Das Original der Heimatzeitung feiert 70. Geburtstag
StartseiteLokalesFürstenfeldbruckFürstenfeldbruck OrtStand: 11.08.2026, 07:07 UhrKommentareUns auf Google folgenPeter Loder radelt immer schon viel und gerne. Heute fährt er mit dem E-Bike. © mmSeit Mai 2020 is...
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Stand: 11.08.2026, 07:07 Uhr
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Seit Mai 2020 ist der frühere Sportchef beim Tagblatt offiziell im Ruhestand. Trotzdem ist er weiter auf der Suche nach guten Geschichten.
Fürstenfeldbruck – Auch wenn er sich seit Mai 2020 offiziell im Ruhestand befindet, an Popularität hat der ehemalige Lokalreporter des Brucker Tagblatts, Peter Loder, nicht verloren. Er kann kaum einen Schritt durch die Stadt machen, ohne von jemandem aufgehalten zu werden. Er ist halt bekannt wie der sprichwörtlich „bunte Hund“. Wittert er dabei eine Story, gibt es kein Halten für den Vollblut-Reporter.
Heute wird der „Lodi“, wie er von den Kollegen in der Redaktion über viele Jahrzehnte genannt wurde, 70 Jahre alt. Auch wenn er seit sechs Jahren das Rentnerdasein genießt und nunmehr tagtäglich durch den Landkreis mit seiner Anni radelt, inzwischen mit E-Bike, so hat er den Lokaljournalismus noch nicht ganz abgeschüttelt. „Die besten Storys findest du auf der Straße“, hat er mal gesagt, und immer wieder fliegen ihm Geschichten zu. Und so verwundert es nicht, dass er den Beruf noch nicht so ganz an den Nagel gehängt hat.
Nach einer Schriftsetzer-Ausbildung Anfang der 1970er Jahre im Münchner Pressehaus wurde Loder ab 1982 zunächst freier Mitarbeiter bei der Heimatzeitung in Bruck, wo er später volontierte und schließlich als zuständiger Chef für den Sport angestellt wurde. Hatte er sich während seines aktiven Berufslebens hauptsächlich dem Sport gewidmet, sind es heute Berichte über Veränderungen in der Gastro-Landschaft der Region oder Geschichten über bekannte Persönlichkeiten wie die „Bergdoktor“-Mama, Schauspielerin Monika Baumgartner aus Gröbenzell.
Tauchte Loder früher mit dem Radl auf einem Fußballplatz auf, wussten die Vereine: Da ist was im Busch, wenn der Loder kommt. Er hatte einen Riecher für Sensationen. Heutzutage „erschreckt“ er dagegen die Vereinsoberen nicht mehr so sehr, gleichwohl verhalten sie sich vorsichtig. Es könnte ja sein, dass er doch etwas weiß und nachbohrt. Da könnte vielleicht doch noch am nächsten Tag eine Story im Tagblatt stehen.
Urlaub kannte Loder während seines Berufslebens so gut wie überhaupt nicht. Dafür reist er seit seinem Ruhestand umso mehr. Vor allem wegen seiner fünf Kinder, die zum Teil in der Welt verstreut leben. „Mal grüßt er aus Kanada, mal aus Holland, mal aus Spanien. Da kennt sich keiner mehr aus, wo seine Kinder herumschwirren“, meinte unlängst ein Stammtischbruder im Wirtshaus Auf der Lände, wo sich alte „SCFler“ hin und wieder zum Plausch mit Loder treffen.
Zweifellos avancierte „Lodi“ während seines fast 40-jährigen Wirkens beim Brucker Tagblatt zu einem Original der Heimatzeitung. Mit seinem Erkennungszeichen, dem Schnäuzer, hat er längst fast Kultstatus erreicht.