Defensive wird zum X-Faktor
StartseiteSportLokalsportWildeshausenStand: 20.09.2026, 22:26 UhrKommentareUns auf Google folgenDiesmal kein Durchkommen: Die Oytener Marc Lange (links) und Robin Hencken (rechts) stoppen Neerstedts Maximilian ...
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Stand: 20.09.2026, 22:26 Uhr
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Die 5:1-Abwehr des Handball-Oberligisten TV Neerstedt ist beim 32:27 in Oyten der Schlüssel zum Sieg.
Neerstedt – Die Weste bleibt sauber: Der TV Neerstedt hat auch sein drittes Saisonspiel in der Handball-Oberliga der Männer gewonnen. Beim TV Oyten setzten sich die Grün-Weißen mit 32:27 (15:12) durch. Ausschlaggebend war dabei vor allem die 5:1-Abwehr, an der sich die Gastgeber über weite Strecken die Zähne ausbissen.
„Das ist natürlich ein guter Start – so kann es weitergehen“, zeigte sich Neerstedts Coach Kai Freese nach dem zweiten Auswärtssieg zufrieden. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am kommenden Samstag, 26. September, 19.30 Uhr, wartet mit dem TV Dinklage der nächste noch ungeschlagene Gegner. „Eine gute Truppe mit einem herausragenden Mittelmann“, blickt Freese auf das Topspiel voraus.
Im Landkreis Verden erwischten die Neerstedter keinen guten Start. Nach vier Minuten lagen die Gäste mit 1:4 zurück. Beim 5:5 nach exakt elf Minuten war der Ausgleich hergestellt. Zweimal traf in dieser Phase Max Hülsmann. Anschließend übernahm der TV Neerstedt zunehmend die Kontrolle. Marek Damm brachte die Grün-Weißen beim 7:6 (14.) erstmals in Führung. Doch die Partie blieb zunächst eng. Bis zum 13:12 (29.) konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Maximilian Ruholl und Raik Steenken sorgten schließlich für die 15:12-Pausenführung. Beide Treffer fielen in Unterzahl, nachdem Florian Schrader eine Zeitstrafe erhalten hatte.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Neerstedter Defensive endgültig zum entscheidenden Faktor. Die Oytener fanden nur selten Lösungen gegen das Abwehrbollwerk der Grün-Weißen. „Oyten hat sich förmlich in Einzelaktionen verzettelt“, stellte Neerstedts neunfacher Torschütze Raik Steenken fest. Dabei machten es sich die Gastgeber teilweise selbst schwer. Bereits im ersten Durchgang hatte TVO-Kreisläufer Ole Lübbers beim Stand von 9:8 (22.) für Neerstedt die Chance zum Ausgleich, setzte den Ball aus zehn Metern jedoch über das leere Tor.
Auch in Hälfte zwei rannten die „Vampires“ dem Rückstand vergeblich hinterher. „Oyten ist gegen unsere 5:1-Abwehr nicht viel eingefallen“, stellte Freese fest. Seine Crew verteidigte ihren Vorsprung clever und ließ sich auch von kleineren Schwächephasen nicht aus der Ruhe bringen. „Vorne war es keine Glanzleistung, hinten haben wir an die starke Vorstellung vom Auftakt bei der TSG Hatten-Sandkrug angeknüpft“, meinte Freese.
Christian Wilhelm war nach einer verschobenen Zahn-OP kurzfristig ausgefallen, so dass in Florian Schrader nur ein Kreisläufer zur Verfügung stand. Daher ließ Freese sein Team zeitweise mit vier Rückraumspielern angreifen. „Damit hatte Oyten so seine Probleme“, befand er. Auch für TVO-Coach Lars Müller-Dormann ging der Sieg der Gäste in Ordnung: „Die Schiedsrichter lassen viel durchgehen. Anstatt uns zu wehren, reiben wir uns an den Entscheidungen auf.“
Stenogramm
TV Oyten – TV Neerstedt 27:32 (12:15)
TV Oyten: Niclas, Timm - Lange (4), Hencken (9/4), Heller (1), Schenk (1), Langner, Emigholz, Meyer (1), Varela (2), Lübbers (3), Eilers, Sell (1)
TV Neerstedt: Müller, Pecht - R. Steenken (9), Schrader (4), Bruning, Ruholl (7/5), Tapken (3), Wefer, Hansen, Auffarth (2), Damm (3), Hülsmann (4)
Siebenmeter: TVO 5/4, TVN 5/5
Zeitstrafen: TVO 4, TVN 4
Schiedsrichter: Holger Bellersen/Steffen Voigt
Besondere Vorkommnisse: Disqualifikation ohne Bericht für Ole Lübbers (TV Oyten) nach Foulspiel an Maximilian Ruholl (49.)