Risiko für körperliches und psychisches Wohlergehen: Biathlon-Funktionär für zehn Jahre suspendiert
StartseiteSportWintersportStand: 20.07.2026, 20:54 UhrKommentareUns auf Google folgenEin Biathlon-Funktionär wird hart bestraft. Die bisherigen Informationen lassen Raum für Spekulationen, legen aber eine Schwe...
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Stand: 20.07.2026, 20:54 Uhr
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Ein Biathlon-Funktionär wird hart bestraft. Die bisherigen Informationen lassen Raum für Spekulationen, legen aber eine Schwere nahe.
Lausanne – Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat eine harte Strafe gegen den früheren moldauischen Biathlon-Funktionär Petru Bria bestätigt, die möglicherweise noch für Gesprächsstoff sorgen wird im Wintersport-Zirkus. Nach Angaben der Biathlon Integrity Unit (BIU) wurde gegen den ehemaligen Generalsekretär des Biathlonverbands der Republik Moldau eine Sperre von zehn Jahren verhängt. Mit der Entscheidung wolle man die „Integrität des Sports“ wahren, so die BIU.

Nach Darstellung der BIU sah das Schiedsgericht mehrere Verstöße als erwiesen an. Demnach soll Bria eine vorgeschriebene Offenlegung im Verfahren unterlassen haben. Hinzu kommen fehlende Kooperation mit der Untersuchung, eine Verzögerung des Verfahrens, die Gefährdung oder Beeinträchtigung der Interessen und des Ansehens der IBU sowie ein Risiko für das körperliche und psychische Wohlergehen von Beteiligten im Biathlon.
Harte Strafe gegen Biathlon-Funktionär lässt Fragen offen
Um welche Verstöße es sich konkret handelt und warum das Verfahren gegen den ehemaligen Generalsekretär des moldauischen Biathlonverbandes eröffnet wurde, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollumfänglich klar. Aufgrund der Informationen aus der BIU-Mitteilung sowie der CAS-Bestätigung, wonach schwere Verstöße gegen den Integrity Code des Biathlon-Weltverbandes IBU vorliegen, lässt sich jedoch ausschließen, dass nur Verwaltungsfragen betroffen sind.
Am deutlichsten sticht zudem die Formulierung ins Auge, wonach Bria mit einem Risiko für das körperliche und psychische Wohlergehen von Beteiligten in Verbindung gebracht wird. Zudem ist im Integrity Code der IBU auch das Thema Safeguarding abgedeckt: „Gesundheit und Wohlergehen der Biathlon-Teilnehmer – insbesondere von Kindern und jungen Erwachsenen – nimmt die Biathlon Integrity Unit sehr ernst.“
Die schon jetzt bekannten Fakten legen zwar einen schwerwiegenden Verstoß Brias nahe, doch noch lässt sich nichts Genaueres sagen. Ein vollständiger Schiedsspruch des CAS liegt (noch) nicht vor. Aktuell sind die einzig zugänglichen Informationen die, die von der BIU veröffentlicht wurden. Sicher sind deshalb bislang nur die relativ weitgefassten veröffentlichten Punkte und das Strafmaß von zehn Jahren.
Obwohl er schon seit dem Beginn der Untersuchungen vorläufig suspendiert war, wird Bria auf der Website des moldauischen Biathlonverbandes aktuell noch als Generalsekretär geführt. Zudem wird dort dargelegt, dass seine Tätigkeit im Biathlonsport des Landes bis in die 1980er Jahre zurückgehe und er 1993 den Biathlonverband des Landes gegründet habe. Nun darf er für zehn Jahre zu keiner Person aus dem Biathlon-Umfeld Kontakt aufnehmen und sein Amt final nicht mehr ausführen. (sch)