Charité-Beschäftigte ab Donnerstag zum Streik aufgerufen

Protest gegen Notdienste Charité-Beschäftigte ab Donnerstag zum Streik aufgerufen ...

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Charité-Beschäftigte ab Donnerstag zum Streik aufgerufen

Protest gegen Notdienste

Charité-Beschäftigte ab Donnerstag zum Streik aufgerufen

Plakate zum Warnstreik von Verdi hängen bei einem Streik von Beschäftigten der Berliner Charite an Säulen des Bettenhochhauses. (Quelle: picture alliance/dpa/Christoph Soeder)
Plakate zum Warnstreik von Verdi hängen bei einem Streik von Beschäftigten der Berliner Charite an Säulen des Bettenhochhauses. (Quelle: picture alliance/dpa/Christoph Soeder)

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Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte der Berliner Charité am Donnerstag und Freitag zum Warnstreik auf. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Gewerkschaft hervor. Mit der Aktion wolle man Druck machen "für den Erhalt und die Verbesserung des Tarifvertrag Gesundheitsfachberufe", heißt es in einer Mitteilung.

Wie es im August von der Gewerkschaft hieß, hätten sich beispielsweise einige der im Jahr 2021 vereinbarten Regelungen "als nicht ausreichend für eine Entlastung erwiesen". Auch müsse mehr für Auszubildende und im Ausland angeworbene Kräfte getan werden.

Charité nennt Verdi-Forderungen "absolut realitätsfern"

Die Charité teilte am Mittwoch mit, dass nach ihren Berechnungen etwa 700 zusätzliche Pflegekräfte eingestellt werden müssten, sollte sie den Verdi-Forderungen nachgeben. Dies zöge Kosten in Höhe von mehr als 60 Millionen Euro nach sich – gleichzeitig sehe sich die Charité nach bisherigen Kalkulationen aufgrund der Krankenhausreform mit einem Finanzierungsausfall von rund 80 Millionen Euro konfrontiert. Die Charité nannte die Forderungen in ihrem Statement daher "absolut realitätsfern und wirtschaftlich gefährlich".

Zusätzliche Verpflichtungen könnten "den Spardruck auf andere Berufsgruppen erheblich verschärfen, denn dort müssten wir dann kürzen", heißt es laut Mitteilung von Carla Eysel, Vorstand Personal und Pflege der Charité. Diese könne auch zulasten der Patientenversorgung gehen. Die Charité fordere Verdi daher auf, von ihren Forderungen Abstand zu nehmen.

Gleichzeitig bemängelte Verdi, dass die Möglichkeiten, sich an dem angekündigten Warnstreik zu beteiligen, stark eingeschränkt seien. Das Arbeitsgericht Berlin habe auf Antrag des Charité-Vorstands weitreichende Notdienste angeordnet. Aus Sicht von Verdi gehen die Notdienstregelungen über das notwendige Maß hinaus und schränken das Streikrecht unverhältnismäßig ein, wie es heißt.

Die Charité ihrerseits teilte zu diesem Thema lediglich mit, die "notwendige Patientenversorgung auf Grundlage der bestehenden gerichtlich festgelegten Notdienstbesetzung" werde organisiert. "Planbare Behandlungen werden abgesagt und die OP-Kapazitäten eingeschränkt."

Bereits Anfang September hatten Pflegekräfte an der Berliner Charité drei Tage lang gestreikt. Anlass war die Forderung, einen sogenannten Entlastungstarif weiterzuentwickeln.

Sendung: rbb|24, 16.09.2026, 19:25 Uhr
Audio: rbb|24, 16.09.2026, Tim Korge