Neil Patrick Harris: Der Druck der Gossip-Blogs führte zum Coming-out
Publiziert16. August 2026, 20:18Barney StinsonDarum sah sich Neil Patrick Harris zu seinem Coming-out gezwungenNeil Patrick Harris hielt seine Beziehung aus Karriereangst lange privat. Als der Druck durch Gossi...
- 3 min read
Publiziert16. August 2026, 20:18
Barney StinsonDarum sah sich Neil Patrick Harris zu seinem Coming-out gezwungen
Neil Patrick Harris hielt seine Beziehung aus Karriereangst lange privat. Als der Druck durch Gossip-Blogs stieg, gab er 2006 sein Coming-out.

Darum gehts
- Neil Patrick Harris outete sich 2006 öffentlich als schwul, nachdem der Druck durch Gossip-Blogs zunahm.
- Der Schauspieler und sein heutiger Ehemann David Burtka hielten ihre Beziehung lange geheim, weil beide berufliche Nachteile befürchteten.
- Harris sagt, die öffentliche Reaktion auf sein Coming-out sei weit weniger dramatisch ausgefallen als erwartet.
Neil Patrick Harris (53), auch bekannt als Barney Stinson in «How I Met Your Mother», erinnert sich an eine Zeit, in der sein Privatleben plötzlich zum öffentlichen Ratespiel wurde. Im Podcast «Great Company with Jamie Laing» sprach der Schauspieler kürzlich darüber, warum er sich 2006 als schwul outete.
Damals war Harris gerade mit «How I Met Your Mother» ganz gross im TV-Geschäft. Vor der Kamera spielte er den Frauenheld Barney Stinson, privat war er mit David Burtka zusammen, seinem heutigen Ehemann. Am Set hätten alle von der Beziehung gewusst, erzählt Harris. Öffentlich habe er sie aber lange nicht gemacht.
David ging an Fotografen vorbei
Der Grund: Beide Schauspieler hätten berufliche Nachteile befürchtet. Bei Premieren sei Harris über den roten Teppich gelaufen, während Burtka an den Fotografen vorbei auf die andere Seite gegangen sei.
Rückblickend sagt Harris, das habe sich nicht richtig angefühlt. Es habe David möglicherweise das Gefühl gegeben, weniger wert zu sein. Gleichzeitig seien damals Gossip-Blogs immer beliebter geworden. Dort wurde regelmässig über angeblich schwule Stars spekuliert, die noch nicht geoutet waren. Harris fürchtete, zum nächsten Ziel zu werden.
«Ich musste der Geschichte zuvorkommen»
Tatsächlich nahm der Druck zu. Laut Harris wurde damals ein Statement verbreitet, wonach er «nicht von dieser Überzeugung» sei – eine Formulierung, die als Verneinung seiner Homosexualität verstanden wurde. Daraufhin hätten andere geschrieben, das sei seltsam, weil man doch wisse, dass er schwul sei.
Für Harris war klar: Er musste reagieren. «Ich musste der Geschichte zuvorkommen», sagte er im Podcast. Er habe nicht warten wollen, bis nach Menschen gesucht werde, die private Details über ihn ausplaudern könnten. 2006 bestätigte Harris schliesslich öffentlich, dass er schwul ist. Er sagte damals, er sei ein sehr glücklicher schwuler Mann, der sein Leben in vollen Zügen lebe.
Reaktion fiel anders aus als erwartet
Harris gibt zu, dass er vor seinem öffentlichen Coming-out Angst vor der Reaktion hatte. Am Ende sei sie aber viel weniger dramatisch gewesen, als er erwartet hatte. Schmunzelnd und ironisch sagt er, er sei ein wenig beleidigt gewesen, dass nicht mehr Menschen überrascht gewesen seien. Er habe wohl mit mehr Reaktionen wie «Warte, was? Der ist doch so männlich!» gerechnet.
Heute ist Harris seit Jahren mit David Burtka verheiratet. Die beiden haben Zwillinge und zeigen sich regelmässig gemeinsam in der Öffentlichkeit.
Wie gehst du persönlich mit der Grenze zwischen deinem Privatleben und der Öffentlichkeit um?
Ich teile gerne viel, besonders in sozialen Medien.
Ich achte sehr darauf, was ich von mir preisgebe.
Im privaten Kreis bin ich offen, öffentlich eher zurückhaltend.
Ich finde es schwierig, die Balance zu finden.
Das ist für mich kein grosses Thema, ich bin ja keine Person des öffentlichen Lebens.
Ich mache mir darüber keine Gedanken.
Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert

Ammar Jusufi (amj), Jahrgang 2001, arbeitet seit November 2024 für 20 Minuten. Nach seinem Praktikum im Ressort Ostschweiz ist er nun Redakteur im Ressort People.
Deine Meinung zählt
Darum wurde das Kommentarfeld deaktiviert