Migros-Umfrage als Betrug: Polizei warnt vor falschen Lebensmittelboxen
Publiziert18. September 2026, 07:28FakeBund warnt vor gefälschter Migros-UmfrageEine gefälschte Migros-Umfrage verspricht als Belohnung eine kostenlose Lebensmittelbox. Doch wer sie ausfüllt, könnte danach Opfe...
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Publiziert18. September 2026, 07:28
FakeBund warnt vor gefälschter Migros-Umfrage
Eine gefälschte Migros-Umfrage verspricht als Belohnung eine kostenlose Lebensmittelbox. Doch wer sie ausfüllt, könnte danach Opfer von Identitätsmissbrauch werden.

Darum gehts
- Kreditkartendaten von Betroffenen können missbraucht und für unautorisierte Abbuchungen genutzt werden.
- Auslöser ist eine gefälschte Migros-Umfrage, die eine kostenlose Lebensmittelbox im Wert von 49,90 Franken verspricht.
- Künstlicher Zeitdruck und Hinweise auf begrenzte Stückzahlen sollen Opfer zu einer schnellen Eingabe ihrer Daten verleiten.
Bei der Cybercrime Police, einem Dienst der Kantonspolizei Zürich, sind mehrere Meldungen zu einer betrügerischen Umfrage des «Migros Kundenservice» eingegangen. Als Dank für die Teilnahme an einer kurzen Umfrage soll eine Lebensmittelbox der Detailhändlerin im Wert von 49,90 Franken zugestellt werden.
Doch: «Ein Klick auf ‹Umfrage starten› führt auf eine gefälschte Migros-Webseite», schreibt die Cybercrime Police. Dort werden mehrere Fragen zu Einkaufsgewohnheiten, Migros-Produkten, der Cumulus-Karte und der Migros-App gestellt. Nach Abschluss der Umfrage wird behauptet, die kostenlose Lebensmittelbox könne nun angefordert werden.
So verhältst du dich richtig
- Leite potenzielle Betrugs-E-Mails an Cybercrimepolice.ch weiter.
- Ignoriere die E-Mail und lösche oder verschiebe es in deinen Junk- resp. Spam-Ordner.
- Folge niemals Links aus E-Mails, SMS etc. oder von anderen Websites, da diese optisch verändert sein können.
- Gib nie sensible Daten von dir preis, wenn du vorgängig keine gründlichen Abklärungen getätigt hast.
- Im Zweifelsfall ist es ratsam, direkt beim betreffenden Unternehmen nachzufragen, um die Seriosität der E-Mail zu klären.
Daten preisgegeben?
- Informiere umgehend dein Finanzinstitut und lass die involvierten Bank-/Debitkarten sperren.
- Falls du den Betrügern deine Adressdaten übermittelt hast, sei in naher Zukunft wachsam, was ungewöhnliche Bestellungen oder Rechnungen in deinem Namen angeht, die du nicht in Auftrag gegeben hast.
- Begib dich nach telefonischer Voranmeldung zu deiner örtlichen Stelle der Kantonspolizei und erstatte Anzeige.
Das passiert
Hinweise auf eine begrenzte Stückzahl und andere vermeintliche Interessenten sollen zusätzlichen Zeitdruck erzeugen und zu einer schnellen Bestellung verleiten.
Wie gehst du mit vermeintlich attraktiven Online-Angeboten wie dieser Migros-Umfrage um?
Ich klicke grundsätzlich nichts an und prüfe zuerst die Absenderadresse.
Ich bin vorsichtig, lasse mich aber von einem guten Angebot manchmal trotzdem kurz verleiten.
Wenn eine Marke bekannt ist, vertraue ich eher darauf als bei unbekannten Links.
Ich gebe nie persönliche Daten ein, egal wie verlockend das Angebot wirkt.
Ich habe schon einmal auf so etwas geklickt und musste danach aufräumen.
Ich achte erst im Nachhinein darauf, ob etwas verdächtig war.
Anschliessend gelangen die Opfer auf eine betrügerische Bestellseite, auf der sie Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben sollen. Erst dort wird ersichtlich, dass für die angeblich kostenlose Lebensmittelbox doch ein kleiner Betrag verlangt wird.
«Wer seine Kreditkartendaten eingibt, riskiert, dass ein höherer Betrag abgebucht und die Karte für weitere kostenpflichtige Dienstleistungen belastet wird», warnt die Polizei.
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Cybercrime betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Meldestellen:
Aufklärung:

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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