CDU‑Bürgermeisterkandidat Björn Symank: Sprung ins kalte Wasser

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CDU‑Bürgermeisterkandidat Björn Symank: Sprung ins kalte Wasser

Stand: 24.08.2026, 19:00 Uhr

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Björn Symank mit Flat Coated Retriever Elli am naturbelassenen Schwimmteich im Garten.

Seltene Momente: Björn Symank mit Flat Coated Retriever Elli am naturbelassenen Schwimmteich im Garten. © Kracke

Björn Symank tritt am 13. September zur Bürgermeisterwahl in Verden an. Er plant einen dritten Allerübergang bei Wahnebergen und kurzfristige Verbesserungen.

Verden – Zuweilen geht er baden. Das steht mal fest. An diesen etwas kühleren Augusttagen wäre es sogar der Sprung ins kalte Wasser. Aber Björn Symank (48) hat es getan, immer wieder sogar, und das sei ihm wichtig. „An unserem Schwimmteich dünne ich die Pflanzen aus. Sie würden sonst alles überwuchern“, sagt der Bürgermeister-Kandidat der CDU. Symank, der mit der Familie in Morsum lebt, gehört zum Bewerber-Quartett, das in Verden zur Kommunalwahl am 13. September antritt und womöglich auch zur Stichwahl zwei Wochen später.

Er steht am Teich, an einem ganz normalen Mittwoch zur besten Nachmittagszeit an dem kleinen Gewässer im Garten. Auch schon eine Besonderheit. „Als Bürgermeister in Rethem habe ich drei bis zehn Abendtermine, vor 22 Uhr bin ich oft nicht zurück“, sagt Symank. Dann kommen die vielen Wahlkampftermine in Verden hinzu. „Aktuell häuft es sich.“ Ehefrau, die drei Töchter im Alter von 10, 16 und 19 Jahren – all das komme zurzeit ein bisschen zu kurz. „Wir haben uns darauf verständigt, wir frühstücken gemeinsam. Das ist unsere ganz wichtige Familienzeit.“

Und dann mal huschipfuschi die Pflichtaufgaben, die er sich in Haus und Garten auferlegt hat, diese Jobs so ganz nebenbei erledigen? Das ist nicht Symanks Sache. Wieder der Teich. „Klar, die meisten Pflanzen werden kurzerhand gekappt, das geht rasch. Aber einige Bereiche bleiben auch unberührt und müssen geschützt werden.“ Und das hat Gründe, die er im Blick behalte. Das Wasser komme komplett ohne Chemikalien aus, in den Winkeln haben sich sogar Naturschutzbereiche gebildet. „Der Laich von Kammolchen und Fröschen liegt hier. Er bleibt unangetastet. Zu faszinierend, wenn sie anfangen, ihren Lebensraum zu erkunden.“ Oder das Schlüpfen der Libellen. „Das dauert ewig. Aber es beeindruckt mich jedes Mal.“ Jetzt im Urlaub natürlich besonders, da er sich die Zeit dafür nimmt. Und die Ausdauer.

Für vieles liegen die Gründe in der Kindheit. Für ihn womöglich auch. Zuweilen erzählt er die Geschichte seines ersten Umgangs mit Computern. „Als Zehnjähriger habe ich mir ein PC-Game gewünscht. Eines Tages kam mein Vater mit einer Fachzeitschrift. Im Innenteil einige Seiten mit der Programmierung. Wenn Du ein PC-Spiel willst, dann tipp den Code ab, hat er gesagt. Irgendwann hatte ich mein Spiel. Es funktionierte.“

Die digitale Welt, die KI – das habe er im Rethemer Rathaus beschleunigt, künftig wolle er es in Verden verstärken, wo immer es möglich sei. „Noch muss oftmals unterschiedliche Software zusammengefügt oder es müssen Daten händisch übertragen werden. Alles unnötige Zeitfresser. Wir werden an Verschlankungen arbeiten.“ Gleichzeitig setze er auf die Innovationskraft der rund 600 städtischen Mitarbeiter. „Auch jetzt wird schon eine gute Arbeit geleistet, aber mit den Ideen jedes einzelnen entwickeln wir eine zusätzliche Power.“ Nicht einfach nur so dahingesagt, wie Symank ergänzt, sondern in Rethem erfolgreich erprobt. „Von zehn Ideen wird die Hälfte wieder verworfen, die restlichen fünf probieren wir aus, und meist sind zwei Goldkörnchen dabei.“ Und das gelte für sämtliche Themen. „Das Wort ,eigentlich‘ gibt es für mich nicht. Wir müssten eigentlich mal dieses oder jenes Problem angehen, das funktioniert nicht“, sagt Symank. „Wir gehen das Problem an, beleuchten Für und Wider, und dann treffen wir Entscheidungen.“

Ein nächstes Zeitproblem habe er sich ebenfalls vorgenommen, das der Pendler. „Verden ist wie die Spinne im Netz. Aus Nienburg, aus Hoya, aus Rethem, aus Thedinghausen – von überall her touren Autofahrer auf Verden zu. Viele zu den Arbeitsplätzen, viele aber auch zu den Autobahn-Auffahrten“, sagt Symank. Klar, die Erweiterung an der Abfahrt Verden-Ost habe längst auf den Weg gebracht werden müssen, aber das allein reiche nicht. Die Bundesstraße von Hönisch bis Dauelsen, die Staufalle auf Bremer und Hamburger Straße, sie müsse entlastet werden. „Langfristig mit einer baulichen Lösung“, sagt er. Der dritte Allerübergang bei Wahnebergen sei ein erster Ansatz, aber nicht der einzige. „Außerdem sollen kurzfristig Verbesserungen vorgenommen werden. Und dabei haben wir immer die Parkplatzsituation im Blick.“