere Hubschrauber sowie Drohnen standen im Einsatz.
Sechs Feuerwehrleute wurden verletzt, sagte Stebal auf APA-Anfrage. Drei Feuerwehrmitglieder zogen sich Verbrennungen zu, drei weitere erlitten eine Rauchgasvergiftung.
In der Nacht auf Donnerstag konnten die Einsatzkräfte von 500 auf 250 reduziert werden, wie ORF Niederösterreich unter Berufung auf Bezirksfeuerwehrkommandant Lukas berichtet. Der Einsatz laufe demnach intensiv weiter: "Wir müssen die Bodenfläche durcharbeiten, weil immer wieder lodernde Glutnester darunter sind und die nicht immer gleich erkennbar sind. Das wird schon sicherlich bis am Abend dauern, aber die erste große Gefahr ist erledigt." Die Nachlöscharbeiten sollen noch mehrere Tage anhalten. Die Brandursache kann erst ermittelt werden, nachdem Brand-Aus vermeldet wurde.
Großer Vegetationsbrand im Bezirk Gänserndorf
Im Bezirk Gänserndorf bekämpften zahlreiche Einsatzkräfte am Mittwoch einen Vegetationsbrand. Rund 15 Hektar waren laut Bezirkskommando betroffen. Bei dem Brand im Raum Neusiedl an der Zaya, Palterndorf-Dobermannsdorf und Hausbrunn standen 15 Feuerwehren mit rund 30 Fahrzeugen und 130 Mitgliedern sowie die Waldbranddienstgruppe des Bezirks im Einsatz. Mit Hochdruck werde daran gearbeitet, eine weitere Ausbreitung der Flammen zu verhindern, hieß es vom Bezirkskommando. Bei beiden Großbränden stand das Rote Kreuz mit 40 Mitarbeitenden im Einsatz, teilte Sprecherin Sonja Kellner mit.
"Die zahlreichen Waldbrände im Land, aber vor allem der Großbrand im Föhrenwald, führen uns eindringlich vor Augen, wie ernst die aktuelle Trockenheit und wie hoch die Waldbrandgefahr in Niederösterreich derzeit ist", teilte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit. Die ÖVP-Politikerin und ihr Parteikollege LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) bedankten sich in schriftlichen Statements bei den Einsatzkräften und riefen zu Vorsicht auf. "Jeder Funke kann aktuell verheerende Folgen haben", warnte Mikl-Leitner. "Achten wir gemeinsam darauf, weitere Brände zu vermeiden", so Pernkopf. (APA, rroi, vhu, 6.8.2026)
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