Wetter bis Silvester: Warmer Oktober dreht sich um – Datum für den ersten Schnee steht wohl fest
StartseiteDeutschlandDatum für den ersten Schnee steht wohl fest – Kaltfront bringt FrostStand: 09.10.2026, 07:22 UhrKommentareUns auf Google folgenGoldener Oktober, dann Sturm, dann Schnee? Die Langfristkarten...
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Datum für den ersten Schnee steht wohl fest – Kaltfront bringt Frost
Stand: 09.10.2026, 07:22 Uhr
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Goldener Oktober, dann Sturm, dann Schnee? Die Langfristkarten bis Silvester sind da, und sie haben es in sich. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Syke – Der Oktober macht seinem Ruf als Wundertüte gerade alle Ehre. Die Langfristmodelle hatten ihn schon vor Wochen deutlich zu warm und zu trocken gerechnet, und genau so fühlt sich der Monat bislang an. Doch die zweite Hälfte hat es in sich. Sobald die erste kräftige Kaltfront aus Nordwesten durchrauscht, kippt die Luftmasse binnen 24 Stunden. Dann drohen klare Nächte mit verbreitetem Bodenfrost, und in den Hochlagen ist es so weit: Mein Stichtag für die ersten Flocken auf Feldberg, Brocken und Fichtelberg ist das letzte Oktober-Wochenende. Liegen bleibt dort oben erst mal wenig, aber der Winter klopft an.
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November dreht auf: Mild, nass und stürmisch
Danach wird es kurios. Das amerikanische Modell rechnet den November bis zu drei Grad zu warm, das europäische zieht mit, wenn auch etwas zurückhaltender. Gleichzeitig steht in beiden Berechnungen deutlich mehr Regen auf dem Zettel. Für mich heißt das: Statt grauer Nebelsuppe droht ein Monat mit Tiefs am Fließband, kräftigen Böen und Sturmgefahr. Für die nach dem Dürresommer ausgedörrten Böden ist das eine gute Nachricht, für alle, die ihren Garten noch winterfest machen wollen, eher nicht. Schnee bis in tiefe Lagen ist bei dieser Großwetterlage kaum vorstellbar. Oben weiß angezuckert, unten nass und grau, so dürfte der November meistens aussehen.

Weihnachten im Flachland: Die Schneechance ist mickrig
Und der Dezember? Auch hier zeigen die Karten Rot, ein bis zwei Grad über dem Mittel, im Süden und an den Alpen sogar noch mehr. Dazu kommt ein kräftiger El Niño, der die milden Westwetterlagen zusätzlich anheizen dürfte. Wer im Flachland auf den ersten richtigen Schnee wartet, braucht Geduld: Ich rechne frühestens Anfang bis Mitte Dezember mit nassen Flocken, die kurz liegen bleiben. Weiße Weihnachten bleiben im Tiefland ein Glücksfall. Eine Hintertür gibt es allerdings: Ein einziger Vorstoß polarer Kaltluft reicht, um das Bild binnen weniger Tage komplett auf den Kopf zu stellen. Ganz abschreiben würde ich den Winter deshalb noch nicht.